Westlintel: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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== Geografie==
== Geografie==
Lintel liegt nördlich von Norden und gilt im Allgemeinen als gutbürgerliches Viertel. Die Gegend wird geprägt von Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäuser oder gar Wohnblocks finden sich nur selten.
Westlintel liegt im Nordwesten der Kernstadt und steht in seinem Ruf dem von [[Ostlintel]] nach. Ist Ostlintel eher (gut-)bürgerlich geprägt, weist Westlintel viele Mehrfamilienhäuser, Sozialbauten und Wohnblocks auf. Besonders die Straßen [[Warfenweg]], [[Funkweg]], [[Martensdorf]] und [[Koppelstraße]] gelten als sozialer Brennpunkt.


Geografisch lässt sich Ostlintel grob in etwa wie folgt umgrenzen: Im Osten durch die [[Bundesstraße]], im Süden durch die [[Ekeler Gaste]], im Westen durch die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] und die [[Norddeicher Straße]] und nördlich durch die [[Parkstraße]], [[Bundesstraße]] und die [[Ostermarscher Straße]].
Geografisch lässt sich Westlintel grob in etwa wie folgt umgrenzen: Im Osten durch die [[Norddeicher Straße]], im Süden durch die [[Im Spiet]], im Westen durch die [[Lange Riege]] und im Norden durch den [[Westlinteler Weg]].


==Geschichte==
==Geschichte==
Die Bauernschaft Lintel gehörte zu den zuerst besiedelten Gebieten auf der Norder Geestinsel. Herren von Ostlintel wurden schon bald die [[Idzinga]], die als einflussreiche Häuptlingsfamilie am [[Ulmenweg]] die [[Idzingaburg]] mitsamt Nebengebäuden wie dem [[Haus Barenbusch]] errichteten.
Die Bauernschaft Lintel gehörte zu den zuerst besiedelten Gebieten auf der Norder Geestinsel. Herren von Westlintel wurden schon bald die [[Aldersna]], die als einflussreiche Häuptlingsfamilie an der Ecke [[Parkstraße]] und [[Norddeicher Straße]] eine Burg, die [[Aldersnaburg]] errichteten. Zur Burg bzw. zum Gut gehörten umfangreiche Ländereien. Um das Gut herum entwickelte sich eine kleine Siedlung, deren Bewohner vorrangig aus Arbeitern (Gesinde) bestand, die beim oder für das Gut arbeiteten.


Zwischen der [[Parkstraße]] und der [[Kastanienallee]] entstand ein großer Hof mit umfangreichen Ländereien, der wohl das Vorwerk (vgl. [[Ekeler Vorwerk]] der Idzingaburg gewesen ist. Heute ist von diesem Bauernhof nichts erhalten, als "Gut Lintel" wird seit Anfang des 19. Jahrhunderts eine schlossartige Stadtvilla genannt, die auf den einstigen Ländereien errichtet wurde.
Mit dem Wachsen der Siedlung stieg auch die Zahl anderer Betriebe. Das zu Westlintel gehörende Ackerland war der [[Escher]], der Wiesenbesitz die [[Wildbahn]]. 1919 wird die Sandbauernschaft mit Norden vereinigt.
 
Um das Gut herum entwickelte sich eine kleine Siedlung, deren Bewohner vorrangig aus Arbeitern (Gesinde) bestand, die beim oder für das Gut arbeiteten. Mit dem Wachsen der Siedlung stieg auch die Zahl anderer Betriebe.


Der einst dichte Lindewald wurde im Laufe der Jahre gerodet. Erhalten geblieben sind nur wenige, vereinzelte Bäume.
Der einst dichte Lindewald wurde im Laufe der Jahre gerodet. Erhalten geblieben sind nur wenige, vereinzelte Bäume.


==Erwähnenswerte Gebäude==
==Erwähnenswerte Gebäude==
===Erhaltene Gebäude===
===Abgebrochene Gebäude===
===Abgebrochene Gebäude===
 
Die im 13. Jahrhundert erbaute [[Aldersnaburg]] wurde schon 1353 während Kämpfen mit verfeindeten Adelsfamilien beschädigt und letztlich geschliffen. Ein Wiederaufbau fand nicht statt. Heute steht dort ein Haus, die Warft, auf der die Burg stand, ist noch gut zu erkennen.


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
* Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
* Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
* Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript


==Siehe auch==
==Siehe auch==

Version vom 18. Januar 2021, 10:59 Uhr

Westlintel

Basisdaten
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Administrativer Stadtteil Norden
Ungefähre Lage nordwestlich des Stadtgebiets

Westlintel ist ein Stadtviertel von Norden und damit Bestandteil des eigentlichen Stadtgebiets. Der Name geht zurück auf das Gut Lintel, eine Wehranlage bzw. adeliges Gut, dessen Name sich wiederum auf den hier einst dichten Lindenwald (niederdeutsch: "Lintelboomen") bezieht.

Historisch war Lintel bis zur Eingemeindung nach Norden im Jahr 1919 Teil der Norder Umlandgemeinde Sandbauerschaft, einem Zusammenschluss verstreuter Kleinstsiedlungen, die sich um die Wehrhäuser der Stadt bildeten und diese ringförmig umschlossen.

Obgleich Lintel im Allgemeinen und Ostlintel im Speziellen als geografische Bezeichnung und im täglichen Sprachgebrauch der Norder eine bedeutende Rolle spielt, war es nie ein fest definiertes Viertel, sondern hat nur vage Grenzen. Konzentrierten sich die Häuser zu Beginn nur um das oben genannte Gut, wuchs die Siedlung im Laufe der Jahre mit der Kernstadt zusammen.

Geografie

Westlintel liegt im Nordwesten der Kernstadt und steht in seinem Ruf dem von Ostlintel nach. Ist Ostlintel eher (gut-)bürgerlich geprägt, weist Westlintel viele Mehrfamilienhäuser, Sozialbauten und Wohnblocks auf. Besonders die Straßen Warfenweg, Funkweg, Martensdorf und Koppelstraße gelten als sozialer Brennpunkt.

Geografisch lässt sich Westlintel grob in etwa wie folgt umgrenzen: Im Osten durch die Norddeicher Straße, im Süden durch die Im Spiet, im Westen durch die Lange Riege und im Norden durch den Westlinteler Weg.

Geschichte

Die Bauernschaft Lintel gehörte zu den zuerst besiedelten Gebieten auf der Norder Geestinsel. Herren von Westlintel wurden schon bald die Aldersna, die als einflussreiche Häuptlingsfamilie an der Ecke Parkstraße und Norddeicher Straße eine Burg, die Aldersnaburg errichteten. Zur Burg bzw. zum Gut gehörten umfangreiche Ländereien. Um das Gut herum entwickelte sich eine kleine Siedlung, deren Bewohner vorrangig aus Arbeitern (Gesinde) bestand, die beim oder für das Gut arbeiteten.

Mit dem Wachsen der Siedlung stieg auch die Zahl anderer Betriebe. Das zu Westlintel gehörende Ackerland war der Escher, der Wiesenbesitz die Wildbahn. 1919 wird die Sandbauernschaft mit Norden vereinigt.

Der einst dichte Lindewald wurde im Laufe der Jahre gerodet. Erhalten geblieben sind nur wenige, vereinzelte Bäume.

Erwähnenswerte Gebäude

Abgebrochene Gebäude

Die im 13. Jahrhundert erbaute Aldersnaburg wurde schon 1353 während Kämpfen mit verfeindeten Adelsfamilien beschädigt und letztlich geschliffen. Ein Wiederaufbau fand nicht statt. Heute steht dort ein Haus, die Warft, auf der die Burg stand, ist noch gut zu erkennen.

Einzelnachweise

  • Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  • Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript

Siehe auch