Jüdische Schule: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Jüdische Schule''' wurde von der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeinde]] am [[Synagogenweg]] 4 errichtet. Die Ursprünge einer jüdischen Schule reichen jedoch weiter zurück. Es handelte sich um eine Elementarschule, in der die Kinder in den Klassen 1 - 4 unterrichtet wurden. Sie wurde auch ''Israelitische Elementarschule'' genannt.<ref name=":0">[https://www.alemannia-judaica.de/norden_synagoge.htm Norden (Kreis Aurich, Ostfriesland): Jüdische Geschichte / Synagoge] auf Alemannia Judaica, abgerufen am 14. April 2021</ref> Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 12. November 2021</ref> | Die '''Jüdische Schule''' wurde von der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeinde]] am [[Synagogenweg]] 4 errichtet. Die Ursprünge einer jüdischen Schule reichen jedoch weiter zurück. Es handelte sich um eine Elementarschule, in der die Kinder in den Klassen 1 - 4 unterrichtet wurden. Sie wurde auch ''Israelitische Elementarschule'' genannt.<ref name=":0">[https://www.alemannia-judaica.de/norden_synagoge.htm Norden (Kreis Aurich, Ostfriesland): Jüdische Geschichte / Synagoge] auf Alemannia Judaica, abgerufen am 14. April 2021</ref> Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 12. November 2021</ref> | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
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Die jüdische Schule wurde am 1. April 1934 geschlossen, Lehrer Klein zwangsweise in den Ruhestand versetzt.<ref name=":0" /> Die jüdischen Kinder wurden daraufhin in die [[Katholische Schule]] umgeschult, was jedoch auf den Widerstand von Eltern der dortigen Schüler stieß.<ref name=":1">Forster, Hans / Schwickert, Günther (1988): Norden. Eine Kreisstadt unterm Hakenkreuz, Norden, S. 159</ref> Ab Juni 1934 konnte Klein die Jüdische Schule deshalb als eine private jüdische Elementarschule weiterführen.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> 1939 schlug das endgültige Ende der jüdischen Schule. Bedingt durch die nationalsozialistische Verfolgung und insbesondere im Hinblick auf die erlittenen Gräueltaten während der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde der Schulbetrieb eingestellt. Die letzten Juden verließen bis 1940 die Stadt oder wurden deportiert. Ein Jahr später wurde die Gemeinde schließlich auch formell aufgelöst. | Die jüdische Schule wurde am 1. April 1934 geschlossen, Lehrer Klein zwangsweise in den Ruhestand versetzt.<ref name=":0" /> Die jüdischen Kinder wurden daraufhin in die [[Katholische Schule]] umgeschult, was jedoch auf den Widerstand von Eltern der dortigen Schüler stieß.<ref name=":1">Forster, Hans / Schwickert, Günther (1988): Norden. Eine Kreisstadt unterm Hakenkreuz, Norden, S. 159</ref> Ab Juni 1934 konnte Klein die Jüdische Schule deshalb als eine private jüdische Elementarschule weiterführen.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> 1939 schlug das endgültige Ende der jüdischen Schule. Bedingt durch die nationalsozialistische Verfolgung und insbesondere im Hinblick auf die erlittenen Gräueltaten während der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde der Schulbetrieb eingestellt. Die letzten Juden verließen bis 1940 die Stadt oder wurden deportiert. Ein Jahr später wurde die Gemeinde schließlich auch formell aufgelöst. | ||
Anfang 1992 übernahm die Ostfriesische Brandkasse das | 1963 erwarben [[Hillert Hillebrands|Hillert]] und [[Heinrich Hillebrands]] das [[Haus Meyer (Neuer Weg)|Haus Meyer]] am [[Neuer Weg|Neuen Weg]]] 111 mitsamt der damals noch dazugehörigen (ehemaligen) Jüdische Schulen. Das Haus 111 wurde saniert und dabei der untere Teil der Fassade umgestaltet. Nach einigen Jahren verkleinerte Heinrich Hillebrands das Geschäft und zog sich an den Synagogenweg zurück. Der Laden am Neuen Weg wurde an ''Foto Ekkenga'' vermietet. Nach dem Tode Heinrichs wurde das Objekt an die ''Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse'' verkauft.<ref>Angaben des Nachkommen Hillert Hillebrands (E-Mail vom 18. Juli 2022)</ref> | ||
Anfang 1992 übernahm die Ostfriesische Brandkasse auch das ehemalige Schulgebäude und restaurierte es. Dabei wurde großen Wert auf denkmalpflegerische Gesichtspunkte gelegt.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 132</ref> Heute befindet sich hier unter anderem ein Frisörsalon. | |||
==Beschreibung== | ==Beschreibung== | ||
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==Lehrkräfte== | ==Lehrkräfte== | ||
===Erste Lehrerstelle=== | ===Erste Lehrerstelle=== | ||
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