Jüdischer Friedhof: Unterschied zwischen den Versionen
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Nach 1945 wurden mehrfach Restaurationen vorgenommen. So wurden vom 30. Oktober bis 10. November 1945 rund 280 ehemalige [[NSDAP Ortsgruppe Norden|NSDAP-Mitglieder]] von der britischen Militärregierung dazu verpflichtet, den jüdischen Friedhof unter Aufsicht des Friedhofswärters [[Johann Weege]] wieder herzurichten.<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 91</ref><ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 94f.</ref> Auch war es die Militärregierung, die den Friedhof - wie auch alle anderen, im ehemals jüdischen Gemeindebesitz befindlichen Vermögenswerte - eine Sperre legte und das Vermögen schließlich der ''Jewish Trust Corporation'' in London übertrug. Diese überschrieb die Besitzrechte mit Schenkungsurkunde vom 13. Juli 1959 auf den Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen e.V. mit Sitz in Hannover. Von diesem Verein wird der Friedhof bis heute verwaltet.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 95</ref> | Nach 1945 wurden mehrfach Restaurationen vorgenommen. So wurden vom 30. Oktober bis 10. November 1945 rund 280 ehemalige [[NSDAP Ortsgruppe Norden|NSDAP-Mitglieder]] von der britischen Militärregierung dazu verpflichtet, den jüdischen Friedhof unter Aufsicht des Friedhofswärters [[Johann Weege]] wieder herzurichten.<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 91</ref><ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 94f.</ref> Auch war es die Militärregierung, die den Friedhof - wie auch alle anderen, im ehemals jüdischen Gemeindebesitz befindlichen Vermögenswerte - eine Sperre legte und das Vermögen schließlich der ''Jewish Trust Corporation'' in London übertrug. Diese überschrieb die Besitzrechte mit Schenkungsurkunde vom 13. Juli 1959 auf den Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen e.V. mit Sitz in Hannover. Von diesem Verein wird der Friedhof bis heute verwaltet.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 95</ref> | ||
1977 wurde der Friedhof durch das Reichsarchiv Groningen (Niederlande) schriftlich und fotografisch dokumentiert. Dabei wurde auch die Inschrift aller (sichtbaren) Grabsteine übersetzt.<ref>[https://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/NIEDERSA/PROJEKTE/liste-f.htm#Norden Zentralarchiv der jüdischen Friedhöfe], abgerufen am 30. April 2022</ref> | |||
In den Jahren 1951, 1952, 1957 und 1978 folgten weitere, umfangreiche Restaurationen am Friedhof. In letztgenanntem Jahr sowie 1981 wurde der Friedhof geschändet. 1993 wurden zahlreiche ältere Grabsteine mithilfe einer großzügigen Spende von von [[Heinz Ewald Samson]] restauriert.<ref name=":1" /> Vorangegangen waren umfangreiche Freilegungen versunkener Gräber durch Schüler der [[Berufsbildende Schule|Berufsbildenden Schule]] im Jahre 1986.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 85</ref> | |||
== Grabstätten == | == Grabstätten == | ||