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Nach der Übernahme durch die Schule wurde die Mühle verpachtet, der Erlös kam der Schule lange Zeit zugute.<ref name=":0" /> Durch diese Maßnahme wird die Linteler Mühle, im Gegensatz zu den anderen Kornmühlen der Stadt, die ab dem 17. Jahrhundert dem Grafenhaus unmittelbar gehörten, eine Privatmühle.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3161 und Rep. 6, Nr. 454</ref> 1720 wurde die Mühle an die Eheleute [[Cirk Janssen]] und [[Bauke Lübben]] verkauft. Die mit dem Kauf übernommenen Mühlenlasten (Steuern und sonstige Abgaben) von jährlich 29 Gulden und 9 Stübern ließ man dem [[Gasthaus]] zukommen.<ref name=":0" />
Nach der Übernahme durch die Schule wurde die Mühle verpachtet, der Erlös kam der Schule lange Zeit zugute.<ref name=":0" /> Durch diese Maßnahme wird die Linteler Mühle, im Gegensatz zu den anderen Kornmühlen der Stadt, die ab dem 17. Jahrhundert dem Grafenhaus unmittelbar gehörten, eine Privatmühle.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3161 und Rep. 6, Nr. 454</ref> 1720 wurde die Mühle an die Eheleute [[Cirk Janssen]] und [[Bauke Lübben]] verkauft. Die mit dem Kauf übernommenen Mühlenlasten (Steuern und sonstige Abgaben) von jährlich 29 Gulden und 9 Stübern ließ man dem [[Gasthaus]] zukommen.<ref name=":0" />


1724 wird ein [[Arend Schwitters]] als Müller genannt.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 147</ref> In der Zeit um 1746 tritt ein [[Abraham Huberts]] als Müller in Lintel in Erscheinung, der sich drei Esel in der Nähe der Mühle hielt und so wohl zur Entstehung des Straßennamens [[Eselspfad]] beigetragen hat.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3399</ref>
1724 wird ein [[Arend Schwitters]] als Müller genannt.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 147</ref> In der Zeit um 1746 tritt ein [[Abraham Huberts]] als Müller in Lintel in Erscheinung, der sich drei Esel in der Nähe der Mühle hielt und so wohl zur Entstehung des Straßennamens [[Eselspfad]] beigetragen hat.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3399</ref> Um 1856 wird ein Müller namens genannt F. Warntjen genannt.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 36</ref>


Nach dem Brand der Ständermühle am 8. September 1908, ausgelöst durch heftige Winde, durch die die Mühle heiß lief, wurde sie 1910 von [[Ubbo Johann Schipper]] als Holländerwindmühle mit Windrose und Jalousie wieder aufgebaut.<ref name=":1" /> Zuvor soll ein [[Eberhard ter Haserborg]], Sohn eines Müllers aus dem Raum Weener, Besitzer der Mülle gewesen sein.<ref>ter Haserborg, Jan Luiken (2020): Erinnerungen, Göttingen, S. 20</ref> Die Höhe des neuen Mauerwerkes betrug nun von der untersten Türschwelle bis zur Oberkante Galerie 9,90 Meter und die Länge der Mühlenflügel 22 Meter.<ref>StAA, Dep. 71, Nr. 51</ref> Schipper ließ die Mühle für 18.135 Mark versichern.<ref>[https://www.emdermuehlenverein.de/muehlenbrandsozietaet/muehlenbrandsocietaet_1917.pdf Eintrag im Verzeichnis der Mühlenbrandsozietät], abgerufen am 30. September 2021</ref>
Nach dem Brand der Ständermühle am 8. September 1908, ausgelöst durch heftige Winde, durch die die Mühle heiß lief, wurde sie 1910 von [[Ubbo Johann Schipper]] als Holländerwindmühle mit Windrose und Jalousie wieder aufgebaut.<ref name=":1" /> Zuvor soll ein [[Eberhard ter Haserborg]], Sohn eines Müllers aus dem Raum Weener, Besitzer der Mülle gewesen sein.<ref>ter Haserborg, Jan Luiken (2020): Erinnerungen, Göttingen, S. 20</ref> Die Höhe des neuen Mauerwerkes betrug nun von der untersten Türschwelle bis zur Oberkante Galerie 9,90 Meter und die Länge der Mühlenflügel 22 Meter.<ref>StAA, Dep. 71, Nr. 51</ref> Schipper ließ die Mühle für 18.135 Mark versichern.<ref>[https://www.emdermuehlenverein.de/muehlenbrandsozietaet/muehlenbrandsocietaet_1917.pdf Eintrag im Verzeichnis der Mühlenbrandsozietät], abgerufen am 30. September 2021</ref>