Frisia See: Unterschied zwischen den Versionen
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Am 21. August 1955 war das Freibad mit den ostfriesischen Bezirksmeisterschaften erstmals Austragungsort eines großen Wettkampfes. In den Folgejahren erfreute sich das Freibad wachsender Beliebtheit und zog jährlich mehrere zehntausend Besucher an. Durch großzügige Spenden ortsansässiger Unternehmen und Privatleuten wurde die Anlage stetig erweitert. Das Ufer wurde befestigt, es wurden Wege angelegt, Blumen gepflanzt und Bänke aufgestellt.<ref name=":1" /> | Am 21. August 1955 war das Freibad mit den ostfriesischen Bezirksmeisterschaften erstmals Austragungsort eines großen Wettkampfes. In den Folgejahren erfreute sich das Freibad wachsender Beliebtheit und zog jährlich mehrere zehntausend Besucher an. Durch großzügige Spenden ortsansässiger Unternehmen und Privatleuten wurde die Anlage stetig erweitert. Das Ufer wurde befestigt, es wurden Wege angelegt, Blumen gepflanzt und Bänke aufgestellt.<ref name=":1" /> | ||
1958 richtete der Verein aus einer alten, an den See angrenzenden Wehrmachtsbaracke ein Vereinsheim ein. Nachdem direkt daneben ein Jahr später das heute als [[Jugendzentrum]] genutzte, neue Vereinsheim entstand, wurde die Baracke zu einer ''Strandhalle'' umfunktioniert. 1963 bis 1964 entstand auf dem Grund der Strandhalle bzw. ehemaligen Baracke schließlich das zu Ehren des Vereins benannte, städtische ''[[Frisia Bad]]''.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 67</ref> Ursprünglich hatte der Verein selbst seit seiner Hauptversammlung vom 30. März 1960 geplant, ein solches Schwimmbad zu errichten, doch ließ ein verregneter Sommer den Verein in wirtschaftliche Schieflage geraten, sodass er seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte. Das avisierte und genehmigte Darlehen von über 1,5 Millionen Mark konnte der Verein dadurch nicht mehr erhalten. Die Stadt sprang ein, erwarb das gesamte Gelände und baute schließlich selbst das besagte Schwimmbad.<ref name=":1" /> | 1958 richtete der Verein aus einer alten, an den See angrenzenden Wehrmachtsbaracke ein Vereinsheim ein. Nachdem direkt daneben ein Jahr später das heute als [[Jugendzentrum]] genutzte, neue Vereinsheim entstand, wurde die Baracke zu einer ''Strandhalle'' umfunktioniert.<ref name=":2" /> Am 1. Juli 1958 wurde eine [[Minigolfanlage (Parkstraße)|Minigolfanlage]] eingeweiht.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 39</ref> | ||
1963 bis 1964 entstand auf dem Grund der Strandhalle bzw. ehemaligen Baracke schließlich das zu Ehren des Vereins benannte, städtische ''[[Frisia Bad]]''.<ref name=":2">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 67</ref> Ursprünglich hatte der Verein selbst seit seiner Hauptversammlung vom 30. März 1960 geplant, ein solches Schwimmbad zu errichten, doch ließ ein verregneter Sommer den Verein in wirtschaftliche Schieflage geraten, sodass er seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte. Das avisierte und genehmigte Darlehen von über 1,5 Millionen Mark konnte der Verein dadurch nicht mehr erhalten. Die Stadt sprang ein, erwarb das gesamte Gelände und baute schließlich selbst das besagte Schwimmbad.<ref name=":1" /> | |||
Seit 1963 litt das Freibad jedoch unter niedrigen Wasserständen, die vor allem dadurch bedingt waren, dass man den Grundwasserspiegel nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] künstlich abgesenkte, um insbesondere das tiefliegende [[Marsch|Marschland]] landwirtschaftlich besser nutzbar und allgemein passierbarer zu machen. Die Wasserqualität kippte und das Baden wurde 1965 verboten.<ref name=":1" /> Hinzu kamen gefährliche Strömungen, die typisch für ehemalige Baggerseen sind. Bis heute ist bereits das Betreten des Geländes und ganz besonders das Baden im See nicht gestattet. | Seit 1963 litt das Freibad jedoch unter niedrigen Wasserständen, die vor allem dadurch bedingt waren, dass man den Grundwasserspiegel nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] künstlich abgesenkte, um insbesondere das tiefliegende [[Marsch|Marschland]] landwirtschaftlich besser nutzbar und allgemein passierbarer zu machen. Die Wasserqualität kippte und das Baden wurde 1965 verboten.<ref name=":1" /> Hinzu kamen gefährliche Strömungen, die typisch für ehemalige Baggerseen sind. Bis heute ist bereits das Betreten des Geländes und ganz besonders das Baden im See nicht gestattet. | ||