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Das '''Haus de Löwe''' wurde 1909 erbaut war bis 1938 Sitz eines Textilwarengeschäftes.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 7</ref><ref name=":0" /> Die Eigentümer, die [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdische]] Familie de Löwe (auch: ''de Loewe''), wurde 1938 von den Nationalsozialisten enteignet. Daraufhin wurde das Gebäude von den Gebrüdern Hinrichs erworben. Während Karl kurze Zeit später nach Emden verzog, erwarb [[Heike Hinrichs]] in den 1950er Jahren noch das Haus am [[Neuer Weg 70|Neuen Weg 70]].<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 172</ref> 1967 wurde das Haus de Löwe modernisiert und das Erdgeschoss mit einer Schaufensteranlage ausgestattet.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 35</ref>
Das '''Haus de Löwe''' ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am [[Neuer Weg]] 66. Es wurde wurde 1909 erbaut war in der Anfangszeit Sitz eines Textilwarengeschäftes.


Ursprünglich gegründet wurde das Textilgeschäft von [[Salomon Levy de Löwe]].<ref>Ökumenischer Arbeitskreis (2021): Kleiner Rundgang durch Norden, Norden, S. 15</ref> Erbaut haben das Haus jedoch seine Söhne [[Levi Louis de Löwe]] und [[Jacob de Löwe]]. Vielfach wird Salomon als Erbauer angegeben, doch war dieser 1909 schon längst verstorben.
== Geschichte ==
Ursprünglich gegründet wurde das Textilgeschäft von [[Salomon Levy de Löwe]].<ref>Ökumenischer Arbeitskreis (2021): Kleiner Rundgang durch Norden, Norden, S. 15</ref><ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 7</ref> Erbaut haben das bis heute bestehende Haus jedoch seine Söhne [[Levi Louis de Löwe]] und [[Jacob de Löwe]].<ref name=":0" /> Vielfach wird Salomon - auch ''Samuel'' genannt - als Erbauer angegeben, doch war dieser 1909 schon längst verstorben.


An die Familie de Loewe erinnert noch heute fünf Stolpersteine vor dem Haus. Auch finden sich am Giebel noch die Initialien ''dL''. Wegen seiner historischen Bedeutung steht es unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref>
Die Familie de Löwe (auch: ''de Loewe''), wurde 1938 - wie alle [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Familien]] - von den Nationalsozialisten enteignet. Daraufhin wurde das Gebäude von Karl und [[Heike Hinrichs]] (und vermutlich einem weiteren Bruder) erworben. Während Karl kurze Zeit später nach Emden verzog, erwarb Heike in den 1950er Jahren noch das Haus am [[Neuer Weg 70|Neuen Weg 70]].<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 172</ref> 1967 wurde das Haus de Löwe modernisiert und das Erdgeschoss mit einer Schaufensteranlage ausgestattet.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 35</ref> An die Familie de Loewe erinnern noch heute fünf Stolpersteine vor dem Haus. Auch finden sich am Giebel noch die Initialien ''dL''. Wegen seiner historischen Bedeutung steht es unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref>


Am frühen Abend des 17. März 2022 kam es zu einem Brand im Röstofen der ''Norder Kaffeemanufaktur''. Durch beherztes Eingreifen der Mitarbeiter sowie der [[Feuerwehr Norden|Norder Feuerwehr]] konnte ein größerer Schaden an dem historisch wertvollen Gebäude verhindert werden.
Am frühen Abend des 17. März 2022 kam es zu einem Brand im Röstofen der ''Norder Kaffeemanufaktur''. Durch beherztes Eingreifen der Mitarbeiter sowie der [[Feuerwehr Norden|Norder Feuerwehr]] konnte ein größerer Schaden an dem historisch wertvollen Gebäude verhindert werden.