Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 16: Zeile 16:
|Erhaltungszustand
|Erhaltungszustand
|geschliffen
|geschliffen
|-
|Genaue Lage
|[[In der Wirde]] 31
26506 Norden
|-
|-
| colspan="2" |{{#multimaps:
| colspan="2" |{{#multimaps:
| Title = Schloss Tidofeld
| Title = Schloss Tidofeld
| Text = Vermuteter Standort
| Text = Vermuteter Standort
| center = 53.597405688730156, 7.231392245792839
| center = 53.59646635296029, 7.229299720165205
| circle = 53.597405688730156, 7.231392245792839 : 100
| circle = 53.59646635296029, 7.229299720165205 : 100
| zoom = 16
| zoom = 16
| width = 300px
| width = 300px
Zeile 28: Zeile 32:
|}
|}
__NOTOC__
__NOTOC__
Das Schloss Tidofeld wurde um 1614 von Tido zu Innhausen und Knyphausen im heutigen [[Tidofeld | Stadtteil gleichen Namens]] aus abgetragenen Bestandteilen der dem Verfall überlassenen Burg Innhausen bei Wilhelmshaven (Sengwarden) errichtet. Das Schloss fiel 1669 oder 1677 einem Brand zum Opfer (vermutlich durch Brandschatzung infolge einer Fehde innerhalb der Familie Innhausen) und wurde anschließend abgetragen.
Das Schloss Tidofeld wurde um 1614 von Tido zu Innhausen und Knyphausen im heutigen [[Tidofeld | Stadtteil gleichen Namens]] aus abgetragenen Bestandteilen der dem Verfall überlassenen Burg Innhausen bei Wilhelmshaven (Sengwarden) errichtet.


1612 erwarb Freiherr Tido zu Innhausen und Knyphausen (1582-1638) ein Haus und Gut in Bargebur für 10100 Emder Gulden aus dem Besitz des Junkers Albrecht Schwinge. Dieser hatte das Land wiederum von einem Mann namens Siptet Remtsna geerbt. Das Land fiel mit der Erwerbung an Lütetsburg. 1614 erbaute Tido auf dem Grundstück ein Schloss, welches nur wenige Jahrzehnte später zerstört wurde. Nach seinem Tode fiel das Schloss an Dodo II., welcher zugleich der neue Herr von Lütetsburg wurde.
1612 erwarb Freiherr Tido zu Innhausen und Knyphausen (1582-1638) ein Haus und Gut in Bargebur für 10.100 Emder Gulden aus dem Besitz des Junkers Albrecht Schwinge. Dieser hatte das Land wiederum von einem Mann namens Siptet Remtsna geerbt. Das Land fiel mit dieser Erwerbung an Lütetsburg. 1614 erbaute Tido auf dem Grundstück das Schloss für eigene Zwecke.


Im Verlaufe von Erbstreitigkeiten zwischen Dodo II. von Innhausen und Knyphausen und Haro Caspar von Innhausen und Knyphausen, einem Cousin aus dem niederländischen Nebenlinie der Familie, überfiel letzterer Tidofeld am 11.10.1669 mit über 100 Mann und beschoss es mit mehreren Geschützen. Durch Treffer der Korn und Heu lagernden Scheune geriet das Schloss in Brand. Das Schloss, oder das, was davon übrig blieb, wurde von Haro besetzt und einige Tage später geschliffen.
Nach seinem Tode fiel das Schloss an Dodo II., welcher zugleich der neue Herr von Lütetsburg wurde.


Das Schloss bestand aus mehreren Gebäuden und verfügte über einen Turm, der dem des Schlosses Lütetsburg nicht unähnlich ist. Zum Anwesen gehörte ebenfalls ein Garten.
Im Verlaufe von Erbstreitigkeiten zwischen Dodo II. von Innhausen und Knyphausen und Haro Caspar von Innhausen und Knyphausen, einem Cousin aus dem niederländischen Nebenlinie der Familie, überfiel letzterer Tidofeld am 11.10.1669 mit über 100 Mann und beschoss es mit mehreren Geschützen. Durch Treffer der Korn und Heu lagernden Scheune geriet das Schloss in Brand. Das Schloss, oder das, was davon übrig blieb, wurde, nachdem sich der letzte Verteidiger ergab oder erschlagen war, von Haro besetzt und einige Tage später geschliffen.


Vermutlich befand sich das Schloss auf der nördlichen Seite der Heerstraße bzw. Landstraße. Hierauf deuten archäologische Funde aus dem Jahr 2014 hin. Die obige Karte veranschaulicht die wahrscheinliche Burgstelle. Andere Quellen nennen den Bereich Ecke Westekelbur / Heerstraße als möglichen Standort. Hier befindet sich eine Anhöhe mit Wassergraben, auf dem sich heute ein Wohnhaus befindet. Östlich dieser Stelle befindet sich ein Flurstück namens "Tidofelder Burgen- und Schlickplaats", welches zur Burg gehört haben könnte. Heute steht dort ein historischer Gulfhof.
Das Schloss bestand aus mehreren Gebäuden und verfügte über einen Turm, der dem des Schlosses Lütetsburg nicht unähnlich ist. Zum Anwesen gehörte ebenfalls ein stattlicher Garten.
 
Vermutlich befand sich das Schloss auf der nördlichen Seite der Heerstraße bzw. Landstraße. Die obige Karte veranschaulicht die wahrscheinliche Burgstelle. Hier befindet sich eine Anhöhe mit Wassergraben, auf dem sich heute ein Wohnhaus befindet. Östlich dieser Stelle befindet sich ein Flurstück namens "Tidofelder Burgen- und Schlickplaats", welches zur Burg gehört haben könnte. Heute steht dort ein historischer Gulfhof. Wurde diese Stelle bislang nur als Burgstelle vermutetet, scheinen archäologische Funde in 2014 diese Vermutung zu bestätigen.


==Quellenverzeichnis==
==Quellenverzeichnis==