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Die '''Uldingaburg,''' auch ''(Ekeler) Torenhus'' bzw. ''(Ekeler) Torenhues''; zu deutsch: ''Ekeler Turmhaus,'' war ein burgähnliches Gebäude, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Schulstraße]] und [[An der Gartenallee]] befunden hat. Es war Hautgebäude vom ''Gut Ekel'' zu dem auch das heute noch erhaltene, um 1600 erbaute und 1605 erstmals erwähnte [[Ekeler Vorwerk]] gehörte. Dieses war das ''Schatthaus'' (Versorgungshaus) der Burg. Vom Baustil her erinnerte die Uldingaburg an das [[Altes Rathaus |Alte Rathaus]] von Norden.
Die '''Uldingaburg,''' auch ''(Ekeler) Torenhus'' bzw. ''(Ekeler) Torenhues''; zu deutsch: ''Ekeler Turmhaus,'' war ein burgähnliches Gebäude, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Schulstraße]] und [[An der Gartenallee]] befunden hat. Es war Hautgebäude vom ''Gut Ekel'' zu dem auch das heute noch erhaltene, um 1600 erbaute und 1605 erstmals erwähnte [[Ekeler Vorwerk]] gehörte. Dieses war das ''Schatthaus'' (Versorgungshaus) der Burg. Vom Baustil her erinnerte die Uldingaburg an das [[Altes Rathaus |Alte Rathaus]] von Norden.
__TOC__
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==Geschichte==
==Geschichte==
Erbaut wurde die Uldingaburg vermutlich vom damals mächtigen Häuptlingsgeschlecht [[Uldinga]] im 14. Jahrhundert, spätestens jedoch vor 1520. Als Bewohner sind im 16. Jahrhundert [[Bener Uldinga]] mit seiner Frau [[Heba Aldersna]] sowie später ihre gemeinsame Tochter [[Rixte Uldinga]] und schließlich ihr Sohn [[Tjark Benen Loringa]] nachzuweisen.
Erbaut wurde die Uldingaburg vermutlich vom damals mächtigen Häuptlingsgeschlecht [[Uldinga]] im 14. Jahrhundert, spätestens jedoch vor 1520. Als Bewohner sind im 16. Jahrhundert [[Bener Uldinga]] mit seiner Frau [[Heba Aldersna]] sowie später ihre gemeinsame Tochter [[Rixte Uldinga]] und schließlich ihr Sohn [[Tjark Benen Loringa]] nachzuweisen.
[[Datei:Gut Ekel.jpg|mini|Gut Ekel, altes Steinhaus mit Wehrturm, kurz vor dem Abbruch, einzige Bekannte Abbildung]]
[[Datei:Gut Ekel.jpg|mini|Gut Ekel, altes Steinhaus mit Wehrturm, kurz vor dem Abbruch, einzige bekannte Abbildung (vor 1806).]]
Bener Uldinga bestimmte in seinem 1566 aufgesetzten Testament Albrecht von Jemgum und Höfling Eger Houwerda zu Up- und Wolthusen als Erben. Bei Eger Houwerda dürfte es sich also um einen Günstling gehandelt haben, der der Familie lange Jahre Dienste leistete und nach dem Ableben seiner Herren einen Anteil am Erbe erhielt. Die Burg an sich fiel jedoch an Albrecht von Jemgum, dessen Familie mit den Uldingas durch Heirat verbunden war. Es folgen als Eigentümer Herschup Ewo von Jemgum, Herschup Albrecht von Jemgum, Junker Ewo von Jemgum, Mauritz zu Rautenstein, gräflicher Amtmann zu Varel und schließlich [[Arp Wencke]]. Die Besitzer der Burg und Ländreien waren adelig frei, das bedeutet, dass sie Sonderprivilegien hatten und nur bei Freuden- oder Trauerfällen Hof- bzw. Ritterdienste am Hofe des Landesherren in Aurich zu leisten hatten. Dort mussten sie mit vier Pferden erscheinen.
Bener Uldinga bestimmte in seinem 1566 aufgesetzten Testament Albrecht von Jemgum und Höfling Eger Houwerda zu Up- und Wolthusen als Erben. Bei Eger Houwerda dürfte es sich also um einen Günstling gehandelt haben, der der Familie lange Jahre Dienste leistete und nach dem Ableben seiner Herren einen Anteil am Erbe erhielt. Die Burg an sich fiel jedoch an Albrecht von Jemgum, dessen Familie mit den Uldingas durch Heirat verbunden war. Es folgen als Eigentümer Herschup Ewo von Jemgum, Herschup Albrecht von Jemgum, Junker Ewo von Jemgum, Mauritz zu Rautenstein, gräflicher Amtmann zu Varel und schließlich [[Arp Wencke]]. Die Besitzer der Burg und Ländreien waren adelig frei, das bedeutet, dass sie Sonderprivilegien hatten und nur bei Freuden- oder Trauerfällen Hof- bzw. Ritterdienste am Hofe des Landesherren in Aurich zu leisten hatten. Dort mussten sie mit vier Pferden erscheinen.