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Das '''Elefantenhaus''' ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am südlichen [[Marktplatz]]. Der Name leitet sich von der ehemaligen Gastwirtschaft ''Zum Elephanten'' ab, an die heute noch das Bildnis eines Elefanten am Giebel des Hauses erinnert.
Das '''Elefantenhaus''' ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am südlichen [[Marktplatz]]. Der Name leitet sich von der ehemaligen Gastwirtschaft ''Zum Elephanten'' ab, an die heute noch das Bildnis eines Elefanten am Giebel des Hauses erinnert.
 
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==Geschichte==
==Geschichte==
Erstmals wird das Gebäude im Jahre 1595 urkundlich erwähnt, wenngleich die Bausubstanz wesentlich älter sein dürfte. Das Gebäude war zunächst ein einfaches Ziegelsteinhaus mit zwei Stockwerken. Nach vermutlich anfänger Nutzung als Wohngebäude beherbergte es seit 1785 die Gastwirtschaft ''Zum Elephanten'' des [[Johann Friedrich Wilken]].<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 168</ref> Das bis heute bestehende Gebäude wurde 1777 von dem Goldschmied [[Hermann Jacob Walther]] errichtet. Dieser verkaufte das Haus, um aus dem Erlös seinen Lebensabend zu bestreiten.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 95</ref> Um 1872 gehörte das Gebäude einem T. G. Meyenburg, der hier ebenfalls eine Gastwirtschaft betrieb.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 196</ref> Seit spätestens 1886 und noch bis mindestens 1907 war der Gasthof dann im Besitz der Familie Oldewurtel.<ref>Weege, Jans (2021): Die Geschichte der Feuerwehr Norden, Norden, S. 5</ref><ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 100</ref>
Erstmals wird das Gebäude im Jahre 1595 urkundlich erwähnt, wenngleich die Bausubstanz wesentlich älter sein dürfte. Das Gebäude war zunächst ein einfaches Ziegelsteinhaus mit zwei Stockwerken. Nach vermutlich anfänger Nutzung als Wohngebäude beherbergte es seit 1785 die Gastwirtschaft ''Zum Elephanten'' des [[Johann Friedrich Wilken]].<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 168</ref> Das bis heute bestehende Gebäude wurde 1777 von dem Goldschmied [[Hermann Jacob Walther]] errichtet. Dieser verkaufte das Haus, um aus dem Erlös seinen Lebensabend zu bestreiten.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 95</ref> Um 1872 gehörte das Gebäude einem T. G. Meyenburg, der hier ebenfalls eine Gastwirtschaft betrieb.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 196</ref> Seit spätestens 1886 und noch bis mindestens 1907 war der Gasthof dann im Besitz der Familie Oldewurtel.<ref>Weege, Jans (2021): Die Geschichte der Feuerwehr Norden, Norden, S. 5</ref><ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 100</ref>
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Seit 1992 dient das Erdgeschoss als Apotheke (''Markt-Apotheke''). Die neuen Eigner entfernten die historische, ansehnliche Tür und ersetzten sie durch eine schmucklose, unpassende Glas- und Metalltür. Im Obergeschoss befinden sich mittlerweile Ferienwohnungen.<ref>[https://www.ferienwohnungen-am-markt-norden.de/ Internetseite der "Ferienwohnungen Am Markt"], abgerufen am 10. Mai 2021</ref>
Seit 1992 dient das Erdgeschoss als Apotheke (''Markt-Apotheke''). Die neuen Eigner entfernten die historische, ansehnliche Tür und ersetzten sie durch eine schmucklose, unpassende Glas- und Metalltür. Im Obergeschoss befinden sich mittlerweile Ferienwohnungen.<ref>[https://www.ferienwohnungen-am-markt-norden.de/ Internetseite der "Ferienwohnungen Am Markt"], abgerufen am 10. Mai 2021</ref>


== Trivia ==
==Trivia==
Zu den bekannten Gästen der Wirtschaft zählte Wilhelm Busch, der bei Besuchen bei seinem Neffen [[Adolf Nöldeke]] häufig hier einkehrte und in geselliger Runde ein Gedicht über den [[Doornkaat|Doornkaatschnaps]] (''Dorenkat'') verfasste.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 60</ref><ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 64</ref>
Zu den bekannten Gästen der Wirtschaft zählte Wilhelm Busch, der bei Besuchen bei seinem Neffen [[Adolf Nöldeke]] häufig hier einkehrte und in geselliger Runde ein Gedicht über den [[Doornkaat|Doornkaatschnaps]] (''Dorenkat'') verfasste.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 60</ref><ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 64</ref>


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Datei:Am Markt Elefantenhaus Ostfriesischer Kurier Soltau um 1930 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1930.
Datei:Am Markt Elefantenhaus Ostfriesischer Kurier Soltau um 1930 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1930.
Datei:Am Markt Gasthof Zum Elefanten Ostfriesischer Kurier Soltau Kurier SKN um 1935 01.jpg|Aufzug der Nationalsozialisten. Die Karten am Hut kennzeichen vermutlich den Trostpreis bei einem Spiel (um 1935).
Datei:Am Markt Gasthof Zum Elefanten Ostfriesischer Kurier Soltau Kurier SKN um 1935 01.jpg|Aufzug der Nationalsozialisten. Die Karten am Hut kennzeichen vermutlich den Trostpreis bei einem Spiel (um 1935).
Datei:Am Markt Süd Elefantenhaus Ostfriesischer Kurier Ratsschänke Metropol-Theater 1950 01.jpg|Aufnahme aus dem Jahr 1950, rechts das [[Metropol-Theater]].
Datei:Am Markt 21 - 22032017.jpg|Aufnahme vom 22. März 2017.
Datei:Am Markt 21 - 22032017.jpg|Aufnahme vom 22. März 2017.
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