Krankenhaus Norden: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Einweihung des neuen, vom Architekten Raab geplanten Norder Krankenhauses erfolgte am 1. Oktober 1913. Die finanzielle Grundlage wurde vor allem auch aus Zuwendungen wohlhabender Bürger gestellt.<ref name=":1" /> Ursprünglich befanden sich auf dem Gelände Felder, die namensgebend für die Feldstraße sind und entweder im Eigentum von Anwohnern der [[Norddeicher Straße]] lagen oder dem [[Armenverband Norden|Armenverband]] gehörten. | Die Einweihung des neuen, vom Architekten Raab geplanten Norder Krankenhauses erfolgte am 1. Oktober 1913. Die finanzielle Grundlage wurde vor allem auch aus Zuwendungen wohlhabender Bürger gestellt.<ref name=":1" /> Ursprünglich befanden sich auf dem Gelände Felder, die namensgebend für die Feldstraße sind und entweder im Eigentum von Anwohnern der [[Norddeicher Straße]] lagen oder dem [[Armenverband Norden|Armenverband]] gehörten. | ||
Als die Stadt 1914 einen Anschluss an das [[Stromversorgung|Stromnetz]] bekam, gehörte das Krankenhaus zu den ersten Abnehmern.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 16</ref> Durch einen besonders strengen Winter im Jahr 1929 kam es zu einer Grippewelle in und um Norden, in deren Folge viele, vor allem ältere Menschen, starben. Das Norder Krankenhaus geriet schnell über seine Kapazitätsgrenzen.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 64</ref> | Als die Stadt 1914 einen Anschluss an das [[Stromversorgung|Stromnetz]] bekam, gehörte das Krankenhaus zu den ersten Abnehmern.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 16</ref> Durch einen besonders strengen Winter im Jahr 1929 kam es zu einer Grippewelle in und um Norden, in deren Folge viele, vor allem ältere Menschen, starben. Das Norder Krankenhaus geriet schnell über seine Kapazitätsgrenzen.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 64</ref> | ||
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] herrschte Hochbetrieb im Krankenhaus. Neben dem ''Alltagsgeschäft'' mussten mit fortschreitendem Kriegsverlauf eine immer größer werdende Anzahl an Verwunden von der Front versorgt werden. Bereits zu Kriegsbeginn richtete man in weiser Voraussicht ein Lazarett in der [[Zingelschule]] ein. Zum Schutz vor Luftangriffen brachte man auf beiden Gebäuden ein großes rotes Kreuz auf dem Dach an.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 41</ref> Nach und nach wurden auch weitere Schulgebäude, so etwa das [[Ulrichsgymnasium]] zumindest teilweise als Lazarett genutzt. Daneben wurden mehrere Baracken als Lazarett für die zahlreichen Kriegsversehrten und - verwundeten genutzt, so etwa das heutige [[Vereinsheim (Kastanienallee)|Vereinsheim]] an der [[Kastanienallee]]. | |||
Nach der Fertigstellung des [[Kreiskrankenhaus Norden|Kreiskrankenhauses]] in der [[Osterstraße]] 110 im Jahre 1966 wurde das städtische Krankenhaus geschlossen und das Gebäude an die [[Stadtwerke Norden]] übergeben, die bis dahin ihren Hauptsitz im [[Rathaus]] und einen Nebensitz am [[Gaswerk]] hatten.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 296</ref> Zuvor gab es im Landkreis Norden zwei parallel arbeitende Krankenhäuser: Ein städtisches und ein kreiseigenes Krankenhaus. Das vorherige Kreiskrankenhaus befand sich in Hage. Hier hat heute ein Alten- und Pflegeheim (Helenenstift) seinen Sitz, eine Außenstelle befand sich auf dem ehemaligen Zeppelin- bzw. Kasernengelände nahe der Stettiner Straße in Hage, das nach der Umwandlung des Helenenstifts zu einem Pflegeheim dann auch zum alleinigen Kreiskrankenhaus wurde, bis 1966 der [[Kreiskrankenhaus Norden|Neubau]] an der [[Osterstraße]] fertiggestellt wurde. | Nach der Fertigstellung des [[Kreiskrankenhaus Norden|Kreiskrankenhauses]] in der [[Osterstraße]] 110 im Jahre 1966 wurde das städtische Krankenhaus geschlossen und das Gebäude an die [[Stadtwerke Norden]] übergeben, die bis dahin ihren Hauptsitz im [[Rathaus]] und einen Nebensitz am [[Gaswerk]] hatten.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 296</ref> Zuvor gab es im Landkreis Norden zwei parallel arbeitende Krankenhäuser: Ein städtisches und ein kreiseigenes Krankenhaus. Das vorherige Kreiskrankenhaus befand sich in Hage. Hier hat heute ein Alten- und Pflegeheim (Helenenstift) seinen Sitz, eine Außenstelle befand sich auf dem ehemaligen Zeppelin- bzw. Kasernengelände nahe der Stettiner Straße in Hage, das nach der Umwandlung des Helenenstifts zu einem Pflegeheim dann auch zum alleinigen Kreiskrankenhaus wurde, bis 1966 der [[Kreiskrankenhaus Norden|Neubau]] an der [[Osterstraße]] fertiggestellt wurde. | ||