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'''Osterloog''' | '''Osterloog''' ist eine Ortschaft bzw. [[Hof Osterloog|ein (Doppel-)Gehöft]] in der Gemeinde [[Lintelermarsch]] (heute [[Norddeich]]). Als Pendant kann das etwas weiter westlich gelegene [[Westerloog]] gesehen werden. | ||
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Erstmalig erwähnt wird Osterloog als | [[Datei:Osterloog Sender Sendestelle Norddeich Radio 03 11 2023 02.jpg|mini|Die ehemalige [[Sendestelle Osterloog]] auf einer Aufnahme vom 3. November 2023.]] | ||
Erstmalig erwähnt wird Osterloog als ''Osterloch'' in 1589. Die heutige Schreibweise ist seit 1755 belegt. Der Name bedeutet sinngemäß übersetzt ''Ostdorf'' bzw. ''östliches Dorf'' (Loog = Dorf). | |||
Die Ortschaft Osterloog ist nicht zu verwechseln mit dem [[Osterlooger Grashaus]], einem nahegelegenen Hof.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Lintelermarsch.pdf Beschreibung der Lintelermarsch] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref><ref>Schreiber, Gretje (2009): Die Höfe in der Lintelermarsch, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Nr. 4, S. 16</ref> Vielmehr bezeichnet der Name der Ortschaft auch einen (ehemaligen) Doppelhof, den ''[[Hof Osterloog]]'', zu dem 46 [[Diemat]] Land, die einst im Besitz des [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]] waren, gehörten. | |||
Nördlich von Osterloog befand sich einst die [[Osterlooger Schule]] und noch etwas weiter nördlich eine [[Sender Osterloog|Sendemaststation]] von [[Norddeich Radio]]. Heute befinden sich auf dem ehemaligen Sendemastgelände ökologische Ausgleichsflächen, die nach dem Bau der [[Umgehungsstraße]] angelegt wurden. In den Gebäuden der ehemaligen Sendestation befindet sich heute das [[Waloseum]], eine Ausstellung der [[Seehundstation Norddeich|Seehundstation]] über Wale. | Nördlich von Osterloog befand sich einst die [[Osterlooger Schule]] und noch etwas weiter nördlich eine [[Sender Osterloog|Sendemaststation]] von [[Norddeich Radio]]. Heute befinden sich auf dem ehemaligen Sendemastgelände ökologische Ausgleichsflächen, die nach dem Bau der [[Umgehungsstraße]] angelegt wurden. In den Gebäuden der ehemaligen Sendestation befindet sich heute das [[Waloseum]], eine Ausstellung der [[Seehundstation Norddeich|Seehundstation]] über Wale. | ||
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Laut amtlicher Aufzeichnungen des Königreichs Hannovers, zu dem Ostfriesland einst gehörte, sollen hier im Jahr 1848 insgesamt 24 Personen in drei Häusern gewohnt haben. Dies ergibt eine durchschnittliche Haushaltsgröße von acht Personen.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Der überwiegende Teil der Bewohner war in der Landwirtschaft, der geringere Teil als Deicharbeiter oder in der Wattfischerei beschäftigt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 59</ref> | Laut amtlicher Aufzeichnungen des Königreichs Hannovers, zu dem Ostfriesland einst gehörte, sollen hier im Jahr 1848 insgesamt 24 Personen in drei Häusern gewohnt haben. Dies ergibt eine durchschnittliche Haushaltsgröße von acht Personen.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Der überwiegende Teil der Bewohner war in der Landwirtschaft, der geringere Teil als Deicharbeiter oder in der Wattfischerei beschäftigt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 59</ref> | ||
Am 14. August 1927 gegen 21:30 Uhr konnten die Einwohner Osterloogs das Luftschiff | Am 14. August 1927 gegen 21:30 Uhr konnten die Einwohner Osterloogs das Luftschiff ''Bremen'' beobachten, das aus der Nähe von Berlin nach Amerika unterwegs war.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 64</ref> | ||
Ab dem 3. Oktober 1939 werden mehrere Soldaten der [[Liste der Flakstellungen|Flakbatterie]] beim [[Sender Osterloog]] in den Höfen der Umgebung sowie dem nahen [[Osterlooger Schule|Schulgebäude]] einquartiert.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 65</ref> | Ab dem 3. Oktober 1939 werden mehrere Soldaten der [[Liste der Flakstellungen|Flakbatterie]] beim [[Sender Osterloog]] in den Höfen der Umgebung sowie dem nahen [[Osterlooger Schule|Schulgebäude]] einquartiert.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 65</ref> | ||
Aktuelle Version vom 6. November 2023, 07:29 Uhr
Osterloog | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Kategorie | Orte in Norddeich |
| Stadtteil/-viertel | Norddeich |
| Genaue Lage | Osterlooger Weg
26506 Norden |
Osterloog ist eine Ortschaft bzw. ein (Doppel-)Gehöft in der Gemeinde Lintelermarsch (heute Norddeich). Als Pendant kann das etwas weiter westlich gelegene Westerloog gesehen werden.
Geschichte

Erstmalig erwähnt wird Osterloog als Osterloch in 1589. Die heutige Schreibweise ist seit 1755 belegt. Der Name bedeutet sinngemäß übersetzt Ostdorf bzw. östliches Dorf (Loog = Dorf).
Die Ortschaft Osterloog ist nicht zu verwechseln mit dem Osterlooger Grashaus, einem nahegelegenen Hof.[1][2] Vielmehr bezeichnet der Name der Ortschaft auch einen (ehemaligen) Doppelhof, den Hof Osterloog, zu dem 46 Diemat Land, die einst im Besitz des Klosters Marienthal waren, gehörten.
Nördlich von Osterloog befand sich einst die Osterlooger Schule und noch etwas weiter nördlich eine Sendemaststation von Norddeich Radio. Heute befinden sich auf dem ehemaligen Sendemastgelände ökologische Ausgleichsflächen, die nach dem Bau der Umgehungsstraße angelegt wurden. In den Gebäuden der ehemaligen Sendestation befindet sich heute das Waloseum, eine Ausstellung der Seehundstation über Wale.
Laut amtlicher Aufzeichnungen des Königreichs Hannovers, zu dem Ostfriesland einst gehörte, sollen hier im Jahr 1848 insgesamt 24 Personen in drei Häusern gewohnt haben. Dies ergibt eine durchschnittliche Haushaltsgröße von acht Personen.[3] Der überwiegende Teil der Bewohner war in der Landwirtschaft, der geringere Teil als Deicharbeiter oder in der Wattfischerei beschäftigt.[4]
Am 14. August 1927 gegen 21:30 Uhr konnten die Einwohner Osterloogs das Luftschiff Bremen beobachten, das aus der Nähe von Berlin nach Amerika unterwegs war.[5]
Ab dem 3. Oktober 1939 werden mehrere Soldaten der Flakbatterie beim Sender Osterloog in den Höfen der Umgebung sowie dem nahen Schulgebäude einquartiert.[6]
Einzelnachweise
- ↑ Beschreibung der Lintelermarsch in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
- ↑ Schreiber, Gretje (2009): Die Höfe in der Lintelermarsch, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Nr. 4, S. 16
- ↑ Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848
- ↑ Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 59
- ↑ Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 64
- ↑ Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 65