Berumerfehnkanal: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Transportkähne wurden in der Regel von zwei oder mehr Arbeitern gezogen, die links und rechts des Kanals oder hintereinander liefen. Die Wege nannte man auch ''Treckpadd'' (Zug- bzw. Ziehweg) oder ''Treidelpfad''. Ein weiterer Arbeiter lenkte den Kanal, meistens nur mit einem langen Stock, den er auf den Kanalgrund steckte. ''Treckpadd'' ist bis heute der Name des Wanderwegs neben der [[Bundesstraße]] bei [[Nadörst]]. Manchmal, aber wegen der Armut der Arbeiter eher selten, wurden die Kähne auch von Pferden oder anderen Lastentieren gezogen. | Die Transportkähne wurden in der Regel von zwei oder mehr Arbeitern gezogen, die links und rechts des Kanals oder hintereinander liefen. Die Wege nannte man auch ''Treckpadd'' (Zug- bzw. Ziehweg) oder ''Treidelpfad''. Ein weiterer Arbeiter lenkte den Kanal, meistens nur mit einem langen Stock, den er auf den Kanalgrund steckte. ''Treckpadd'' ist bis heute der Name des Wanderwegs neben der [[Bundesstraße]] bei [[Nadörst]]. Manchmal, aber wegen der Armut der Arbeiter eher selten, wurden die Kähne auch von Pferden oder anderen Lastentieren gezogen. | ||
Im September 1818 stellte die Fehngesellschaft einen kleinen Graben fertig, der entlang der heutigen [[Raiffeisenstraße]] führte und den Fehnkanal über das [[Addinggaster Siel]] in das [[Norder Tief]] entwässern ließ.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 239</ref> | Im September 1818 stellte die Fehngesellschaft einen kleinen Graben fertig, der entlang der heutigen [[Raiffeisenstraße]] führte und den Fehnkanal über das [[Addinggaster Siel]] in das [[Norder Tief]] entwässern ließ.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 239</ref> Hintergrund waren anhalten Beschwerden der [[Sielacht|Norder Sielacht]] über den deutlich gewachsenen Wasserzuflusses, den das [[Zweites Siel|Hafensiel]] nun zu tragen hatte.<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 34</ref> | ||
Mit dem Bau der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] wurde der Schiffsverkehr zu bestimmten Zeiten durch die Eisenbahnbrücke über den Kanal nahe der [[Ölmühle]] eingeschränkt.''<ref name=":0">[http://runne.net/rudolf.folkerts/bahnstrecke_norden.html Daten zur Eisenbahnverbindung nach Norden / Norddeich und Sande], abgerufen am 1. Juni 2021</ref>'' Gänzlich zum Erliegen kam der Torftransport über den Fehnkanal allerdings erst 1947.<ref>Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 41</ref> Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde immer weniger Torf als Brennmaterial ersetzt, da Kohle, die über bessere Brenneigenschaften verfügte, immer leichter und günstiger verfügbar wurde. | Mit dem Bau der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] wurde der Schiffsverkehr zu bestimmten Zeiten durch die Eisenbahnbrücke über den Kanal nahe der [[Ölmühle]] eingeschränkt.''<ref name=":0">[http://runne.net/rudolf.folkerts/bahnstrecke_norden.html Daten zur Eisenbahnverbindung nach Norden / Norddeich und Sande], abgerufen am 1. Juni 2021</ref>'' Gänzlich zum Erliegen kam der Torftransport über den Fehnkanal allerdings erst 1947.<ref>Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 41</ref> Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde immer weniger Torf als Brennmaterial ersetzt, da Kohle, die über bessere Brenneigenschaften verfügte, immer leichter und günstiger verfügbar wurde. | ||