Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 34: Zeile 34:
__TOC__
__TOC__
==Geschichte==
==Geschichte==
Da das bisherige Kreiskrankenhaus des [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]] im Nachbarort Hage (seit 1880 ''Helenenstift'' an der Hauptstraße und nach 1945 zusätzlich ehemalige Wehrmachtskaserne im Umfeld der Stettiner Straße) mit Zunahme der Bevölkerungszahlen und der Verbreiterung sowie Spezialisierung der medizinischen Teilbereiche an seine Kapazitätsgrenze geriet, beschloss der Kreis in den 1960er Jahren den Bau eines neues Kreiskrankenhauses an der [[Osterstraße]] in Norden. Zudem war die örtliche Trennung zwischen dem ''Helenenstift'' und den barackenähnlichen Gebäuden auf dem ehemaligen Kasernengelände nicht mehr zeitgemäß. Das bisherige Kreiskrankenhaus wurde daraufhin zu einem Alten- und Pflegeheim umgewidmet, verblieb im Kreisbesitz und wird in Personalunion mit dem [[Johann-Christian-Reil-Haus]] verwaltet. Zugleich ersetzte das neue Kreiskrankenhaus das lange Zeit mit dem Hager Krankenhaus betriebene [[Krankenhaus Norden|städtische Krankenhaus]] in der [[Feldstraße]].
Da das bisherige Kreiskrankenhaus des [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]] im Nachbarort Hage mit Zunahme der Bevölkerungszahlen und der Verbreiterung sowie Spezialisierung der medizinischen Teilbereiche an seine Kapazitätsgrenze geriet, beschloss der Kreis in den 1960er Jahren den Bau eines neues Kreiskrankenhauses an der [[Osterstraße]] in Norden. Das Kreiskrankenhaus - seit 1880 ''Helenenstift'' an der Hauptstraße in Hage und nach 1945 zusätzlich ehemalige Wehrmachtskaserne im Umfeld der Stettiner Straße - entsprach nicht mehr den Erfordernissen jener Zeit.  Zudem war die örtliche Trennung zwischen dem ''Helenenstift'' und den barackenähnlichen Gebäuden auf dem ehemaligen Kasernengelände nicht mehr zeitgemäß.


Die Fläche in der Osterstraße erwies sich als überaus geeignet. Zuvor befanden sich hier weitestgehend unbebaute Flächen, die teilweise landwirtschaftlich genutzt wurden. Nur wenige Gebäude, unter anderem ein alter Bauernhof, mussten den für den Bau abgerissen werden. Das Gelände war weitflächig und lag dennoch verkehrsgünstig und zentral zur Innenstadt.
Das bisherige Kreiskrankenhaus wurde daraufhin zu einem Alten- und Pflegeheim umgewidmet, verblieb im Kreisbesitz und wird in Personalunion mit dem [[Johann-Christian-Reil-Haus]] verwaltet. Zugleich ersetzte das neue Kreiskrankenhaus das lange Zeit mit dem Hager Krankenhaus betriebene [[Krankenhaus Norden|städtische Krankenhaus]] in der [[Feldstraße]]. In etwa zur gleichen Zeit erbaute auch der Landkreis Aurich, zu dem Norden erst seit 1977 gehört, ein neues Kreiskrankenhaus an der Wallinghausener Straße. Auch das ehemalige Kreiskrankenhaus dort befand sich bis dahin - ähnlich jenem in Hage an der Stettiner Straße - in mehreren Baracken inmitten des Sandhorster Waldes.
 
Die Fläche an der Osterstraße in Norden erwies sich als überaus geeignet. Zuvor befanden sich hier weitestgehend unbebaute Flächen, die teilweise landwirtschaftlich genutzt wurden. Nur wenige Gebäude, unter anderem ein alter Bauernhof, mussten den für den Bau abgerissen werden. Das Gelände war weitflächig und lag dennoch verkehrsgünstig und zentral zur Innenstadt.
 
Ursprünglich sollte dieses Gelände in den 1930er Jahren offenbar anders genutzt werden. So sollte die Juister Straße scheinbar bereits in den 1930er Jahren entstehen, jedoch wurde dieses Vorhaben, vermutlich wegen des einsetzenden [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], nicht umgesetzt.<ref>Amtliche Karte der Stadt Norden von 1935</ref><ref>Amtliche Karte der Stadt Norden von 1949</ref> Interessant dabei ist, dass sich auf der Karte von 1935 auf dem südlichen Teil des späteren [[Kreiskrankenhaus Norden|Kreiskrankenhausgeländes]] eine schachbrettartige Straßenführung vorgezeichnet ist und die Juister Straße als Fortführung des [[Heitsweg|Heitswegs]] dargestellt wird. Diese schachbrettartige Straßenbauform war bis dahin in Norden noch nicht geläufig. Da auch Norden ursprünglich Sitz einer Wehrmachtskaserne werden sollte - auch dieses Vorhaben wurde im Gegensatz zum [[Vertriebenenlager Tidofeld|Marinelager in Tidofeld]] nicht umgesetzt - ist denkbar, dass hier ursprünglich eine Kaserne oder ein Lager der Wehrmacht entstehen sollte.


Nach Fertigstellung der 1961 begonnenen Bauarbeiten wurde das Krankenhaus im Jahr 1966 in Betrieb genommen. Die Einweihung des 15,5 Millionen DM teuren Bauwerks erfolgte am 22. Oktober 1966.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 81</ref>
Nach Fertigstellung der 1961 begonnenen Bauarbeiten wurde das Krankenhaus im Jahr 1966 in Betrieb genommen. Die Einweihung des 15,5 Millionen DM teuren Bauwerks erfolgte am 22. Oktober 1966.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 81</ref>