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Die '''Kalkmühle''' in [[Süderneuland II]] verarbeitete Muschelschalen zu Muschelschrot für Fütterkalk (Geflügelfutter) und Düngemittel.<ref>Lüders Karl / Luck Günter (1976), Kleines Küstenlexikon, Hildesheim, S. 129f.</ref> Sie wurde 1893 zwischen der [[Bahnhofstraße]] und dem [[Verschönerungsweg]] errichtet.<ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 89</ref> In der Zeit um 1930 war [[Karl Siemsen]] Eigentümer der Kalkmühle.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 8</ref> Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde der Betrieb aufgegeben.<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamensammlung?state=item:56880 Schreiber, Gretje (2017): Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 56880</ref> Das Gebäude wurde nach 1972 abgebrochen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 273</ref> An die alte Mühle erinnert heute noch die Bezeichnung [[Kalkmühlenschloot]] für einen nahegelegenen Entwässerungsgraben.
Die '''Kalkmühle''' (auch: ''Muschelkalkwerk'') in [[Süderneuland II]] verarbeitete Muschelschalen zu Muschelschrot für Futterkalk (Geflügelfutter) und Düngemittel.<ref>Lüders Karl / Luck Günter (1976), Kleines Küstenlexikon, Hildesheim, S. 129f.</ref> Sie wurde 1893 zwischen der [[Bahnhofstraße]] und dem [[Verschönerungsweg]] errichtet.<ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 89</ref><ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 246</ref> In der Zeit um 1930 war [[Karl Siemsen]] Eigentümer der Kalkmühle.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 8</ref> Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde der Betrieb aufgegeben.<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamensammlung?state=item:56880 Schreiber, Gretje (2017): Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 56880</ref> Das Gebäude wurde nach 1972 abgebrochen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 273</ref> An die alte Mühle erinnert heute noch die Bezeichnung [[Kalkmühlenschloot]] für einen nahegelegenen Entwässerungsgraben.


Im gesamten, heutigen Stadtgebiet gab es seinerzeit mehrere sogenannte [[Kalkwarf|Kalkwarfen]], auf denen sich weitere Kalkmühlen befanden. Ihre Standorte sind jedoch nicht immer gewiss, doch hat es sie in jedem Fall schon Jahrhunderte vor der Süderneulander Kalkmühle gegeben. Möglicherweise hatte die hier 1893 errichtete auch einen älteren Vorgänger. So ist in den alten Gebührenordnungen des Hafens zu lesen, dass die Fuhrleute, die Muscheln vom [[Norder Hafen|Hafen]] zur Süderneulander Kalkmühle transportierten einen sehr guten Lohn erhielten.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 144</ref>
Im gesamten, heutigen Stadtgebiet gab es seinerzeit mehrere sogenannte [[Kalkwarf|Kalkwarfen]], auf denen sich weitere Kalkmühlen befanden. Ihre Standorte sind jedoch nicht immer gewiss, doch hat es sie in jedem Fall schon Jahrhunderte vor der Süderneulander Kalkmühle gegeben. Möglicherweise hatte die hier 1893 errichtete auch einen älteren Vorgänger. So ist in den alten Gebührenordnungen des Hafens zu lesen, dass die Fuhrleute, die Muscheln vom [[Norder Hafen|Hafen]] zur Süderneulander Kalkmühle transportierten einen sehr guten Lohn erhielten.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 144</ref>