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26506 Norden
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Die '''Ortsgruppe der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei''' (kurz: NSDAP) wurde 1923 gegründet.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2000): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 45</ref> Spätestens ab Oktober 1926 war sie offiziell als Partei zugelassen.<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 16</ref>
Die '''Ortsgruppe der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei''' (kurz: NSDAP) wurde 1923 gegründet.


==Einzelnachweise==
== Geschichte ==
<references/>
 
=== Vorgeschichte ===
Die ''Deutsche Arbeiterpartei'' (kurz: DAP) wurde im Januar 1918 in München gegründet und war anfangs nur eine von unzähligen, unbedeutenden Kleinstparteien. Nach der deutschen Niederlage im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und der Novemberrevolution bekämpfte die DAP die noch junge Demokratie der Weimarer Republik. Eines der Ziele der Partei war die Abschaffung des Pluralismus zugunsten eines Machthabers, der als ''starker Mann'' die Geschicke des Landes weitgestehend allein bzw. autoritär bestimmen sollte.
 
Im September 1919 trat Adolf Hitler der Partei bei, im Frühjahr 1920 gab sich die Partei den bekannten Zusatz und trat nun als ''Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei'' auf. Sie wurde nach dem ersten Putschversuch 1923 verboten und Hitler für sechs Monate inhaftiert.
 
Am 27. Februar 1925 wurde die Partei neu gegründet, hatte nun jedoch Schwierigkeiten, sich im politischen Leben zu etablieren, da die Weimarer Republik in einer wirtschaftlichen Blüte stand, die auch als ''Goldene Zwanziger'' bekannt wurden. Erst die schwere Wirtschaftskrise 1929 brachte neuen Nährboden für das extremistische Gedankengut der NSDAP und anderen Feinden der Demokratie. Nur noch etwa ein Drittel aller Erwerbstätigkeiten war vollbeschäftigt, annähernd die Hälfte arbeitslos und der Rest in Kurzarbeit. Die NSDAP gewann fortwährend Mitglieder und wurde derart bedeutend, dass Reichspräsident Hindenburg den Parteivorsitzenden, Adolf Hitler, am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannte.
 
=== Gründungsgeschichte ===
Bereits im April 1923 gründete sich in Norden eine Ortsgruppe der NSDAP, erlangte jedoch in der kurzen Zeit bis zu ihrem reichsweiten Verbot kaum politische Bedeutung. Dennoch wies sie mit 30 Mitgliedern eine nicht unerhebliche Größe auf.
 
Nach dem Verbot der Partei gründeten sich ihre Anhänger unter Führung des Stahlhelmführers [[Peter Heuer|Dr. Peter Heuer]] einen ''Völkischen Block'', der sich als Ortsgruppe der ''Deutsch-Völkischen Freiheitspartei'' anschloss. Diese Partei errang bei der Reichstagswahl am 4. Mai 1924 in der [[Stadt Norden]] 1.177 Stimmen und wurde damit zu stärksten Kraft im Ort. Im Oktober 1926 erfolgte dann die formelle Neugründung und Wiederzulassung als politische Partei. In dieser Zeit wurde auch die Sturmabteilung (SA) der Norder Gruppe gegründet, die 1928 zum ersten Mal in ihrer typischen Uniform als Saalschutz in Erscheinung trat.
 
Kurz vor der Landtagswahl am 24. April 1932 wurden die nationalsozialistischen Kampfverbände SA und SS verboten, die [[Polizei Norden|Norder Polizei]] besetzte das damalige SA-Heim im ''[[Felsenkeller]]'' am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] (Hindenburgstraße). Doch bereits kurz vor der Reichstagswahl am 31. Juli 1932 fiel das Verbot wieder.
 
Nach der Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1933 zog ein Fackelzug begeisterter Anhänger durch Norden, ein Handwerksbursche rief: "''Hitler verrecke!"'' und wurde deshalb unmittelbar verhaftet. Dem Fackelzug folgte eine Kundgebung auf dem [[Marktplatz]], wo der damalige Ortsgruppenleiter Waehnbeck eine kurze Rede hielt. Zum Abschluss folgte ein Festakt im ''Sturmlokal'' der Nationalsozialisten, dem [[Gasthof Zur Börse]].
 
== Literatur ==
 
* Forster, Hans / Schwickert, Günther (1988): Norden. Eine Kreisstadt unterm Hakenkreuz, Norden


==Siehe auch==
==Siehe auch==