Ludgerikirche: Unterschied zwischen den Versionen
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Mit einer Länge von 33 und einer Breite von 26 Metern sowie 21 Meter Scheitelhöhe überragt der Chor den restlichen Baukörper. Durch den Abschluss der Bauarbeiten am Hochchor wurde die Ludgerikirche zur Kreuzkirche. So bezeichnet man Kirchen, die - aus der Vogelperspektive - einem (christlichen) Kreuz gleichen. Der Chor ist mit seinem Umgang (Rundgang) der einzige dreischiffige Sakralbau in Ostfriesland in der Art gotischer Kathedralenarchitektur. Die außeren Wände werden durch 13 Rundpfeiler gestützt und sind mit Spitzbogenarkaden verbunden. Über den Kapitellen der Rundpfeiler setzen die birnstabförmigen Gewölbedienste an, die in die Rippen übergehen und schließlich in Schlusssteinen ausmünden. Das aufstrebende Mittelschiff ist in drei Zonen mit profilierten Spitzbögen gegliedert: Unten Bögen zwischen Hochchor und Umgang, in der Mitte Blendnischen und als Abschluss die Obergadenfenster mit schrägen Laibungen. Sowohl im Querschiff als auch im Chor befinden sich nur Kreuzgewölbe. Dies ist ungewöhnlich, da zu der Bauzeit andernorts häufiger die Netz- und Sterngewölbe verwendet wurden. Der Sockelbereich besteht aus Backstein, der auch für das Maßwerk und die Spitzbogen der Fenster sowie den schlichten Fries unter der Dachtraufe eingesetzt wurde; ansonsten ist für den Chor Tuffstein verwendet worden (original der zum Teil noch erhalten gebliebene dunklere, poröse Römertuff, bei der Restaurierung 1981–1983 der hellere, festere Weiberner Tuff, um einer erneuten baldigen Verwitterung vorzubeugen). Abgetreppte Strebepfeiler zwischen den Fenstern stützen den Umgang. | Mit einer Länge von 33 und einer Breite von 26 Metern sowie 21 Meter Scheitelhöhe überragt der Chor den restlichen Baukörper. Durch den Abschluss der Bauarbeiten am Hochchor wurde die Ludgerikirche zur Kreuzkirche. So bezeichnet man Kirchen, die - aus der Vogelperspektive - einem (christlichen) Kreuz gleichen. Der Chor ist mit seinem Umgang (Rundgang) der einzige dreischiffige Sakralbau in Ostfriesland in der Art gotischer Kathedralenarchitektur. Die außeren Wände werden durch 13 Rundpfeiler gestützt und sind mit Spitzbogenarkaden verbunden. Über den Kapitellen der Rundpfeiler setzen die birnstabförmigen Gewölbedienste an, die in die Rippen übergehen und schließlich in Schlusssteinen ausmünden. Das aufstrebende Mittelschiff ist in drei Zonen mit profilierten Spitzbögen gegliedert: Unten Bögen zwischen Hochchor und Umgang, in der Mitte Blendnischen und als Abschluss die Obergadenfenster mit schrägen Laibungen. Sowohl im Querschiff als auch im Chor befinden sich nur Kreuzgewölbe. Dies ist ungewöhnlich, da zu der Bauzeit andernorts häufiger die Netz- und Sterngewölbe verwendet wurden. Der Sockelbereich besteht aus Backstein, der auch für das Maßwerk und die Spitzbogen der Fenster sowie den schlichten Fries unter der Dachtraufe eingesetzt wurde; ansonsten ist für den Chor Tuffstein verwendet worden (original der zum Teil noch erhalten gebliebene dunklere, poröse Römertuff, bei der Restaurierung 1981–1983 der hellere, festere Weiberner Tuff, um einer erneuten baldigen Verwitterung vorzubeugen). Abgetreppte Strebepfeiler zwischen den Fenstern stützen den Umgang. | ||
[[Datei:Am Markt Ludgerikirche Glockenturm unbekanntes Datum 01.jpg|mini|Der Glockenturm auf einer undatierten Aufnahme (eventuell um 1940).]] | |||
====Glockenturm==== | ====Glockenturm==== | ||