Vereinsheim (Kastanienallee): Unterschied zwischen den Versionen
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Das Gebäude wurde im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] von der Kaiserlichen Marine als ''Reservelazarett'' (Bezeichnung für Lazarette abseits der Front) errichtet. Der Standort wurde gewählt, da er sich in mittelbarer Nähe zum [[Krankenhaus Norden|damaligen Krankenhaus]] befand. | Das Gebäude wurde im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] von der Kaiserlichen Marine als ''Reservelazarett'' (Bezeichnung für Lazarette abseits der Front) errichtet. Der Standort wurde gewählt, da er sich in mittelbarer Nähe zum [[Krankenhaus Norden|damaligen Krankenhaus]] befand. Nach Kriegsende wurde das Gebäude als Jugendheim genutzt, hier trieben beispielsweise die Kinder der [[Pestalozzischule]] ihren Schulsportunterricht. Ab Oktober 1938 wurde das Gebäude auch als Lagerstätte für Korn genutzt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 141</ref> Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde die Baracke dann wieder für ihren ursprünglichen Zweck genutzt und zum Schutz vor Luftangriffen auf dem Dach mit einem roten Kreuz als Schutzzeichen gemäß der Genfer Konventionen versehen.<ref>Zeitzeugenbefragung vom 17. Januar 2022</ref> | ||
Nach Kriegsende wurde die heutige Vereinsbaracke vom britischen und kanadischen Militär erneut als Lazarett genutzt. Zeitzeugen berichten davon, dass sie als Kinder gerne hier vorbeiliefen, da sie von den Besatzungssoldaten oft Schokolade geschenkt bekamen.<ref>Zeitzeugenbefragung am 10. März 2021</ref> Von 1947 bis 1950 hat sich hier - oder in einer der anderen [[Barackenlager (Jahnplatz)|Baracken]] am [[Jahnplatz]] - offenbar auch eine Suppenküche (''Volksküche'') befunden.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 47</ref> Die heutige Vereinsbaracke ist die letzte von vielen weiteren Baracken, die sich im Umkreis des Jahnplatzes befanden und noch lange nach dem Krieg mehreren Menschen ein Dach über dem Kopf boten. | Nach Kriegsende wurde die heutige Vereinsbaracke vom britischen und kanadischen Militär erneut als Lazarett genutzt. Zeitzeugen berichten davon, dass sie als Kinder gerne hier vorbeiliefen, da sie von den Besatzungssoldaten oft Schokolade geschenkt bekamen.<ref>Zeitzeugenbefragung am 10. März 2021</ref> Von 1947 bis 1950 hat sich hier - oder in einer der anderen [[Barackenlager (Jahnplatz)|Baracken]] am [[Jahnplatz]] - offenbar auch eine Suppenküche (''Volksküche'') befunden.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 47</ref> Die heutige Vereinsbaracke ist die letzte von vielen weiteren Baracken, die sich im Umkreis des Jahnplatzes befanden und noch lange nach dem Krieg mehreren Menschen ein Dach über dem Kopf boten. | ||
Nach 1959 wurde die Lazarettbaracke als Vereinsheim umgewidmet und wurde zuerst vom 1945 gegründeten [[FC Norden]] genutzt. Seit 1983 hat auch der [[PSV Norden]] hier seinen Vereinssitz.<ref>[http://www.psv-norden.de/Verein/Chronik/chronik.html Chronik des] [[PSV Norden]], abgerufen am 18. März 2021</ref> Neben diesem haben auch [[Nörder Danzkoppel]] sowie [[Concordia Norden-Neustadt]] hier ihre Heimat. | Nach 1959 wurde die Lazarettbaracke als Vereinsheim umgewidmet und wurde zuerst vom 1945 gegründeten [[FC Norden]] genutzt.<ref>Zeitzeugenbefragung am 30. Juli 2021</ref> Seit 1983 hat auch der [[PSV Norden]] hier seinen Vereinssitz.<ref>[http://www.psv-norden.de/Verein/Chronik/chronik.html Chronik des] [[PSV Norden]], abgerufen am 18. März 2021</ref> Neben diesem haben auch [[Nörder Danzkoppel]] sowie [[Concordia Norden-Neustadt]] hier ihre Heimat. | ||
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