Haus Vienna: Unterschied zwischen den Versionen
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1926 kam das Haus schließlich in den Besitz der namensgebenden Familie Vienna, als es von [[Sieben Vienna]] erworben wurde.<ref name=":3" /> Nach dem Tod der letzten Einwohnerin kaufte der Landkreis Aurich 1994 das Haus, um es vor einem weiteren Verfall oder gar Abriss zu bewahren und stattdessen grundlegend in den darauffolgenden Jahren unter eigener Regie und mit schwieriger Finanzierung durch eigene Haushaltsmittel zu restaurieren. Das Gebäude war umlaufend mit einem Zementputz versehen worden, hatte moderne große Fenster erhalten und in seinen Innenräumen höher gelegte Böden, eingezogene Decken, zusätzliche Schornsteine und absperrende Teerpappen gegen Feuchtigkeit erhalten.<ref name=":1" /> | 1926 kam das Haus schließlich in den Besitz der namensgebenden Familie Vienna, als es von [[Sieben Vienna]] erworben wurde.<ref name=":3" /> Nach dem Tod der letzten Einwohnerin kaufte der Landkreis Aurich 1994 das Haus, um es vor einem weiteren Verfall oder gar Abriss zu bewahren und stattdessen grundlegend in den darauffolgenden Jahren unter eigener Regie und mit schwieriger Finanzierung durch eigene Haushaltsmittel zu restaurieren. Das Gebäude war umlaufend mit einem Zementputz versehen worden, hatte moderne große Fenster erhalten und in seinen Innenräumen höher gelegte Böden, eingezogene Decken, zusätzliche Schornsteine und absperrende Teerpappen gegen Feuchtigkeit erhalten.<ref name=":1" /> | ||
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde der Keller mit Stahlbeton verstärkt bzw. verbunkert und diente als Luftschutzbunker.<ref>[http://www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de/umkreis/Listefrie.html Auflistung von Bunkern] auf ''Luftschutzbunker Wilhelmshaven'', abgerufen am 19. Juni 2022</ref> Von dieser einstigen Verbunkerung ist heute nichts mehr zu erkennen. | |||
Die Restaurierung wurde in den ersten dreieinhalb Jahren ausschließlich von kaum oder gar nicht deutschsprechenden Zuwanderern aus Weißrussland geleistet, die aus verschiedenen Berufssparten kommend, in einer Maßnahme nach dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG) von der [[Kreisvolkshochschule Norden|Kreisvolkshochschule]] betreut und eingesetzt wurden. Der Zuwandererstrom aus den östlichen Ländern ließ 1997 nach, die BSHG-Gruppen wurden kleiner und so musste ab 1998 mit Unterstützung des Arbeitsamtes in mehreren Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen die Restaurierung weitergeführt werden. Baumaßnahmen an der Dachkonstruktion, Klempnerarbeiten, Sandsteinarbeiten, der technische Ausbau, wurden von hiesigen Firmen ausgeführt. Die Bleiverglasung in den halbachsigen Fenstern und den Kreuzstock-Fenstern, typische Merkmale der Renaissance, wurden von einer Künstlerin aus Lettland gefertigt und von ABM-Kräften eingebaut. 2000 wurden die Arbeiten abgeschlossen.<ref name=":1" /> | Die Restaurierung wurde in den ersten dreieinhalb Jahren ausschließlich von kaum oder gar nicht deutschsprechenden Zuwanderern aus Weißrussland geleistet, die aus verschiedenen Berufssparten kommend, in einer Maßnahme nach dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG) von der [[Kreisvolkshochschule Norden|Kreisvolkshochschule]] betreut und eingesetzt wurden. Der Zuwandererstrom aus den östlichen Ländern ließ 1997 nach, die BSHG-Gruppen wurden kleiner und so musste ab 1998 mit Unterstützung des Arbeitsamtes in mehreren Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen die Restaurierung weitergeführt werden. Baumaßnahmen an der Dachkonstruktion, Klempnerarbeiten, Sandsteinarbeiten, der technische Ausbau, wurden von hiesigen Firmen ausgeführt. Die Bleiverglasung in den halbachsigen Fenstern und den Kreuzstock-Fenstern, typische Merkmale der Renaissance, wurden von einer Künstlerin aus Lettland gefertigt und von ABM-Kräften eingebaut. 2000 wurden die Arbeiten abgeschlossen.<ref name=":1" /> | ||