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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Nachdem die [[Stadt Norden]] ab 1838 erstmals eine [[Straßenbeleuchtung]] erhielt und Gas durch die zunehmend industrialisierte Förderung immer erschwinglicher wurde, beabsichtigte man auch, die bis dahin noch mit Petroleum und von Hand entzündeten Straßenlaternen mit dem wesentlich kostengünstigeren und zeitgemäßeren Gas zu befeuern. Platz bot sich in der Nähe des erst wenige Jahre zuvor für den Bau des [[Schlachthof|Schlachthofs]] erworbenen Fläche am südlichen [[Burggraben]], nahe des [[Norder Hafen|Norder Hafens]].
Nachdem die [[Stadt Norden]] ab 1838 erstmals eine [[Straßenbeleuchtung]] erhielt und Gas durch die zunehmend industrialisierte Förderung immer erschwinglicher wurde, beabsichtigte man auch, die bis dahin noch mit Petroleum und von Hand entzündeten Straßenlaternen mit dem wesentlich kostengünstigeren und zeitgemäßeren Gas zu befeuern. Platz bot sich in der Nähe des erst wenige Jahre zuvor für den Bau des [[Schlachthof|Schlachthofs]] erworbenen Fläche am südlichen [[Burggraben]], nahe des [[Norder Hafen|Norder Hafens]].<ref name=":3">Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 54</ref>


Nach kurzem Bau erfolgte die Inbetriebnahme des Gaswerks am 5. Dezember 1896. Am selben Abend konnten bereits 80 der rund 120 [[Straßenbeleuchtung|Straßenlaternen]] durch die Gaszulieferung erleuchten. Wenige Tage später waren bereits 340 Norder Häuser an das Gasnetz angeschlossen.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 294</ref> Betrieben wurde das Werk von den [[Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden|Norder Stadtwerken]], die hier bis zum Umzug in das [[Krankenhaus Norden|alte Krankenhaus]] im Jahre 1966 auch einen Nebensitz hatten. Bereits 1907 wurde das Werk um einen Anbau erweitert, da der Abnehmerkreis immer umfangreicher wurde.<ref name=":0" />
Nach kurzem Bau erfolgte die Inbetriebnahme des Gaswerks am 5. Dezember 1896. Am selben Abend konnten bereits 80 der rund 120 [[Straßenbeleuchtung|Straßenlaternen]] durch die Gaszulieferung erleuchten. Wenige Tage später waren bereits 340 Norder Häuser an das Gasnetz angeschlossen.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 294</ref> Betrieben wurde das Werk von den [[Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden|Norder Stadtwerken]], die hier bis zum Umzug in das [[Krankenhaus Norden|alte Krankenhaus]] im Jahre 1966 auch einen Nebensitz hatten. Bereits 1907 wurde das Werk um einen Anbau erweitert, da der Abnehmerkreis immer umfangreicher wurde.<ref name=":0" /> Ab 1914 stellte man die Straßenbeleuchtung dann nach und nach auf Elektrizität um.<ref name=":3" />


Das verwendete Gas wurde zunächst durch Vergasungsprozesse aus Kohle gewonnen. Zum 17. November 1961 stellte man die Gasproduktion auf ''Spaltgas'' um.<ref name=":1">Stadtwerke Norden (2021): Zeitreise in Text und Bild. 125 Jahre Stadtwerke Norden, Norden, S. 9</ref><ref name=":2" /> Hierbei diente Methan als wesentliches Grundelement. Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau einer Entgiftungsanlage begonnen, um die Giftigkeit des Gases zu unterbinden. Sie wurde wenig später fertiggestellt.<ref name=":2">Stadt Norden (1963): Kanalisation und Kläranlage der Stadt Norden, Norden, S. 51</ref> Zu diesem Zeitpunkt war das bundesweit zweite Gaswerk, das mit dieser modernen Technologie arbeitete.<ref name=":1" />
Das verwendete Gas wurde zunächst durch Vergasungsprozesse aus Kohle gewonnen. Zum 17. November 1961 stellte man die Gasproduktion auf ''Spaltgas'' um.<ref name=":1">Stadtwerke Norden (2021): Zeitreise in Text und Bild. 125 Jahre Stadtwerke Norden, Norden, S. 9</ref><ref name=":2" /> Hierbei diente Methan als wesentliches Grundelement. Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau einer Entgiftungsanlage begonnen, um die Giftigkeit des Gases zu unterbinden. Sie wurde wenig später fertiggestellt.<ref name=":2">Stadt Norden (1963): Kanalisation und Kläranlage der Stadt Norden, Norden, S. 51</ref> Zu diesem Zeitpunkt war das bundesweit zweite Gaswerk, das mit dieser modernen Technologie arbeitete.<ref name=":1" />