Osterstraße: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Osterstraße gehört wie die [[Westerstraße]] zu den ältesten Straßen von Norden. Sie wurde einst unterteilt in die Große und Kleinen Osterstraße und war ein wichtiger Heer- und Verbindungsweg zwischen Norden und der [[Gemeinde Sandbauerschaft]] sowie den weiteren, umliegenden Gemeinden. Er führte bis nach Dornum und Esens. | Die Osterstraße gehört wie die [[Westerstraße]] zu den ältesten Straßen von Norden. Sie wurde einst unterteilt in die Große und Kleinen Osterstraße und war ein wichtiger Heer- und Verbindungsweg zwischen Norden und der [[Gemeinde Sandbauerschaft]] sowie den weiteren, umliegenden Gemeinden. Er führte bis nach Dornum und Esens. Historisch wurde sie auch als "Oster-Piepe" bezeichnet und erscheint unter diesem Namen in Urkunden. Die südliche Lagebeschreibung des Hauses Osterstraße 17 lautet bis ins 17. Jahrhundert hinein "Cruitz-Oster-Straße" oder "Cruezstate". Später verliert sich der Name. Die Kleine Osterstraße ging in den Kolkbrücker Weg über. Die Bewohner der Kleinen Osterstraße waren für die Unterhaltung des Kolkbrücker Wegs zuständig. Dieser wird am 4. Oktober 1966 als Osterstraße eingeweiht.<ref>Schreiber, Gretje (1994): Nordens Häuser und ihre Bewohner. Die Leute in der Osterstraße, in: Ostfriesischer Kurier, 24./25. September 1994, S. 7</ref> | ||
Historisch wurde sie auch als "Oster-Piepe" bezeichnet und erscheint unter diesem Namen in Urkunden. Die südliche Lagebeschreibung des Hauses Osterstraße 17 lautet bis ins 17. Jahrhundert hinein "Cruitz-Oster-Straße" oder "Cruezstate". Später verliert sich der Name. Die Kleine Osterstraße ging in den Kolkbrücker Weg über. Die Bewohner der Kleinen Osterstraße waren für die Unterhaltung des Kolkbrücker Wegs zuständig. Dieser wird am 4. Oktober 1966 als Osterstraße eingeweiht.<ref>Schreiber, Gretje (1994): Nordens Häuser und ihre Bewohner. Die Leute in der Osterstraße, in: Ostfriesischer Kurier, 24./25. September 1994, S. 7</ref> | |||
Während der Zeit des Nationalsozialimus wurde die Straße in "Adolf-Hitler-Straße" umbenannt. | Während der Zeit des Nationalsozialimus wurde die Straße in "Adolf-Hitler-Straße" umbenannt. | ||
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Der Straßenverlauf hat sich seit etwa 1895 nicht geändert.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> | Der Straßenverlauf hat sich seit etwa 1895 nicht geändert.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> | ||
Der alte Kolkbrücker Weg hat seinen Namen von einem ehemaligen Kolk erhalten, der sich auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Lütetsburg befand. Die Brücke über das [[Norder Tief]] trägt noch heute den Namen [[Kolkbrücke]].<ref>Übersicht über sach- und personenbezogene Straßennamen der Stadt Norden</ref> | Der alte Kolkbrücker Weg hat seinen Namen von einem ehemaligen Kolk erhalten, der sich auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Lütetsburg befand. Die Brücke über das [[Norder Tief]] trägt noch heute den Namen [[Kolkbrücke]]. Die Bewohner der Kleinen Osterstraße waren für die Unterhaltung des Kolkbrückenweges zuständig.<ref>Übersicht über sach- und personenbezogene Straßennamen der Stadt Norden</ref> | ||
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Version vom 17. Januar 2021, 18:35 Uhr
Osterstraße | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Stadtteil/-viertel | Norden | |||||||
| Erschließungsjahr | vor 1255 | |||||||
| Namensgebung | 1966 | |||||||
| Historische Namen | Adolf-Hitler-Straße
Große Osterstraße Kleine Osterstraße Kolkbrücker Weg | |||||||
Die Osterstraße ist eine Kreisstraße (K242) in Norden und liegt im Stadtviertel Norden. Die Straße geht östlich von Am Markt ab und führt im weiteren Verlauf bis zur Bundesstraße. Nördlich grenzen die Kleine Mühlenstraße, die Rosenthallohne, die Bleicherslohne, der Teltingskamp, die Baumstraße, der Kampweg, der Heitsweg, der Schilfweg, die Schützenstraße, der Weidenweg, der Försterpfad, die Dr.-Frerichs-Straße und der Grenzweg an, südlich die Große Hinterlohne, die Kleine Hinterlohne, Glückauf, Im Horst, der Kurze Weg, Am Galgenberg, die Juister Straße und der Derk-de-Haan-Padd. Die Osterstraße hat einige Nebenarme, die jeweils als Sackgasse enden.
Geschichte
Herkunft des Namens
Der Name ergibt sich aus dem, vom Stadtkern aus betrachtet, östlichen Verlauf der Straße. Fälschlicherweise, aber dennoch umgangssprachlich überwiegend genutzt, wird das "O" langgesprochen, wie bei "Ostern".
Entwicklung
Die Osterstraße gehört wie die Westerstraße zu den ältesten Straßen von Norden. Sie wurde einst unterteilt in die Große und Kleinen Osterstraße und war ein wichtiger Heer- und Verbindungsweg zwischen Norden und der Gemeinde Sandbauerschaft sowie den weiteren, umliegenden Gemeinden. Er führte bis nach Dornum und Esens. Historisch wurde sie auch als "Oster-Piepe" bezeichnet und erscheint unter diesem Namen in Urkunden. Die südliche Lagebeschreibung des Hauses Osterstraße 17 lautet bis ins 17. Jahrhundert hinein "Cruitz-Oster-Straße" oder "Cruezstate". Später verliert sich der Name. Die Kleine Osterstraße ging in den Kolkbrücker Weg über. Die Bewohner der Kleinen Osterstraße waren für die Unterhaltung des Kolkbrücker Wegs zuständig. Dieser wird am 4. Oktober 1966 als Osterstraße eingeweiht.[1]
Während der Zeit des Nationalsozialimus wurde die Straße in "Adolf-Hitler-Straße" umbenannt.
Der Straßenverlauf hat sich seit etwa 1895 nicht geändert.[2]
Der alte Kolkbrücker Weg hat seinen Namen von einem ehemaligen Kolk erhalten, der sich auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Lütetsburg befand. Die Brücke über das Norder Tief trägt noch heute den Namen Kolkbrücke. Die Bewohner der Kleinen Osterstraße waren für die Unterhaltung des Kolkbrückenweges zuständig.[3]
Gebäude und Plätze
In der Osterstraße befinden sich eine Vielzahl an Geschäften und öffentlichen Einrichtungen, die sich vorwiegend auf den innerstädtischen Bereich (im Westen der Straße) konzentrieren. Daneben befinden sich hier vor allem Wohnhäuser der unterschiedlichsten Kategorien.
Am östlichen Ende der Straße befindet sich seit März 2009 das Hilfeleistungszentrum, ein Areal, auf dem neben der Feuerwehr Norden auch das THW Norden untergebracht sind.
Weitere bedeutende Gebäude sind die Oberschule (ehemals Realschule) mit dazugehörigem Theatersaal, die Ubbo-Emmius-Klinik und das Johann-Christian-Reil-Haus, eine Pflegeeinrichtung für ältere und behinderte Menschen.