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Beim Bau des Dorfes wurden zwei Kirchen gebaut, eine für die [[Evangelisch-lutherische Kirche Leybuchtpolder|evangelisch-lutherischen Siedler]] und eine für die [[Evangelisch-refomierte Kirche Leybuchtpolder|evangelisch-reformierten]]. Die reformierte Kirche ist mittlerweile aufgrund Mitgliederschwundes geschlossen. Hier befindet sich heute das Dorfgemeinschaftshaus des Ortes, welches auch "Lüttje Kark", also "Kleine Kirche" genannt wird. | |||
==Gesundheit und Soziales== | ==Gesundheit und Soziales== | ||
Das nächstgelegene Krankenhaus befindet sich seit jeher in Norden. | |||
==Wirtschaft und Verkehr== | ==Wirtschaft und Verkehr== | ||
Die praktisch einzigen Erwerbszweige Leybuchtpolders sind die Landwirtschaft und der Fremdenverkehr. 1960 gab es in Leybuchtpolder 104 landwirtschaftliche Betriebe, davon zählte nur einer zu den großen Betrieben, 74 zu den mittelgroßen und 29 zu den kleinen Betrieben. 1961 gab es 19 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, von denen vier Handwerksbetriebe waren, was einer Quote von 21 % entspricht. Die Zahl der Erwerbspersonen belief sich auf 315. Der Anteil der Auspendler und Einpendler lag bei 11 bzw. 20 %. | Die praktisch einzigen Erwerbszweige Leybuchtpolders sind die Landwirtschaft und der Fremdenverkehr. 1960 gab es in Leybuchtpolder 104 landwirtschaftliche Betriebe, davon zählte nur einer zu den großen Betrieben, 74 zu den mittelgroßen und 29 zu den kleinen Betrieben. 1961 gab es 19 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, von denen vier Handwerksbetriebe waren, was einer Quote von 21 % entspricht. Die Zahl der Erwerbspersonen belief sich auf 315. Der Anteil der Auspendler und Einpendler lag bei 11 bzw. 20 %. | ||
== | ==Erwähnenswerte Gebäude== | ||
* [[Denkmal Störtebekerdech|Denkmal zum Bau des ehemaligen Störtebekerdeichs]] | |||
* Dorfgemeinschaftshaus "Lüttje Kark" (ehemals [[Evangelisch-refomierte Kirche Leybuchtpolder]]) | |||
* Dorfteich mit Wasserfontäne | |||
* [[Evangelisch-lutherische Kirche Leybuchtpolder]] | |||
* [[Siedlerdenkmal|Ehrenmal für die ersten Siedler auf dem Marktplatz]] | |||
* Sportplatz | |||
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Version vom 29. Januar 2021, 10:54 Uhr
Leybuchtpolder | |
|---|---|
| Höhe | 1,5 - 2,0 m ü. NN |
| Fläche | 10,523 km² |
| Einwohner | 436 (31.12.2020) |
| Eingemeindung | 1. Juli 1972 |
| Bevölkerungsdichte | 41 Einwohner/km² |
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Leybuchtpolder ist ein Stadtteil von Norden und hat 436 Einwohner (Stand: 31.12.2020), die sich auf einer Fläche von rund 10,52 km² verteilen.
Nordöstlich grenzt Leybuchtpolder an Neuwesteel, südöstlich an Osteel, südwestlich an Greetsiel und nordwestlich an die Nordsee.
Namensherkunft
Namensgebend für den Ort ist der Leybuchtpolder, der den größten Teil der Landfläche des Ortes ausmacht.
Wappen
Das Wappen wird etwa mittig von einem Wellenschnitt geteilt. Oben befindet sich ein blaues Kleeblatt auf goldenem Grund, unten ein goldenes Spatenblatt auf blauem Grund. Die Farben veranschaulichen als Stadtfarben die Zugehörigkeit zur Stadt Norden. Es soll versinnbildlichen, dass der Ort mit weitestgehend einfachsten Mitteln (wie z.B. Spaten) dem Meer abgerungen wurde und nun landwirtschaftlich besiedelt wird. Das Kleeblatt ist ein typisches Symbol der Landwirtschaft.
Bevölkerungsentwicklung
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Geografie
Leybuchtpolder liegt, wie der Name bereits erahnen lässt, direkt an der Leybucht und wurde in einer Höhe von 1,5 bis 2,0 m über Meeresniveau (NN) im Kalkmarschgebiet direkt an der Nordseeküste als Streusiedlung gegründet. Bis zum Beginn der Einpolderung lag der Ort vollständig unter Wasser. Der größte Teil des Ortsgebietes wurde zwischen 1947 - 1950 eingepoldert.
Geschichte
Mittelalter
Über die frühe Geschichte des Ortes bzw. der Umgebung liegen keine Daten mehr vor. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Gebiet relativ früh besiedelt war. Nach mehreren verheerenden Sturmfluten des 14. Jahrhunderts, insbesondere der Ersten Dionysiusflut, brachen an vielen Stellen in Ostfriesland die Deiche und die Leybucht erreichte ihre größte Ausdehnung. Sie erreichte eine Fläche von gut 129 km² und dehnte sich von Greetsiel im Westen bis Marienhafe im Osten bzw. dem Rand der Stadt Norden bis nach Canhusen (Gemeinde Hinte) im Süden aus. Allein durch die Erste Dionysiusflut gingen etwa 20.000 Hektar Land verloren.
Neuzeit
In den nächsten Jahrhunderten wurden sukzessive Landgewinnungsmaßnahmen vorgenommen, deren Abschluss die Eindeichung des Leybuchtpolders bildete. Durch den Bau des Störtebekerdeiches, wurde die Küstenlinie in ihrem heutigen Verlauf begradigt und das neue Land vor dem Meer geschützt.
Nach Abschluss der 1947 begonnenen Eindeichung im Jahr 1950 wurde 1952 mit der Besiedlung des neu gewonnenen Landes begonnen. Hierbei wurden zu gleichen Anteilen Einheimische und Vertriebene aus dem ehemaligen deutschen Ostgebieten bei der Verteilung berücksichtigt. Bevorzugt wurden dabei die Deicharbeiter, unabhängig ihrer Herkunft, die mit ihrer Arbeit die Besiedlung des Ortes erst möglich gemacht haben.
Vergeben wurden 53 landwirtschaftliche Betriebe im Umfang von 10 bis 16 Hektar, 21 Betriebe in der Größenordnung von 7 bis 10 Hektar sowie 28 Arbeiter- und Handwerkerstellen, deren Grundstücke einen Hektar umfassten. Als Zuwegung und Verbindungen wurden etwa zwölf Kilometer Straßen angelegt, von denen viele noch in ihrer ursprünglichen, plattenartigen Bauweise existieren.
Offiziell gegründet wurde die Gemeinde Leybuchtpolder schließlich am 1. Juli 1954. Wesentliche Teile des Ortes bestanden aus neu eingedeichtem Land, jedoch wurden auch Teile benachbarter Gemeinde in das Gebiet integriert. Hierbei wurden die Grenzen neu gezogen und vorwiegend alte Deichlinien und Flüsse bzw. Entwässerungsgräben als Grenzen herangezogen. Zu diesem Zeitpunkt gab es Pläne, den weitere Eindeichungen vorzunehmen. Die Überlegungen gingen dahin, sogar die gesamte Leybucht dem Meer abzuringen. Aus Naturschutzgründen wurde davon nichts mehr umgesetzt, da die Leybucht seit jeher ein Vogelrastgebiet von internationaler Bedeutung ist. Lediglich kleinere Arbeiten, wie den Bau des Leysiels wurden vorgenommen.
Ab 1965 war Leybuchtpolder Hauptort und Gliedgemeinde der Samtgemeinde Leybucht. Ein Jahr zuvor, am 6. Juni 1964, wurde der Sportverein Leybuchtpolder gegründet.
Am 1. Juli 1972 verlor die (Samt-)Gemeinde ihre Eigenständigkeit jedoch wieder und wurde im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform nach Norden eingemeindet wurde.
Verwaltung
Seit dem Verlust der Eigenständigkeit steht Leybuchtpolder ein Ortsvorsteher vor, der den Ort und seine Interessen gegenüber dem Rat und der Verwaltung der Stadt vertritt. Als eigenständige Gemeinde standen ein Bürgermeister und ein Gemeindedirektor an der Spitze der Verwaltung.
Bildung
Der Ort verfügt über eine Grundschule, deren Arbeiten 1955 beendet wurden. Der Besuch weiterführender Schulen ist in Norden möglich.
Religion
Beim Bau des Dorfes wurden zwei Kirchen gebaut, eine für die evangelisch-lutherischen Siedler und eine für die evangelisch-reformierten. Die reformierte Kirche ist mittlerweile aufgrund Mitgliederschwundes geschlossen. Hier befindet sich heute das Dorfgemeinschaftshaus des Ortes, welches auch "Lüttje Kark", also "Kleine Kirche" genannt wird.
Gesundheit und Soziales
Das nächstgelegene Krankenhaus befindet sich seit jeher in Norden.
Wirtschaft und Verkehr
Die praktisch einzigen Erwerbszweige Leybuchtpolders sind die Landwirtschaft und der Fremdenverkehr. 1960 gab es in Leybuchtpolder 104 landwirtschaftliche Betriebe, davon zählte nur einer zu den großen Betrieben, 74 zu den mittelgroßen und 29 zu den kleinen Betrieben. 1961 gab es 19 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, von denen vier Handwerksbetriebe waren, was einer Quote von 21 % entspricht. Die Zahl der Erwerbspersonen belief sich auf 315. Der Anteil der Auspendler und Einpendler lag bei 11 bzw. 20 %.
Erwähnenswerte Gebäude
- Denkmal zum Bau des ehemaligen Störtebekerdeichs
- Dorfgemeinschaftshaus "Lüttje Kark" (ehemals Evangelisch-refomierte Kirche Leybuchtpolder)
- Dorfteich mit Wasserfontäne
- Evangelisch-lutherische Kirche Leybuchtpolder
- Ehrenmal für die ersten Siedler auf dem Marktplatz
- Sportplatz
Quellenverzeichnis
- Beschreibung von Leybuchtpolder in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
- Norden.de: Einwohnerzahl nach Ortsteilen
- Norden.de: Ortsteile der Stadt Norden

