Synagogenweg: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Entwicklung der Straße dürfte in den selben Zeitpunkt fallen wie die der [[Heringstraße]] und des [[Neuer Weg|Neuen Wegs]]. Bevor sie ihren heutigen Namen erhielt, hieß sie ''Judenlohne''. Weitere Namen sind nicht überliefert. Seit etwa 1679 war das Gebiet rund um den Synagogenweg das Zentrum der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeinde]]. Um das hier ansässige Gemeindezentrum von der Öffentlichkeit zu separieren, war der Bereich zum Neuen Weg durch ein zunächst hölzernes, später (ungefähr ab den 1880er Jahren) dann ein schmiedeeisernes Tor getrennt.<ref name=":0">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 63</ref> | Die Entwicklung der Straße dürfte in den selben Zeitpunkt fallen wie die der [[Heringstraße]] und des [[Neuer Weg|Neuen Wegs]]. Bevor sie ihren heutigen Namen erhielt, hieß sie ''Judenlohne''. Weitere Namen sind nicht überliefert. Seit etwa 1679 war das Gebiet rund um den Synagogenweg das Zentrum der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeinde]]. Um das hier ansässige Gemeindezentrum von der Öffentlichkeit zu separieren, war der Bereich zum Neuen Weg durch ein zunächst hölzernes, später (ungefähr ab den 1880er Jahren) dann ein schmiedeeisernes Tor getrennt.<ref name=":0">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 63</ref> | ||
1946 erhielt die ehemalige Judenlohne dann ihren heutigen Namen, wurde jedoch erst ab 1960 ein öffentlicher Weg.<ref name=":0" /><ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 120</ref> Anlässlich der ''Woche der Begegnung'' im Jahre 1987 wurde das Mahnmal auf dem Grund der alten Synagoge eingeweiht. Hierbei waren auch Zeitzeugen der nationalsozialistischen Verfolgung, so etwa der Mäzen [[Heinz Ewald Samson]], anwesend. | Mit Beschluss des [[Stadtrat|Stadtrates]] vom 19. März 1946 erhielt die ehemalige Judenlohne dann ihren heutigen Namen, wurde jedoch erst ab 1960 ein öffentlicher Weg.<ref name=":0" /><ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 120</ref><ref name=":1">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 382</ref> Warum genau die Benennung erfolgte, ist nirgendwo protokolliert worden. Vermutlich wollte man das 12 Jahre lang als Schimpfwort genutzte Wort ''Jude'' aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängen.<ref name=":1" /> | ||
Anlässlich der ''Woche der Begegnung'' im Jahre 1987 wurde das Mahnmal auf dem Grund der alten Synagoge eingeweiht. Hierbei waren auch Zeitzeugen der nationalsozialistischen Verfolgung, so etwa der Mäzen [[Heinz Ewald Samson]], anwesend. | |||
==Gebäude und Plätze== | ==Gebäude und Plätze== | ||