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Noch bis mindestens in die 1920er Jahre war der Zugang zum jüdischen Friedhof durch ein hölzernes Tor nebst Zäunen beschränkt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 99</ref> Es ist anzunehmen, dass der Zaun über die Folgejahre verrottete und entfernt wurde. Da die jüdische Gemeinde seit 1941 nicht mehr existierte, wurde der Zaun wohl auch nie erneuert. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und der Reichspogromnacht wurde der Friedhof dann auch nicht mehr als solcher benutzt und verkam durch die Vernachlässigung sowie durch Schändungen.
Noch bis mindestens in die 1920er Jahre war der Zugang zum jüdischen Friedhof durch ein hölzernes Tor nebst Zäunen beschränkt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 99</ref> Es ist anzunehmen, dass der Zaun über die Folgejahre verrottete und entfernt wurde. Da die jüdische Gemeinde seit 1941 nicht mehr existierte, wurde der Zaun wohl auch nie erneuert. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und der Reichspogromnacht wurde der Friedhof dann auch nicht mehr als solcher benutzt und verkam durch die Vernachlässigung sowie durch Schändungen.


Nach 1945 wurden mehrfach Restaurationen vorgenommen. So wurden im November 1945 rund 280 ehemalige [[NSDAP Ortsgruppe Norden|NSDAP-Mitglieder]] von der britischen Militärregierung dazu verpflichtet, den jüdischen Friedhof unter Aufsicht des Friedhofswärters [[Johann Weege]] wieder herzurichten.<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 91</ref> Weitere Restaurationen folgten in den Jahren 1951, 1952, 1957 und 1978. In letztgenanntem Jahr sowie 1981 wurde der Friedhof geschändet. 1993 wurden ältere Grabsteine mithilfe einer großzügigen Spende von von [[Heinz Ewald Samson]] restauriert.<ref name=":1" />
Nach 1945 wurden mehrfach Restaurationen vorgenommen. So wurden im November 1945 rund 280 ehemalige [[NSDAP Ortsgruppe Norden|NSDAP-Mitglieder]] von der britischen Militärregierung dazu verpflichtet, den jüdischen Friedhof unter Aufsicht des Friedhofswärters [[Johann Weege]] wieder herzurichten.<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 91</ref> Weitere Restaurationen folgten in den Jahren 1951, 1952, 1957 und 1978. In letztgenanntem Jahr sowie 1981 wurde der Friedhof geschändet. 1993 wurden ältere Grabsteine mithilfe einer großzügigen Spende von von [[Heinz Ewald Samson]] restauriert.<ref name=":1" /> Vorangegangen waren umfangreiche Freilegungen versunkener Gräber durch Schüler der [[Berufsbildende Schule|Berufsbildenden Schule]] im Jahre 1986.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 85</ref>


Insgesamt sind auf dem 5.783 Quadratmeter großen Areal heute noch 318 Grabsteine erhalten, von denen der älteste aus dem Jahre 1659 und der jüngste aus dem Jahr 1938 stammt. Seit 1990 erinnert ein Sammelgrabstein an neun Personen, die zwischen 1938 und 1940 beigesetzt wurden. Für diese konnten damals aufgrund der damaligen Situation keine eigenen Grabsteine gefertigt werden.<ref name=":0" />
Insgesamt sind auf dem 5.783 Quadratmeter großen Areal heute noch 318 Grabsteine erhalten, von denen der älteste aus dem Jahre 1659 und der jüngste aus dem Jahr 1938 stammt. Seit 1990 erinnert ein Sammelgrabstein an neun Personen, die zwischen 1938 und 1940 beigesetzt wurden. Für diese konnten damals aufgrund der damaligen Situation keine eigenen Grabsteine gefertigt werden.<ref name=":0" /> Der letzte, mit einer Inschrift versehene Grabstein ist jener des [[Aron Cossen]], welcher am 8. Februar 1938 verstarb.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 92</ref>


Am 21. Juni 2005 wurde ein Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten Männer, Frauen und Kinder der ehemaligen Synagogengemeinde Norden aufgestellt und eingeweiht. Gemäß jüdischem Brauch werden hier auch von ''Nicht-Juden'' Steine abgelegt. Das Mahnmal wurde vor allem auf Initiative des [[Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden|Ökumenischen Arbeitskreises Synagogenweg]] errichtet, die sich bereits für die Gedenkstätte auf dem Grundstück der ehemaligen Synagoge eingesetzt hatte.<ref name=":1" />
Am 21. Juni 2005 wurde ein Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten Männer, Frauen und Kinder der ehemaligen Synagogengemeinde Norden aufgestellt und eingeweiht. Gemäß jüdischem Brauch werden hier auch von ''Nicht-Juden'' Steine abgelegt. Das Mahnmal wurde vor allem auf Initiative des [[Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden|Ökumenischen Arbeitskreises Synagogenweg]] errichtet, die sich bereits für die Gedenkstätte auf dem Grundstück der ehemaligen Synagoge eingesetzt hatte.<ref name=":1" />