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Die Überbleibsel der Synagoge wurden nach dem Brand einem Norder Altwarenhändler zur Beseitigung und Wiederverwertung der Überreste übergeben.<ref name=":0" /> Nach dem Krieg wurde der Bereich rund um die Synagoge mit Garagen überbaut und die Brandstiftung durch die Staatsanwaltschaft Aurich untersucht.<ref name=":1" /><ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 166</ref> Der Prozess um die Geschehnisse wurde 1951 im [[Deutsches Haus|Deutschen Haus]] geführt.
Die Überbleibsel der Synagoge wurden nach dem Brand einem Norder Altwarenhändler zur Beseitigung und Wiederverwertung der Überreste übergeben.<ref name=":0" /> Nach dem Krieg wurde der Bereich rund um die Synagoge mit Garagen überbaut und die Brandstiftung durch die Staatsanwaltschaft Aurich untersucht.<ref name=":1" /><ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 166</ref> Der Prozess um die Geschehnisse wurde 1951 im [[Deutsches Haus|Deutschen Haus]] geführt.


Erste Pläne zum Bau einer Gedenkstätte gab es bereits seit März 1947, doch wurden diese aus unerfindlichen Gründen niemals umgesetzt. 1983 erwarb die Stadt das Grundstück der alten Synagoge und ließ die dortigen Garagen bis 1985 abreißen.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 399</ref> Im März 1985 beauftragte die Stadt erste Probebohrungen, um die Ausmaße der alten Synagoge zu bestimmen und das alte Fundament zu finden.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 400</ref> Bereits im September 1985 wurde die Überreste der alten Grundmauer freigelegt. Der [[Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden|Ökumenische Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V.]] gründete sich noch im selben Jahr und bemühte sich um eine zügige Umsetzung des Vorhabens. Die Gedenkstätte, in deren Zentrum ein Gedenkstein für die niedergebrannte Synagoge steht, wurde schließlich während der ''Woche der Begegnung'' (vom 16. bis 21. August 1987) in Anwesenheit ehemaliger Norder Juden und deren Angehörigen am 18. August eingeweiht.<ref name=":1" /><ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 404</ref> Dort, wo heute der Gedenkstein steht, befand sich bis zum Brand der Synagoge der Thoraschrein.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 403</ref>
Erste Pläne zum Bau einer Gedenkstätte gab es bereits seit März 1947, doch wurden diese aus unerfindlichen Gründen niemals umgesetzt. 1983 erwarb die Stadt das Grundstück der alten Synagoge und ließ die dortigen Garagen bis 1985 abreißen.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 399</ref> Im März 1985 beauftragte die Stadt erste Probebohrungen, um die Ausmaße der alten Synagoge zu bestimmen und das alte Fundament zu finden.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 400</ref> Bereits im September 1985 wurde die Überreste der alten Grundmauer freigelegt. Der [[Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden|Ökumenische Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V.]] gründete sich noch im selben Jahr und bemühte sich um eine zügige Umsetzung des Vorhabens. Die Gedenkstätte, in deren Zentrum ein Gedenkstein für die niedergebrannte Synagoge steht, wurde schließlich während der ''Woche der Begegnung'' (vom 16. bis 21. August 1987) in Anwesenheit ehemaliger Norder Juden und deren Angehörigen am 18. August eingeweiht.<ref name=":1" /><ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 404</ref>
[[Datei:Synagogenweg Judenlohne Synagoge 1926 01.jpg|mini|Der Vorstand der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeinde]], aufgenommen im Eingangsbereich der Synagoge (1926).]]
Dort, wo heute der Gedenkstein steht, befand sich bis zum Brand der Synagoge der Thoraschrein.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 403</ref>


Die weiteren Gebäude des ehemaligen [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeindezentrums]], wie die [[Jüdische Schule]] und des [[Vorsängers Haus]] sind weitgehend erhalten. Damit ist das Ensemble einzigartig in Ostfriesland.
Die weiteren Gebäude des ehemaligen [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeindezentrums]], wie die [[Jüdische Schule]] und des [[Vorsängers Haus]] sind weitgehend erhalten. Damit ist das Ensemble einzigartig in Ostfriesland.