Sparkasse Aurich-Norden: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Sparkasse Aurich-Norden''' ist das älteste noch bestehende Bankinstitut in Norden. Es ging aus der 1840 gegründeten ''Stadtsparkasse Norden'' (seit 1924: ''Kreis- und Stadtsparkasse Norden'') hervor. Sie hat ihren Hauptsitz im auch als ''[[Löwenbank]]'' bezeichneten Gebäude am [[Neuer Weg|Neuen Weg]], vom Volksmund nach einem Löwen über der Eingangstür benannt, das ursprünglich Sitz der [[Norder Bank]] war. | Die '''Sparkasse Aurich-Norden''' ist das älteste noch bestehende Bankinstitut in Norden. Es ging aus der 1840 gegründeten ''Stadtsparkasse Norden'' (seit 1924: ''Kreis- und Stadtsparkasse Norden'') hervor. Sie hat ihren Hauptsitz im auch als ''[[Löwenbank]]'' bezeichneten Gebäude am [[Neuer Weg|Neuen Weg]], vom Volksmund nach einem Löwen über der Eingangstür benannt, das ursprünglich Sitz der [[Norder Bank]] war. Davor war sie in der [[Große Neustraße 1|Großen Neustraße 1]] und davor wiederum in der [[Große Neustraße 13|Großen Neustraße 13]] ansässig. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
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Nach und nach traten die Ostfriesische Sparkasse, die Städtische Sparkasse Norden und die Sparkasse des Amtes Aurich dem neuen Verband bei. Damit bekamen sie auch Zugang zur 1893 geschaffenen Geldvermittlungsstelle, die einen Ausgleich zwischen Instituten mit Kapitalüberfluss und denen mit Geldmangel schuf. Mit neuen Werbemitteln, wie der Ausgabe von Heimspardosen, fördern die Sparkassen das Sparen und erschließen sich neue Kundenkreise. Seit 1909 stellt der Spargiroverkehr auch kleinen und mittleren Unternehmen moderne Finanzinstrumente zur Verfügung. Der Kundenkreis wächst und bald schon ziehen die Institute in Aurich, Norden und Emden in größere Räume. Während der Weltkriege und der Inflation gehen auch die Einlagen bei den Sparkassen zurück. Dennoch bleiben die Sparkassen von der Bevölkerung gern genutzte Finanzinstitute. Die verschiedenen Reichsregierungen nutzen das zur Umsetzung politischer Ziele, wie bei der Zeichnung von Kriegsanleihen.<ref name=":0" /> | Nach und nach traten die Ostfriesische Sparkasse, die Städtische Sparkasse Norden und die Sparkasse des Amtes Aurich dem neuen Verband bei. Damit bekamen sie auch Zugang zur 1893 geschaffenen Geldvermittlungsstelle, die einen Ausgleich zwischen Instituten mit Kapitalüberfluss und denen mit Geldmangel schuf. Mit neuen Werbemitteln, wie der Ausgabe von Heimspardosen, fördern die Sparkassen das Sparen und erschließen sich neue Kundenkreise. Seit 1909 stellt der Spargiroverkehr auch kleinen und mittleren Unternehmen moderne Finanzinstrumente zur Verfügung. Der Kundenkreis wächst und bald schon ziehen die Institute in Aurich, Norden und Emden in größere Räume. Während der Weltkriege und der Inflation gehen auch die Einlagen bei den Sparkassen zurück. Dennoch bleiben die Sparkassen von der Bevölkerung gern genutzte Finanzinstitute. Die verschiedenen Reichsregierungen nutzen das zur Umsetzung politischer Ziele, wie bei der Zeichnung von Kriegsanleihen.<ref name=":0" /> | ||
Nachdem bereits Ende des 19. Jahrhunderts für die Ostfriesische Sparkasse ein Neubau entstanden war, plante zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch die Stadtsparkasse Norden neues Gebäude. Schon 1904 erwarb sie ein Grundstück in der Nähe der bestehenden Hauptstelle in der [[Große Neustraße|Großneustraße]]. Dazu wurden noch zwei angrenzende Häuser gekauft und nach deren Abriss begann der Bau eines repräsentativen Hauptstellengebäudes, der 1906 abgeschlossen wurde.<ref name=":1" /> Die örtliche Presse war voll des Lobes für den neuen Sparkassenbau: ''"Der Monumentalbau übt einen trefflich wirkenden Eindruck aus und hebt sich von der nächsten Umgebung um so mehr ab, als durch das Einspringen der Fluchtlinie ein freier Platz geschaffen worden ist, der das Gesamtbild umso wirkungsvoller hervortreten lässt."'' Doch schon bald wurde das Gebäude zu klein, sodass man 1924 in das [[Löwenbank|ehemalige Bankgebäude]] (''Löwenbank'') der [[Norder Bank]] zog, wo der Hauptsitz der hiesigen Sparkasse bis heute ansässig ist.''<ref name=":0" />'' Der Sitz an der Großen Neustraße wurde 1927 für 40.000 an den ''Verein Ostfriesischer Stammviehzüchter'' verkauft.<ref name=":2" /> | Nachdem bereits Ende des 19. Jahrhunderts für die Ostfriesische Sparkasse ein Neubau entstanden war, plante zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch die Stadtsparkasse Norden neues Gebäude. Schon 1904 erwarb sie ein Grundstück in der Nähe der bestehenden Hauptstelle in der [[Große Neustraße|Großneustraße]]. Dazu wurden noch zwei angrenzende Häuser gekauft und nach deren Abriss begann der Bau eines repräsentativen Hauptstellengebäudes an der [[Große Neustraße 1|Großen Neustraße 1]], der 1906 abgeschlossen wurde.<ref name=":1" /> Die örtliche Presse war voll des Lobes für den neuen Sparkassenbau: ''"Der Monumentalbau übt einen trefflich wirkenden Eindruck aus und hebt sich von der nächsten Umgebung um so mehr ab, als durch das Einspringen der Fluchtlinie ein freier Platz geschaffen worden ist, der das Gesamtbild umso wirkungsvoller hervortreten lässt."'' Doch schon bald wurde das Gebäude zu klein, sodass man 1924 in das [[Löwenbank|ehemalige Bankgebäude]] (''Löwenbank'') der [[Norder Bank]] zog, wo der Hauptsitz der hiesigen Sparkasse bis heute ansässig ist.''<ref name=":0" />'' Der Sitz an der Großen Neustraße wurde 1927 für 40.000 an den ''Verein Ostfriesischer Stammviehzüchter'' verkauft.<ref name=":2" /> | ||
Als nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] die Inflation den Menschen immer mehr zu schaffen machte, ging auch die Zahl der Heimsparbüchsen zurück. Zu schnell verfiel der Wert des Geldes. Die meisten lösten ihre Sparkonten auf und flüchteten, wenn möglich, in Sachwerte. Den Sparkassen fehlte es an Einlagen. Die Stadtsparkasse Norden zählte Anfang des Jahres 1924 nur noch 32 Sparkonten mit Einlagen von gerade einmal 1.706 Reichsmark. Also warb sie wieder für ihre Dienste, verstärkte erneut die Ausgabe von Heimsparbüchsen und förderte damit den Kleinsparverkehr. Immerhin steigerte sie auf diese Weise die bei ihr registrierten Heimspardosen bis 1927 wieder auf 271 Stück und sammelte bis zu 7.000 Reichsmark im Jahr ein. Jetzt nutzten die meisten Sparkassen eine ovale Dose mit einem klappbaren Bügel, die wegen Form und Gewicht bald den Spitznamen ''Bügel-Eisen-Spardose'' erhielt.<ref name=":0" /> | Als nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] die Inflation den Menschen immer mehr zu schaffen machte, ging auch die Zahl der Heimsparbüchsen zurück. Zu schnell verfiel der Wert des Geldes. Die meisten lösten ihre Sparkonten auf und flüchteten, wenn möglich, in Sachwerte. Den Sparkassen fehlte es an Einlagen. Die Stadtsparkasse Norden zählte Anfang des Jahres 1924 nur noch 32 Sparkonten mit Einlagen von gerade einmal 1.706 Reichsmark. Also warb sie wieder für ihre Dienste, verstärkte erneut die Ausgabe von Heimsparbüchsen und förderte damit den Kleinsparverkehr. Immerhin steigerte sie auf diese Weise die bei ihr registrierten Heimspardosen bis 1927 wieder auf 271 Stück und sammelte bis zu 7.000 Reichsmark im Jahr ein. Jetzt nutzten die meisten Sparkassen eine ovale Dose mit einem klappbaren Bügel, die wegen Form und Gewicht bald den Spitznamen ''Bügel-Eisen-Spardose'' erhielt.<ref name=":0" /> | ||