Silbermühle: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Mahlbetrieb wurde anschließend noch bis 1969 durch einen Dieselmotor weitergefürt, doch dann eingestellt. Ein Jahr später wurde die Mühle an die Eheleute Surburg verkauft, die sie zu einer Diskothek (''Alte Mühle'') umbauten. Später wurde im Erdgeschoss auch ein Restaurant eingerichtet.<ref name=":1" /><ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 29</ref> Da der Kohlen- und Heizölverkauf stagnierte, wurde 1975 ein Gartencenter in den Betrieb der Familie Rühaak integriert. Die Mühle wiss zwischenzeitlich deutliche Alterungserscheinungen auf, die wegen der hohen Kosten jedoch nicht durchgeführt wurden. Sowohl die [[Stadt Norden]] als auch der Landkreis Aurich verweigerten eine finanzielle Unterstützung. Auch die Denkmalschutzbehörde weigerte sich, das historische Bauwerk als Denkmal anzuerkennen, da es nicht mehr entsprechend seiner Bestimmung als Mühle genutzt werden würde.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 17. September 1982</ref> Am 16. September 1982 wurde die baufällige Mühlenkappe schließlich abgebaut. Die Flügelwelle mit Oberkammrad steht heute noch auf dem Betriebsgelände der Firma Haas in der [[Gewerbestraße]].<ref name=":1" /> | Der Mahlbetrieb wurde anschließend noch bis 1969 durch einen Dieselmotor weitergefürt, doch dann eingestellt. Ein Jahr später wurde die Mühle an die Eheleute Surburg verkauft, die sie zu einer Diskothek (''Alte Mühle'') umbauten. Später wurde im Erdgeschoss auch ein Restaurant eingerichtet.<ref name=":1" /><ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 29</ref> Da der Kohlen- und Heizölverkauf stagnierte, wurde 1975 ein Gartencenter in den Betrieb der Familie Rühaak integriert. Die Mühle wiss zwischenzeitlich deutliche Alterungserscheinungen auf, die wegen der hohen Kosten jedoch nicht durchgeführt wurden. Sowohl die [[Stadt Norden]] als auch der Landkreis Aurich verweigerten eine finanzielle Unterstützung. Auch die Denkmalschutzbehörde weigerte sich, das historische Bauwerk als Denkmal anzuerkennen, da es nicht mehr entsprechend seiner Bestimmung als Mühle genutzt werden würde.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 17. September 1982</ref> Am 16. September 1982 wurde die baufällige Mühlenkappe schließlich abgebaut. Die Flügelwelle mit Oberkammrad steht heute noch auf dem Betriebsgelände der Firma Haas in der [[Gewerbestraße]].<ref name=":1" /> | ||
Im Dezember 1987 stellte die Familie Rühaak den Geschäftsbetrieb aus gesundheitlichen Gründen ein. Zudem war der Pachtvertrag mit den Scheepker'schen Erben zwischenzeitlich abgelaufen. Nachfolgend versuchte ein Herr Gassan, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Zum 1. Dezember 1993 wurde die Mühle mit dem gesamten Grundstück an die Firma ''Stahl- und Metallbau Eilers'' in Emden verkauft. Bereits im Folgejahr wurden die alten Gebäude, so etwa das ehemalige Müllerhaus, abgerissen und der ''[[Mühlenpark]]'' errichtet.<ref name=":1" /> | Im Dezember 1987 stellte die Familie Rühaak den Geschäftsbetrieb aus gesundheitlichen Gründen ein. Zudem war der Pachtvertrag mit den Scheepker'schen Erben zwischenzeitlich abgelaufen. Nachfolgend versuchte ein Herr E. Gassan, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Zum 1. Dezember 1993 wurde die Mühle mit dem gesamten Grundstück an die Firma ''Stahl- und Metallbau Eilers'' in Emden verkauft. Bereits im Folgejahr wurden die alten Gebäude, so etwa das ehemalige Müllerhaus, abgerissen und der ''[[Mühlenpark]]'' errichtet.<ref name=":1" /> | ||
Um 1999 wurde das gesamte Gelände an eine Berliner Investorenfirma verkauft.<ref name=":1" /> Wohl auch wegen dieser späteren Nutzung erfuhr die Silbermühle nie eine aufwendige Sanierung, wie die anderen Norder Mühlen und steht seit vielen Jahren leer. Gebäudeteile im Erdgeschoss werden jedoch zu Lagerzwecken vom ''Dänischen Bettenlager'' (seit September 2021: ''JYSK'') genutzt. | Um 1999 wurde das gesamte Gelände an eine Berliner Investorenfirma verkauft.<ref name=":1" /> Wohl auch wegen dieser späteren Nutzung erfuhr die Silbermühle nie eine aufwendige Sanierung, wie die anderen Norder Mühlen und steht seit vielen Jahren leer. Gebäudeteile im Erdgeschoss werden jedoch zu Lagerzwecken vom ''Dänischen Bettenlager'' (seit September 2021: ''JYSK'') genutzt. | ||