Norddeicher Straße: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| Zeile 43: | Zeile 43: | ||
Wie auch an der [[Bahnhofstraße]] und der [[Linteler Straße]] errichteten mehrere wohlhabende Großbauern, vorwiegend aus der [[Westermarsch]], um die Jahrhundertwende (um 1900) ihre Alterssitze als prachtvolle Stadtvillen, zumeist im Jugendstil.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 277</ref> Anhand der preußischen Grundkarte von ca. 1895 ist erkennbar, dass sich der Straßenverlauf spätestens seitdem nicht geändert hat.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> In den Folgejahren entwickelte sie sich immer mehr zu einer Hauptstraße, durch die zahlreiche Erholungssuchende mit ihren Kutschen (und später Kraftfahrzeugen) nach [[Norddeich]] fuhren. Schon im Sommer 1929 berichtete der [[Ostfriesischer Kurier]] über einen regen Kraftfahrzeugverkehr auf der Norddeicher Straße.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 24</ref> Bis zum Bau der [[Umgehungsstraße]] vergingen dennoch gut 80 Jahre nach diesem Zeitungsbericht. | Wie auch an der [[Bahnhofstraße]] und der [[Linteler Straße]] errichteten mehrere wohlhabende Großbauern, vorwiegend aus der [[Westermarsch]], um die Jahrhundertwende (um 1900) ihre Alterssitze als prachtvolle Stadtvillen, zumeist im Jugendstil.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 277</ref> Anhand der preußischen Grundkarte von ca. 1895 ist erkennbar, dass sich der Straßenverlauf spätestens seitdem nicht geändert hat.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> In den Folgejahren entwickelte sie sich immer mehr zu einer Hauptstraße, durch die zahlreiche Erholungssuchende mit ihren Kutschen (und später Kraftfahrzeugen) nach [[Norddeich]] fuhren. Schon im Sommer 1929 berichtete der [[Ostfriesischer Kurier]] über einen regen Kraftfahrzeugverkehr auf der Norddeicher Straße.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 24</ref> Bis zum Bau der [[Umgehungsstraße]] vergingen dennoch gut 80 Jahre nach diesem Zeitungsbericht. | ||
1971 wurde die Straße erheblich verbreitert. Den Baumaßnahmen mussten neben ganzen Gebäuden, wie etwa das Haus [[Am Markt 53]], auch die Einfriedungsmauer mit Zaunelementen vor dem Hauptgebäude des [[Ulrichsgymnasium|Ulrichsgymnasiums]] weichen.<ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 17</ref> Auch die Alleeartige Bepflanzung und die zahlreichen und prachtvollen Vorgärten der Stadtvillen | 1964 bis 1965 sowie erneut 1971 wurde die Straße erheblich verbreitert bzw. ausgebaut.<ref name=":0">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 110</ref><ref name=":1" /> Den Baumaßnahmen mussten neben ganzen Gebäuden, wie etwa das Haus [[Am Markt 53]], auch die Einfriedungsmauer mit Zaunelementen vor dem Hauptgebäude des [[Ulrichsgymnasium|Ulrichsgymnasiums]] weichen.<ref name=":1">Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 17</ref> Auch die Alleeartige Bepflanzung und die zahlreichen und prachtvollen Vorgärten der Stadtvillen verschwanden hierdurch für immer aus dem Stadtbild.<ref name=":0" /> | ||
==Gebäude und Plätze== | ==Gebäude und Plätze== | ||