Diakonissenstation: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Der 1878 von [[Hero Tilemann|Pastor Tilemann]] gegründete Verein als Betreiber der Diakonissenstation hatte sich durch seine Satzung dazu verpflichtet, die unentgeltliche Ausübung der Krankenpflege im Bezirk der [[Ludgerigemeinde Norden|evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde von Norden]] wahrzunehmen. Die hier tätigen Krankenschwestern wurden hierbei vor allem vom Henriettenstift aus Hannover gestellt.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 237</ref> Das [[Krankenhaus Norden|Krankenhaus]] an der [[Feldstraße]] wurde erst viel später gebaut. Gepflegt wurden alle Kranken unabhängig ihrer Herkunft oder ihrer Religion.<ref name=":0" /><ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 238</ref> | Der 1878 von [[Hero Tilemann|Pastor Tilemann]] gegründete Verein als Betreiber der Diakonissenstation hatte sich durch seine Satzung dazu verpflichtet, die unentgeltliche Ausübung der Krankenpflege im Bezirk der [[Ludgerigemeinde Norden|evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde von Norden]] wahrzunehmen. Die hier tätigen Krankenschwestern wurden hierbei vor allem vom ''Henriettenstift'' aus Hannover gestellt.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 237</ref> Das [[Krankenhaus Norden|Krankenhaus]] an der [[Feldstraße]] wurde erst viel später gebaut. Gepflegt wurden alle Kranken unabhängig ihrer Herkunft oder ihrer Religion.<ref name=":0" /><ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 238</ref> | ||
Schon im Gründungsjahr sah sich der Verein und die bis dahin einzige Krankenschwester [[Marie Janssen]] großen Herausforderungen durch eine grassierende Typhusepidemie ausgesetzt, bei der sich alle in Norden praktizierenden Ärzte infizierten. Dr. Salomon soll dem Fieber bereits sechs Tage nach Ausbruch erlegen sein, auch die Krankenschwester erkrankte, konnte sich jedoch erholen.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Drei Jahre später wurde der Norder Diakonissenstation eine weitere Krankenschwester zugewiesen.<ref name=":1" /> | Schon im Gründungsjahr sah sich der Verein und die bis dahin einzige Krankenschwester [[Marie Janssen]] großen Herausforderungen durch eine grassierende Typhusepidemie ausgesetzt, bei der sich alle in Norden praktizierenden Ärzte infizierten. Dr. Salomon soll dem Fieber bereits sechs Tage nach Ausbruch erlegen sein, auch die Krankenschwester erkrankte, konnte sich jedoch erholen.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Drei Jahre später wurde der Norder Diakonissenstation eine weitere Krankenschwester zugewiesen.<ref name=":1" /> | ||
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1885 erbaute der Verein ein neues Gebäude an der [[Norddeicher Straße 144]]. Im Jahre 1889 konnte dort eine Weihnachtsbescherung für 120 bedürftige Menschen durchgeführt werden. Spätestens ab 1891 wurden gut 200 Kinder in dieser ''Suppen-Anstalt'' versorgt.<ref name=":1" /> | 1885 erbaute der Verein ein neues Gebäude an der [[Norddeicher Straße 144]]. Im Jahre 1889 konnte dort eine Weihnachtsbescherung für 120 bedürftige Menschen durchgeführt werden. Spätestens ab 1891 wurden gut 200 Kinder in dieser ''Suppen-Anstalt'' versorgt.<ref name=":1" /> | ||
Am 25. März 1907 übergab [[Jan ten Doornkaat Koolman (1850)|Jan ten Doornkaat Koolman III.]] das Anwesen an [[Ludwig Hibben]] und [[Wilhelm Schomerus]], die Vorstandsmitglieder des ''Diakonissentation für die Gemeinde Norden''. Bedingung für diese großzügige Spende war, dass der Verein sich für den Falle seiner Auflösung verpflichtete, das Gebäude zu veräußern und den Erlös zur Errichtung bzw. Förderung eines [[Krankenhaus Norden|städtischen Krankenhauses]] aufzuwenden.<ref name=":0" /> | Am 25. März 1907 übergab [[Jan ten Doornkaat Koolman (1850)|Jan ten Doornkaat Koolman III.]] das Anwesen an [[Ludwig Hibben]] und [[Wilhelm Schomerus]], die Vorstandsmitglieder des ''Diakonissentation für die Gemeinde Norden''. Bedingung für diese großzügige Spende war, dass der Verein sich für den Falle seiner Auflösung verpflichtete, das Gebäude zu veräußern und den Erlös zur Errichtung bzw. Förderung eines [[Krankenhaus Norden|städtischen Krankenhauses]] aufzuwenden.<ref name=":0" /> Nach anderen Quellen erfolgte die Übergabe bereits am 9. August 1906.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 158</ref> | ||
Noch bis 1977 diente das Gebäude an der Klosterstraße einer Krankenschwester des Vereins als Wohnung. Später diente es dann als Wohnung für kinderreiche Familien.<ref name=":1" /> Die Essensspeisung der Diakonie (''Norder Tafel'') findet heute an der [[Norddeicher Straße 146]] statt. | Noch bis 1977 diente das Gebäude an der Klosterstraße einer Krankenschwester des Vereins als Wohnung. Später diente es dann als Wohnung für kinderreiche Familien.<ref name=":1" /> Die Essensspeisung der Diakonie (''Norder Tafel'') findet heute an der [[Norddeicher Straße 146]] statt. | ||
== Trivia == | |||
Das Gebäude trug die [[Hausnummerierung|frühere Hausnummer]] 759.<ref name=":2" /> | |||
==Galerie== | ==Galerie== | ||