Vossenhus: Unterschied zwischen den Versionen
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Am 24. April 1855 kommt im Gasthof der ''Ausschuß für den Eisenbahnbau'' zusammen, der sich für den Anschluss der Stadt an das Eisenbahnnetz einsetzte.<ref>[http://runne.net/rudolf.folkerts/bahnstrecke_norden.html Daten zur Eisenbahnverbindung nach Norden / Norddeich und Sande], abgerufen am 1. Juni 2021</ref> Hierzu kam es jedoch erst gut 30 Jahre später. | Am 24. April 1855 kommt im Gasthof der ''Ausschuß für den Eisenbahnbau'' zusammen, der sich für den Anschluss der Stadt an das Eisenbahnnetz einsetzte.<ref>[http://runne.net/rudolf.folkerts/bahnstrecke_norden.html Daten zur Eisenbahnverbindung nach Norden / Norddeich und Sande], abgerufen am 1. Juni 2021</ref> Hierzu kam es jedoch erst gut 30 Jahre später. | ||
Im Jahre 1870 verkaufte die Familie Voss das Anwesen an [[Carl Garbe]], der es 1875 wiederum an den Konditormeister [[Thomas Jodokus Heddinga]] weiterveräußert und stattdessen den [[Hotel Reichshof|Reichshof]] | Im Jahre 1870 verkaufte die Familie Voss das Anwesen an [[Carl Garbe]], der es 1875 wiederum an den Konditormeister [[Thomas Jodokus Heddinga]] weiterveräußert und stattdessen den [[Hotel Reichshof|Reichshof]] übernahm.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 128</ref> Heddinga erweiterte sein Geschäft zunächst um eine kleinere Abteilung zur Bonbon-, Schokoladen- und Marzipanherstellung. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung wurde diese Abteilung bald erheblich ausgebaut und man begann mit einer umfangreichen Schokoladenproduktion, das Unternehmen war bekannt als ''[[Schokoladenmanufaktur Heddinga]]'' und wurde 1891 durch Ankauf eines Packhauses nach Süden hin erweitert. Dieses war ursprünglich im Besitz der Tabakmanufaktur [[Steinbömer & Lubinus]], wurde 1884 von [[Doornkaat]] zu Getreidelagerzwecken erworben und 1891 schließlich an Heddinga weiter veräußert''.''<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 60f.</ref> Unter Heddingas Sohn und dessen Onkel erreichte das Unternehmen seine Blütezeit. In der Saison, zu Weihnachten und zu Ostern, arbeiten hier rund 130 Männer, Frauen und Kinder. Die Erzeugnisse waren nicht nur in Norden, sondern auch in Ostfriesland und darüber hinaus bekannt. Das Unternehmen existierte bis 1934.<ref name=":1" /> | ||
Anschließend wurde das Gebäude bis 1972 Sitz des Landhandels [[Mennenga & Poppinga|''Mennenga & Poppinga'']], das seinen Sitz nachfolgend in das neue Gewerbegebiet [[Am Norder Tief]] verlagerte. Zu dieser Zeit war das Vossenhus derart heruntergekommen, dass ihm im Jahre 1974 im Zuge der [[Altstadtsanierung]] der Abriss drohte. Nur der Initiative engagierter Bürger ist es zu verdanken, dass das Haus gerettet werden konnte. Sie führten wichtige Maßnahmen zur Sicherung des Gebäudes durch, wobei das Packhaus allerdings planiert wurde. Die Stadtverwaltung ließ das Vossenhus schließlich von 1980 bis Dezember 1982 durch das Architekturbüro von Oppeln aus dem benachbarten Berum zur Stadtbibliothek umbauen, die dort seit 1983 ihren Sitz hat.<ref name=":0" /> | Anschließend wurde das Gebäude bis 1972 Sitz des Landhandels [[Mennenga & Poppinga|''Mennenga & Poppinga'']], das seinen Sitz nachfolgend in das neue Gewerbegebiet [[Am Norder Tief]] verlagerte. Zu dieser Zeit war das Vossenhus derart heruntergekommen, dass ihm im Jahre 1974 im Zuge der [[Altstadtsanierung]] der Abriss drohte. Nur der Initiative engagierter Bürger ist es zu verdanken, dass das Haus gerettet werden konnte. Sie führten wichtige Maßnahmen zur Sicherung des Gebäudes durch, wobei das Packhaus allerdings planiert wurde. Die Stadtverwaltung ließ das Vossenhus schließlich von 1980 bis Dezember 1982 durch das Architekturbüro von Oppeln aus dem benachbarten Berum zur Stadtbibliothek umbauen, die dort seit 1983 ihren Sitz hat.<ref name=":0" /> | ||