Gesundheitsamt: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Schon seit dem 1. Januar 1890 gab es ein ''Städtische Untersuchungsamt für Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände,'' das Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände auf Unverträglichkeiten und Gefahren labortechnisch untersuchte. Den Vorstand hatte der Apotheker [[Paul Stroomann]], Besitzer der [[Schwanen-Apotheke]], inne. Die Aufsicht über diese Behörde oblag dem [[Magistrat|Norder Magistrat]] und hatte ihren Sitz in der | === Entstehung des Gesundheitsamtes === | ||
Schon seit dem 1. Januar 1890 gab es ein ''Städtische Untersuchungsamt für Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände,'' das Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände auf Unverträglichkeiten und Gefahren labortechnisch untersuchte. Den Vorstand hatte der Apotheker [[Paul Stroomann]], Besitzer der [[Schwanen-Apotheke]], inne. Die Aufsicht über diese Behörde oblag dem [[Magistrat|Norder Magistrat]] und hatte ihren Sitz in der Stroomann'schen Apotheke. Sie hatte jährlich mindestens 20 Proben zu untersuchen, die ihnen von der [[Polizei Norden|Polizei]] übergeben wurden.<ref>Verzeichnis über ''Die Anstalten zur technischen Untersuchung von Nahrungs- und Genußmitteln'', S. 125ff.</ref> | |||
Später wurde der Sitz des Gesundheitsamtes in den rückwärtigen Bereich des 1975 abgebrochenen [[Kreis-Altersheim|Kreis-Altersheims]] verlegt, das sich [[Am Zingel]] auf dem früheren [[Kloster Marienthal|Klostergelände]], befand.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 97</ref> | Später wurde der Sitz des Gesundheitsamtes in den rückwärtigen Bereich des 1975 abgebrochenen [[Kreis-Altersheim|Kreis-Altersheims]] verlegt, das sich [[Am Zingel]] auf dem früheren [[Kloster Marienthal|Klostergelände]], befand.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 97</ref> Danach wurde der Sitz an die [[Jahnstraße]] 1 (heute Sitz des [[Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz|Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]]) verlegt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 91</ref> Das Gebäude dort wurde von der [[Stadt Norden]] errichtet, die die Lage in unmittelbarer Nähe zum [[Krankenhaus Norden|damaligen Krankenhaus]] als förderlich erachteten. | ||
Mitte der 1990er Jahre erfolgte der Umzug in das 1964 erbaute Doornkaat'sche Verwaltungsgebäude am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] 35-37. | |||
=== Geschichte des Gebäudes am Neuen Weg === | |||
Das große Hauptgebäude am Neuen Weg 36 und 37 wurde bereits 1964 von der Firma [[Doornkaat]] erbaut und ersetzte als solches das unmittelbar rechts angrenzende ehemalige Gebäude [[Neuer Weg 38-39]].<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 51</ref> Es diente der Brennerei bis zu ihrem Niedergang im Jahre 1992 als Verwaltungssitz. Der linke Gebäudeteil bzw. Anbau (Neuer Weg 35, Baujahr: 1973) wurde nach dem Einzug des Gesundheitsamtes für gewerbliche Zwecke (Einzelhandel) freigegeben und umgebaut. 2001 bis 2002 wurde zum Neuen Weg hin ein Aufzug angebaut.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 26</ref> | |||
Am Standort des heutigen Gebäudes 36 und 37 befanden sich früher stattliche Bürgerhäuser, die einst im Besitz der Familien Uken (36) sowie Fridag (37) waren. In der Nummer 36 wohnte bis zu ihrem Tod im Jahre 1936 [[Marie ten Doornkaat Koolman]], Witwe von [[Jan ten Doornkaat Koolman (1850)|Jan ten Doornkaat Koolman III.]], der 1913 starb. Davor gehörte das Gebäude dem Kaufmann und Auktionator [[Uke Wilts Uken]]. Beim Abriss und Neubau des Gebäudes im Jahre 1964 eine Vielzahl an alten Dokumenten und Schriftstücken gefunden, darunter Rechnungen aus den 1770er Jahren.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 52</ref> | |||
1799 gehörte | |||
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