Sielschule: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Sielschule''' war eine mehrklassige Volksschule (Klassen 1-8) in [[Norden (Stadtteil)|Norden]]. Das Gebäude wurde von 1893 bis 1972 zu Schulzwecken genutzt. Der heutige Hauptnutzer ist der [[Kinderschutzbund Norden|Kinderschutzbund]]. | Die '''Sielschule''' war eine mehrklassige Volksschule (Klassen 1-8) in [[Norden (Stadtteil)|Norden]]. Das Gebäude wurde von 1893 bis 1972 zu Schulzwecken genutzt. Der heutige Hauptnutzer ist der [[Kinderschutzbund Norden|Kinderschutzbund]]. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Die Sielschule wurde 1893 auf einem Grundstück im Winkel der [[Heringstraße]] und [[Am Alten Siel]] errichtet, das wohl in früheren Jahren Standort einer alten Ziegelei war, die bereits vor 1603 genannt wurde.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 188</ref> Die Schule war zuständig für die Kinder der [[Westerkluft]], einem ehemaligen, westlichen Stadtteil von Norden. Bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde sie als eigenständige Schule geführt. Während des Kriegs scheint hier auch ein Bunker errichtet worden zu sein.<ref name=":6">[http://www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de/umkreis/Listefrie.html Auflistung von Bunkern] auf ''Luftschutzbunker Wilhelmshaven'', abgerufen am 19. Juni 2022</ref> | Die Sielschule wurde 1893 auf einem Grundstück im Winkel der [[Heringstraße]] und [[Am Alten Siel]] errichtet, das wohl in früheren Jahren Standort einer alten Ziegelei war, die bereits vor 1603 genannt wurde.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 188</ref> Die Schule war zuständig für die Kinder der [[Westerkluft]], einem ehemaligen, westlichen Stadtteil von Norden. Bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde sie als eigenständige Schule geführt. Während des Kriegs scheint hier auch ein Bunker errichtet worden zu sein.<ref name=":6">[http://www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de/umkreis/Listefrie.html Auflistung von Bunkern] auf ''Luftschutzbunker Wilhelmshaven'', abgerufen am 19. Juni 2022</ref> | ||
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Heute beherbergt die alte Sielschule den Norder Ortsverband des [[Kinderschutzbund Norden|Kinderschutzbundes]]. Bis 2018 befand sich zudem im Obergeschoss eine Drogenberatungsstelle.<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/398310/Norden-Alte-Sielschule-wird-ausgebaut Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 22. Juni 2018]</ref> | Heute beherbergt die alte Sielschule den Norder Ortsverband des [[Kinderschutzbund Norden|Kinderschutzbundes]]. Bis 2018 befand sich zudem im Obergeschoss eine Drogenberatungsstelle.<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/398310/Norden-Alte-Sielschule-wird-ausgebaut Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 22. Juni 2018]</ref> | ||
== Ostdeutsche Heimatstube == | ==Ostdeutsche Heimatstube== | ||
1983 gründete sich in Räumlichkeiten der [[Vossenhus|Stadtbibliothek]] die Ostdeutsche Heimatstube, ins Leben gerufen durch Vertriebene und Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, die nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] größtenteils an Polen und die Sowjetunion gefallen waren.<ref name=":0">[https://www.bkge.de/Heimatsammlungen/Verzeichnis/Ueberregional/Heimatstube-Norden.php Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im Östlichen Europa], abgerufen am 22. August 2021</ref><ref name=":1">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 97</ref> Etwa Ende der 1980er Jahre zog der Verein an die [[Schulstraße]] 61.<ref>Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 25</ref> 2000 verlegte man in die Alte Sielschule.<ref name=":0" /> Ziel war es, das wenige Kulturgut, das Krieg sowie Flucht und Vertreibung überdauerte, für die Nachwelt zu erhalten.<ref name=":1" /> | 1983 gründete sich in Räumlichkeiten der [[Vossenhus|Stadtbibliothek]] die Ostdeutsche Heimatstube, ins Leben gerufen durch Vertriebene und Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, die nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] größtenteils an Polen und die Sowjetunion gefallen waren.<ref name=":0">[https://www.bkge.de/Heimatsammlungen/Verzeichnis/Ueberregional/Heimatstube-Norden.php Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im Östlichen Europa], abgerufen am 22. August 2021</ref><ref name=":1">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 97</ref> Etwa Ende der 1980er Jahre zog der Verein an die [[Schulstraße]] 61.<ref>Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 25</ref> 2000 verlegte man in die Alte Sielschule.<ref name=":0" /> Ziel war es, das wenige Kulturgut, das Krieg sowie Flucht und Vertreibung überdauerte, für die Nachwelt zu erhalten.<ref name=":1" /> | ||
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==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
<references /> | <references/> | ||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||
*[[Liste der Schulen im Stadtgebiet]] | *[[Liste der Schulen im Stadtgebiet]] | ||