Müntinga'sche Mühle: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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==Geschichte==
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Die Mühle wurde 1805 im Auftrag des Großkaufmanns [[Albert Eden Alberts]] errichtet und kam 1856 in den Besitz der namensgebenden Familie Müntinga.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 156</ref><ref name=":2">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 64</ref> 1914 wurde sie von [[Ludwig Johann Ahten]] erworben, der zuvor schon die [[Frisiamühle]] erworben hatte.<ref name=":2" /><ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 154</ref>
Die Mühle wurde 1805 im Auftrag des Großkaufmanns [[Albert Eden Alberts]] errichtet, der ein Jahr zuvor die Erlaubnis zum Bau und Betrieb einer solchen Mühle gegen eine jährliche Zahlung von 280 Talern erhalten hatte.<ref name=":3">Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 199</ref><ref name=":1" /> Die Kosten für den Bau, der vom Mühlenbaumeister [[Bartram Schepker]] ausgeführt wurde, beliefen sich auf 1.400 Taler sowie sechs silberne Esslöffel. Wegen ihrer stattlichen Höhe nannte der Volksmund die Mühle schon bald ''Hohe Mühle''.<ref name=":3" />


Letzter Besitzer der funktionsfähigen Mühle war [[Gerhard Müntinga]].<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 263</ref> Weil sich nämlich der Betrieb nicht mehr lohnte, wurden die Flügel demontiert und 1919 an [[Arend Dreesen]] und seinem [[Heyko Dreesen|Bruder Heyko]] verkauft. Die beiden betrieben in dem Mühlenstumpf bis 1925 eine Lebensmittelgroßhandlung.<ref name=":2" />
1856 kam sie in den Besitz der namensgebenden Familie Müntinga.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 156</ref><ref name=":2">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 64</ref> 1914 wurde sie von [[Ludwig Johann Ahten]] erworben, der zuvor schon die [[Frisiamühle]] erworben hatte.<ref name=":2" /><ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 154</ref> Zu dieser Zeit war die ''Hohe Mühle'' offenbar schon nicht mehr funktionsfähig, denn als letzter Besitzer der funktionsfähigen Mühle wird [[Gerhard Müntinga]] genannt.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 263</ref> Weil sich nämlich der Betrieb seinerzeit nicht mehr lohnte, wurden die Flügel demontiert und 1919 an [[Arend Dreesen]] und seinem [[Heyko Dreesen|Bruder Heyko]] verkauft. Die beiden betrieben in dem Mühlenstumpf bis 1925 eine Lebensmittelgroßhandlung.<ref name=":2" />


1929 wurde westlich der Mühle, direkt am [[Neuer Weg|Neuen Weg]], die erste Norder Filiale der [[Oldenburgische Landesbank|Oldenburgischen Landesbank]] errichtet, in die 1934 die [[Raiffeisenbank-Volksbank Norden|Raiffeisenbank-Volksbank]] zog.<ref name=":0" /> Das ehemalige Wohnhaus der Mühle wurde in den Baukomplex mit einbezogen.<ref name=":1" /> Das zur Mühle gehörende Packhaus wurde schließlich Mitte der 1960er Jahre abgebrochen.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0272570.jpg)</ref> Der noch bis 1972 bestehende Mühlenstumpf musste im genannten Jahr der Erweiterung der Bank-Parkflächen weichen.<ref name=":1" /><ref name=":2" />
1929 wurde westlich der Mühle, direkt am [[Neuer Weg|Neuen Weg]], die erste Norder Filiale der [[Oldenburgische Landesbank|Oldenburgischen Landesbank]] errichtet, in die 1934 die [[Raiffeisenbank-Volksbank Norden|Raiffeisenbank-Volksbank]] zog.<ref name=":0" /> Das ehemalige Wohnhaus der Mühle wurde in den Baukomplex mit einbezogen.<ref name=":1" /> Das zur Mühle gehörende Packhaus wurde schließlich Mitte der 1960er Jahre abgebrochen.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0272570.jpg)</ref> Der noch bis 1972 bestehende Mühlenstumpf musste im genannten Jahr der Erweiterung der zur Bank gehörenden Parkflächen weichen.<ref name=":1" /><ref name=":2" />


== Galerie ==
== Galerie ==

Version vom 10. April 2022, 12:52 Uhr

Müntinga'sche Mühle

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Basisdaten
Entstehungszeit 1805
Erbauer Albert Eden Alberts
Bauweise Galerieholländer
Erhaltungszustand 1972 abgebrochen
Genaue Lage Neuer Weg 17

26506 Norden

Die Müntinga'sche Mühle (auch: Hohe Mühle) war eine Windmühle in der Innenstadt von Norden, die sich zwischen dem Neuer Weg 17 und der Große Hinterlohne (gegenüber von Schienfatt) befand.

Geschichte

Die Mühle wurde 1805 im Auftrag des Großkaufmanns Albert Eden Alberts errichtet, der ein Jahr zuvor die Erlaubnis zum Bau und Betrieb einer solchen Mühle gegen eine jährliche Zahlung von 280 Talern erhalten hatte.[1][2] Die Kosten für den Bau, der vom Mühlenbaumeister Bartram Schepker ausgeführt wurde, beliefen sich auf 1.400 Taler sowie sechs silberne Esslöffel. Wegen ihrer stattlichen Höhe nannte der Volksmund die Mühle schon bald Hohe Mühle.[1]

1856 kam sie in den Besitz der namensgebenden Familie Müntinga.[2][3] 1914 wurde sie von Ludwig Johann Ahten erworben, der zuvor schon die Frisiamühle erworben hatte.[3][4] Zu dieser Zeit war die Hohe Mühle offenbar schon nicht mehr funktionsfähig, denn als letzter Besitzer der funktionsfähigen Mühle wird Gerhard Müntinga genannt.[5] Weil sich nämlich der Betrieb seinerzeit nicht mehr lohnte, wurden die Flügel demontiert und 1919 an Arend Dreesen und seinem Bruder Heyko verkauft. Die beiden betrieben in dem Mühlenstumpf bis 1925 eine Lebensmittelgroßhandlung.[3]

1929 wurde westlich der Mühle, direkt am Neuen Weg, die erste Norder Filiale der Oldenburgischen Landesbank errichtet, in die 1934 die Raiffeisenbank-Volksbank zog.[5] Das ehemalige Wohnhaus der Mühle wurde in den Baukomplex mit einbezogen.[2] Das zur Mühle gehörende Packhaus wurde schließlich Mitte der 1960er Jahre abgebrochen.[6] Der noch bis 1972 bestehende Mühlenstumpf musste im genannten Jahr der Erweiterung der zur Bank gehörenden Parkflächen weichen.[2][3]

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 199
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 156
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 64
  4. Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 154
  5. 5,0 5,1 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 263
  6. Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0272570.jpg)

Siehe auch