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'''Westerloog''' war einst eine Ortschaft in der Gemeinde [[Lintelermarsch]] (heute [[Norddeich]]) und bestand aus den beiden Höfen [[Westerlooger Grashaus]] und [[Osterlooger Grashaus]]. Der Name bedeutet sinngemäß übersetzt "Westdorf". Als Pendant kann das etwas weiter östlich gelegene [[Osterloog]] gesehen werden.
'''Westerloog''' war einst eine Ortschaft in der Gemeinde [[Lintelermarsch]] (heute [[Norddeich]]) und bestand aus den beiden Höfen [[Westerlooger Grashaus]] und [[Osterlooger Grashaus]]. Der Name bedeutet sinngemäß übersetzt "Westdorf". Als Pendant kann das etwas weiter östlich gelegene [[Osterloog]] gesehen werden.<ref>Schreiber, Gretje (2009): Die Höfe in der Lintelermarsch, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Nr. 4, S. 16</ref>


Die vorgenannten Grashäuser waren historisch Vorwerke des [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]]. Als Vorwerke bezeichnet man landwirtschaftliche (Neben-)Gebäude, die sich außerhalb der eigentlichen Anlage, zu der sie gehören, befinden (vgl. [[Ekeler Vorwerk]]. Nach der Reformation fielen die Besitztümer von Westerloog an den Grafen von Ostfriesland. Die Höfe verfügten jeweils über 118,5 Diemat Land. Ein Diemat sind etwa 5.700 qm, wodurch sich eine Gesamtfläche von etwa 675.500 qm ergibt. Daneben konnten sie je einen Heller bewirtschaften. Als "Heller" bezeichnet man Gebiete, die sich seeseits von Deichen befinden und bewirtschaftet werden können, sofern sie nicht überflutet werden. In der Regel handelt es sich um Salzwiesen.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Lintelermarsch.pdf Beschreibung der Lintelermarsch] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>
Die vorgenannten Grashäuser waren historisch Vorwerke des [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]]. Als Vorwerke bezeichnet man landwirtschaftliche (Neben-)Gebäude, die sich außerhalb der eigentlichen Anlage, zu der sie gehören, befinden (vgl. [[Ekeler Vorwerk]]. Nach der Reformation fielen die Besitztümer von Westerloog an den Grafen von Ostfriesland. Die Höfe verfügten jeweils über 118,5 Diemat Land. Ein Diemat sind etwa 5.700 qm, wodurch sich eine Gesamtfläche von etwa 675.500 qm ergibt. Daneben konnten sie je einen Heller bewirtschaften. Als "Heller" bezeichnet man Gebiete, die sich seeseits von Deichen befinden und bewirtschaftet werden können, sofern sie nicht überflutet werden. In der Regel handelt es sich um Salzwiesen.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Lintelermarsch.pdf Beschreibung der Lintelermarsch] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>