Jahnplatz: Unterschied zwischen den Versionen
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Ein Ausbau mit weiteren Sportanlagen und Tribünen erfolgte gut elf Jahre später, das nun so genannte ''Jahnstadion'' wurde am 14. August 1938 von den Nationalsozialisten feierlich nach kurzer Bauzeit eingeweiht.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Als Arbeiter fungierten - in mehr oder minder freiwilliger Leistung - Angehörige der NSDAP, örtlicher Vereine sowie die Belegschaft privater und öffentlicher Einrichtungen bzw. Betriebe.<ref name=":1">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 34</ref> Benannt wurde der Platz nach Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852), bekannt als ''Turnvater Jahn'', dem Gründer der ''Turnbewegung'', obwohl dieser dem Fußball abneigend gegenüber stand. | Ein Ausbau mit weiteren Sportanlagen und Tribünen erfolgte gut elf Jahre später, das nun so genannte ''Jahnstadion'' wurde am 14. August 1938 von den Nationalsozialisten feierlich nach kurzer Bauzeit eingeweiht.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Als Arbeiter fungierten - in mehr oder minder freiwilliger Leistung - Angehörige der NSDAP, örtlicher Vereine sowie die Belegschaft privater und öffentlicher Einrichtungen bzw. Betriebe.<ref name=":1">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 34</ref> Benannt wurde der Platz nach Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852), bekannt als ''Turnvater Jahn'', dem Gründer der ''Turnbewegung'', obwohl dieser dem Fußball abneigend gegenüber stand. | ||
Der Sportplatz erstreckte sich bei Beginn nur auf den Bereich um das Stadion, der nordöstliche Teil kam erst wesentlich später hinzu.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0115004.jpg)</ref><ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0115004-2.jpg)</ref> | Der Sportplatz erstreckte sich bei Beginn nur auf den Bereich um das Stadion, der nordöstliche Teil kam erst wesentlich später hinzu.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0115004.jpg)</ref><ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0115004-2.jpg)</ref> Auf dem Vorplatz gen [[Am Sportplatz]] befanden sich bis etwa 1949 mehrere Baracken mit unterschiedlicher Nutzung (Lazarett, Lagerstätten), die größtenteils im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], teilweise jedoch erst kurz nach Kriegsende errichtet wurden.<ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 32</ref><ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 41</ref> Die Baracken boten nach dem Krieg mehreren Menschen ein Dach über dem Kopf.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0115026-1.jpg)</ref> Die letzte, erhaltene Baracke aus der Zeit wird heute als [[Vereinsheim (Kastanienallee)|Vereinsheim]] (an der [[Kastanienallee]]) genutzt. | ||
In der Nachkriegszeit erfasste die Stadt ein regelrechtes Sportfieber, die Mitgliedschaft in einem Sportverein war nahezu obligatorisch. Am 18. Mai 1947 richtete der [[Norder Turnverein]] daher auf dem Jahnplatz den ''1. Großen Sporttag'' aus. Zwei Jahre später, 1949, wurde der [[Motorsportclub Norden]] gegründet. Da dieser die Aschenbahn für seine Rennen nutzte, kam es zu Streitigkeiten mit den Alteingesessenen. Durch den Motorsport wurde die Aschenbahn beschädigt, doch zogen die Rennen teilweise bis zu 10.000 Zuschauer an, was der Stadt und dem Verein beträchtliche Einnahmen brachte.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 14</ref> 1957 erzielte man eine Einigung und die Rennen fanden nun auf dem Sportplatz im [[Vertriebenenlager Tidofeld]] statt. | In der Nachkriegszeit erfasste die Stadt ein regelrechtes Sportfieber, die Mitgliedschaft in einem Sportverein war nahezu obligatorisch. Am 18. Mai 1947 richtete der [[Norder Turnverein]] daher auf dem Jahnplatz den ''1. Großen Sporttag'' aus. Zwei Jahre später, 1949, wurde der [[Motorsportclub Norden]] gegründet. Da dieser die Aschenbahn für seine Rennen nutzte, kam es zu Streitigkeiten mit den Alteingesessenen. Durch den Motorsport wurde die Aschenbahn beschädigt, doch zogen die Rennen teilweise bis zu 10.000 Zuschauer an, was der Stadt und dem Verein beträchtliche Einnahmen brachte.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 14</ref> 1957 erzielte man eine Einigung und die Rennen fanden nun auf dem Sportplatz im [[Vertriebenenlager Tidofeld]] statt. | ||