Ziegelei (Vierzig Diemat): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Für das 19. Jahrhundert wird eine jährliche Produtkion von 275.000 Mauersteine, 58.000 Dachpannen und 2.000 Floren (Fußbodenplatten) genannt. Der Torf zum Brennen wurde aus [[Norderfehn]] (heute Berumerfehn) geliefert. Das Hauptgebäude wurde 1912/13 abgebrochen. Als letzter Eigentümer wird die Familie Bos genannt. Aufgrund des Namens ist es wahrscheinlich, dass diese - wie auch Elter - aus den Niederlanden nach Norden kamen.
Für das 19. Jahrhundert wird eine jährliche Produtkion von 275.000 Mauersteine, 58.000 Dachpannen und 2.000 Floren (Fußbodenplatten) genannt. Der Torf zum Brennen wurde aus [[Norderfehn]] (heute Berumerfehn) geliefert. Das Hauptgebäude wurde 1912/13 abgebrochen. Als letzter Eigentümer wird die Familie Bos genannt. Aufgrund des Namens ist es wahrscheinlich, dass diese - wie auch Elter - aus den Niederlanden nach Norden kamen.
Ostfriesland war bis in die 1960er Jahre ein "Ziegeleiland" mit unzähligen kleinen und großen Ziegeleien. Der marschtypische Kleiboden war vermischt mit Rohsand Ausgangsmaterial für die Herstellung von Ziegelsteinen, weshalb sich das Gebiet hervorragend dafür eignete.


==Quellenverzeichnis==
==Quellenverzeichnis==

Version vom 22. Januar 2021, 01:58 Uhr

Ziegelei

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Basisdaten
Kategorie Gebäude in Vierzig Diemat
Stadtteil/-viertel Vierzig Diemat
Genaue Lage Am Norder Tief 50

26506 Norden

Auf dem Gelände des heutigen Klärwerks bzw. städtischen Bauhofs stand einst die Ziegelei im heutigen Vierzig Diemat, die hier im Jahr 1775 vom Kaufmann Christian David Elter aus Amsterdam, einem gebürtigen Leeraner, errichtet wurde. Das Gebiet gehörte damals noch zu Westermarsch I. Elter errichtete auch etwas weiter östlich eine Zuckerraffinerie, ging jedoch 1778 bankrott und floh aus Norden. Die Ziegelei wurde daraufhin zum Weiterbetrieb weiterverkauft.

Für das 19. Jahrhundert wird eine jährliche Produtkion von 275.000 Mauersteine, 58.000 Dachpannen und 2.000 Floren (Fußbodenplatten) genannt. Der Torf zum Brennen wurde aus Norderfehn (heute Berumerfehn) geliefert. Das Hauptgebäude wurde 1912/13 abgebrochen. Als letzter Eigentümer wird die Familie Bos genannt. Aufgrund des Namens ist es wahrscheinlich, dass diese - wie auch Elter - aus den Niederlanden nach Norden kamen.

Ostfriesland war bis in die 1960er Jahre ein "Ziegeleiland" mit unzähligen kleinen und großen Ziegeleien. Der marschtypische Kleiboden war vermischt mit Rohsand Ausgangsmaterial für die Herstellung von Ziegelsteinen, weshalb sich das Gebiet hervorragend dafür eignete.

Quellenverzeichnis

  • Beschreibung von Westermarsch I in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
  • Schreiber, Gretje (2010): Historische Ortsdatenbank Ostfriesland, Westermarsch I, Manuskript
  • Uphoff, Rolf (1992): Das "Zuckerpolder-Projekt", in: Heim und Herd 24. Dezember 1992, Beilage "Ostfriesischer Kurier" Nr. 12, S. 46ff.

Siehe auch