Heimstätten: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Heimstätten''' (ehemals: ''Reserve-Lazarett'') waren ein Barackenlager auf dem Gebiet der heutigen [[Wohnanlage Marienthal]] (zwischen [[Schulstraße]] und dem [[Neuer Friedhof|Neuen Friedhof]]). | Die '''Heimstätten''' (ehemals: ''Reserve-Lazarett'') waren ein Barackenlager auf dem Gebiet der heutigen [[Wohnanlage Marienthal]] (zwischen [[Schulstraße]] und dem [[Neuer Friedhof|Neuen Friedhof]]). | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] erfasste ein Großteil der Bevölkerung im Deutschen Reich ein Gefühl von ''Kriegseuphorie''. Unzählige Männer, insbesondere jungen Alters, meldeten sich begeistert zum Kriegsdienst. Viele von ihnen kamen gar nicht oder - zum Teil sogar schwer - verletzt zurück. Die Obrigkeit hatte mit einem schnellen Kriegsende gerechnet, kaum einer hatte daran gedacht, ausreichend medizinische Versorgungsstätten zu errichten. Je länger der Krieg voranschritt, umso größer wurde auch die Zahl der Norder Söhne, die behandelt werden mussten. | Zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] erfasste ein Großteil der Bevölkerung im Deutschen Reich ein Gefühl von ''Kriegseuphorie''. Unzählige Männer, insbesondere jungen Alters, meldeten sich begeistert zum Kriegsdienst. Viele von ihnen kamen gar nicht oder - zum Teil sogar schwer - verletzt zurück. Die Obrigkeit hatte mit einem schnellen Kriegsende gerechnet, kaum einer hatte daran gedacht, ausreichend medizinische Versorgungsstätten zu errichten. Je länger der Krieg voranschritt, umso größer wurde auch die Zahl der Norder Söhne, die behandelt werden mussten. | ||
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Die Baracken wurden noch bis 1965 bzw. 1966 zu Wohnzwecken genutzt und anschließend abgebrochen.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 49</ref> Heute befindet sich auf dem Grund die [[Wohnanlage Marienthal]] der [[AWO Norden]]. | Die Baracken wurden noch bis 1965 bzw. 1966 zu Wohnzwecken genutzt und anschließend abgebrochen.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 49</ref> Heute befindet sich auf dem Grund die [[Wohnanlage Marienthal]] der [[AWO Norden]]. | ||
== Trivia == | ==Trivia== | ||
Wie in vielen Straßen und Orten in Norden kam es in den 1930er Jahren zur Gründung einer Straßenfußballmannschaft durch die unter 14-jährigen Bewohner, da es durch die nationalsozialistische ''Gleichschaltung'' keine eigenständigen Fußballvereine mehr gab und zudem alle Kinder dieses Alters ausschließlich in der ''Hitlerjugend'' Mitglied sein durften. Die Straßenfußballmannschaft der Heimstätten galt seinerzeit als eine der besten der Stadt und war der größte Konkurrent der Mannschaft aus der [[Kirchstraße]].<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 3</ref> | Wie in vielen Straßen und Orten in Norden kam es in den 1930er Jahren zur Gründung einer Straßenfußballmannschaft durch die unter 14-jährigen Bewohner, da es durch die nationalsozialistische ''Gleichschaltung'' keine eigenständigen Fußballvereine mehr gab und zudem alle Kinder dieses Alters ausschließlich in der ''Hitlerjugend'' Mitglied sein durften. Die Straßenfußballmannschaft der Heimstätten galt seinerzeit als eine der besten der Stadt und war der größte Konkurrent der Mannschaft aus der [[Kirchstraße]].<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 3</ref> | ||