Zum weißen Roß: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das Gebäude fand im Brandversicherungskataster als versichert bereits 1808 Erwähnung. Die | Das Gebäude fand im Brandversicherungskataster als versichert bereits 1808 Erwähnung. Die damalige Anschrift des Gebäudes war ''[[Norderkluft]] 536'', Besitzer ein Georg Mark (oder Marve).<ref>Ostfriesland, Deutschland, Brandversicherungskataster, 1768-1937, Stadt Norden, 1808-1819</ref> | ||
Zwischen 1841 und 1852 erwarben Hinrich Bartrams Schepker und Frau Johanna C. Neemann das Gebäude.<ref>Brand-Catastrum der Stadt Norden pro1841-1852, Stadt Norden, Seite 119</ref> Hinrich Bartrams Schepker war vermutlich ein Sohn des Müller und Zimmermeisters Bartram Schepker, denn Maria Bartram Charlotte Schepker war später nebst Mann als Besitzer verzeichnet. | Zwischen 1841 und 1852 erwarben [[Hinrich Bartrams Schepker]] und Frau [[Johanna Neemann|Johanna C. Neemann]] das Gebäude.<ref>Brand-Catastrum der Stadt Norden pro1841-1852, Stadt Norden, Seite 119</ref> Hinrich Bartrams Schepker war vermutlich ein Sohn des Müller und Zimmermeisters [[Bartram Schepker|Bartram Schepke]]<nowiki/>r, denn [[Maria Bartram Charlotte Schepker]] war später nebst Mann, [[Remmer Roolfs Bruns]], als Besitzer verzeichnet.<ref name=":0" /> | ||
Die beiden hatten das Gebäude zwischen 1852 und 1863 übernommen.<ref name=":0">Brandversicherungs-Kataster der Städte und Flecken der Provinz Ostfriesland für die Jahre 1852-1863, Stadt Norden, Seite 119</ref> Remmer Roolfs Bruns, geb. am 11. Februar 1811 in Hage als erstes von acht Kindern des Postboten Roolf Remmers Bruns zu Hage, betrieb dort mit seiner Frau die Schankwirtschaft ''Zum weißen Roß''. Er war bereits während der Saison ab ca. 1835 im Conversationshaus auf Norderney als königlicher Tafeldecker des Königs Georg VI. von Hannover tätig. Sein erstgeborener Sohn legte den Grundstein der ''Gastronomie-Dynastie'' Bruns auf Norderney. | |||
Nach dem Tod von Remmer Roolfs Bruns im Jahre 1876 in Norden bewirtschaftete seine Witwe Maria Bartram Charlotte die Schankwirtschaft weiter. 1890 ging die Schankwirtschaft an den Schwiegersohn [[Georg Kunkel]] und Frau [[Maria Charlotte Bruns]]. Schließlich wurde die Schankwirtschaft nach dem Tod von Georg Kunkel von seiner Frau bis in die 1920er Jahre betrieben.<ref>Aus der Bruns Chronik von Gerrit Paulick</ref> | |||
Im Dezember 1944 richteten Handel, Gewerbe und Handwerk eine Gemeinschaftsküche für die eigenen Mitarbeiter ein, damit diese zumindest eine grundlegende Speisung erhielten und hierfür nicht den beschwerlichen Heimweg in der kurzen Mittagspause antreten mussten.<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 34</ref> | Im Dezember 1944 richteten Handel, Gewerbe und Handwerk eine Gemeinschaftsküche für die eigenen Mitarbeiter ein, damit diese zumindest eine grundlegende Speisung erhielten und hierfür nicht den beschwerlichen Heimweg in der kurzen Mittagspause antreten mussten.<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 34</ref> Nach 1954 wurde die Gaststätte schließlich abgebrochen. Heute befinden sich dort Parkflächen. | ||
==Trivia== | ==Trivia== | ||