Kugelhaus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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'''Kugelhaus''' (auch: ''Kugelhuus'') war der Name eines kleinen Gulfhofes auf der ''Kugelwarft'', einer kleinen [[Warft]] an der Einmündung zwischen [[Kugelweg]] und [[Neuseedeicher Weg]].
'''Kugelhaus''' (auch: ''Kugelhuus'') war der Name eines kleinen Gulfhofes auf der ''Kugelwarft'', einer kleinen [[Warft]] an der Einmündung zwischen [[Kugelweg]] und [[Neuseedeicher Weg]].
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==Geschichte==
==Geschichte==
Wie genau der Name entstanden ist, ist ungewiss.<ref name=":0">Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 69</ref> Sicher ist, dass der Name ''Kugel'' ursprünglich für die [[Warft]], auf der das Kugelhaus errichtet wurde, gebraucht wurde. Die am meisten verbreitete Vermutung rührt vom Fund einer Kugel in diesem Bereich, deren Ursprung sich die Bewohner nicht erklären konnten oder die sich krönend auf dem Dach des Hauses befand.<ref>Schreiber, Gretje (2010): Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd 18. September 2010, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 39</ref> Diese Kugel soll angeblich in das [[Heimat- und Teemuseum]] verbracht worden sein, doch gibt es hierfür keine Belege. Denkbar - und wesentlich naheliegender - ist, dass die Form der Warft an eine Kugel erinnerte. Die Kugelwarft gehört in jedem Fall zu den ältesten Warften der [[Westermarsch]].  
Wie genau der Name entstanden ist, ist ungewiss.<ref name=":0">Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 69</ref> Sicher ist, dass der Name ''Kugel'' ursprünglich für die [[Warft]], auf der das Kugelhaus errichtet wurde, gebraucht wurde. Die am meisten verbreitete Vermutung rührt vom Fund einer Kugel in diesem Bereich, deren Ursprung sich die Bewohner nicht erklären konnten oder die sich krönend auf dem Dach des Hauses befand.<ref>Schreiber, Gretje (2010): Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd 18. September 2010, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 39</ref> Diese Kugel soll angeblich in das [[Heimat- und Teemuseum]] verbracht worden sein, doch gibt es hierfür keine Belege. Denkbar - und wesentlich naheliegender - ist, dass die Form der Warft an eine Kugel erinnerte. Die Kugelwarft gehört in jedem Fall zu den ältesten Warften der [[Westermarsch]].  
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Der zuletzt als ''Kugelhaus'' bezeichnete, kleine Gulfhof aus der Zeit um 1850 wurde 1974 wegen sturmbedingter Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.<ref name=":0" /> Das neue Gebäude wird auch heute noch umgangssprachlich als ''Kugelhaus'' bezeichnet.  
Der zuletzt als ''Kugelhaus'' bezeichnete, kleine Gulfhof aus der Zeit um 1850 wurde 1974 wegen sturmbedingter Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.<ref name=":0" /> Das neue Gebäude wird auch heute noch umgangssprachlich als ''Kugelhaus'' bezeichnet.  


== Sonstiges ==
==Sonstiges==
Westlich des Kugelhauses gibt es ein unter Naturschutz stehendes Feuchtbiotop, das - entsprechend seiner Lage am Kugelweg bzw. in der Nähe des Kugelhauses - ''[[Feuchtbiotop Kugel]]'' genannt wird.
Westlich des Kugelhauses gibt es ein unter Naturschutz stehendes Feuchtbiotop, das - entsprechend seiner Lage am Kugelweg bzw. in der Nähe des Kugelhauses - ''[[Feuchtbiotop Kugel]]'' genannt wird.


An der [[Große Neustraße|Großen Neustraße]] 14 gibt es ein kleines Künstleratelier, das auch als ''Kugelhaus'' bezeichnet wird, jedoch in keiner Verbindung zum ''eigentlichen Kugelhaus'' steht.
An der [[Große Neustraße|Großen Neustraße]] 14 gibt es ein kleines Künstleratelier, das auch als ''Kugelhaus'' bezeichnet wird, jedoch in keiner Verbindung zum ''eigentlichen Kugelhaus'' steht.


== Galerie ==
==Galerie==
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Datei:Kugelweg Kugelhaus Westermarsch um 1920 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1920.
Datei:Kugelweg Kugelhaus Westermarsch um 1920 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1920.

Version vom 20. Januar 2022, 15:31 Uhr

Kugelhaus

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Basisdaten
Entstehungszeit um 1850 (vor 1850)
Erbauer unbekannt
Bauweise Landarbeiterhaus (Gulfhof)
Erhaltungszustand 1974 abgebrochen
Genaue Lage Kugelweg 2

26506 Norden

Kugelhaus (auch: Kugelhuus) war der Name eines kleinen Gulfhofes auf der Kugelwarft, einer kleinen Warft an der Einmündung zwischen Kugelweg und Neuseedeicher Weg.

Geschichte

Wie genau der Name entstanden ist, ist ungewiss.[1] Sicher ist, dass der Name Kugel ursprünglich für die Warft, auf der das Kugelhaus errichtet wurde, gebraucht wurde. Die am meisten verbreitete Vermutung rührt vom Fund einer Kugel in diesem Bereich, deren Ursprung sich die Bewohner nicht erklären konnten oder die sich krönend auf dem Dach des Hauses befand.[2] Diese Kugel soll angeblich in das Heimat- und Teemuseum verbracht worden sein, doch gibt es hierfür keine Belege. Denkbar - und wesentlich naheliegender - ist, dass die Form der Warft an eine Kugel erinnerte. Die Kugelwarft gehört in jedem Fall zu den ältesten Warften der Westermarsch.

Der zuletzt als Kugelhaus bezeichnete, kleine Gulfhof aus der Zeit um 1850 wurde 1974 wegen sturmbedingter Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.[1] Das neue Gebäude wird auch heute noch umgangssprachlich als Kugelhaus bezeichnet.

Sonstiges

Westlich des Kugelhauses gibt es ein unter Naturschutz stehendes Feuchtbiotop, das - entsprechend seiner Lage am Kugelweg bzw. in der Nähe des Kugelhauses - Feuchtbiotop Kugel genannt wird.

An der Großen Neustraße 14 gibt es ein kleines Künstleratelier, das auch als Kugelhaus bezeichnet wird, jedoch in keiner Verbindung zum eigentlichen Kugelhaus steht.

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 69
  2. Schreiber, Gretje (2010): Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd 18. September 2010, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 39

Siehe auch