Johann Diepenbrock: Unterschied zwischen den Versionen
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Den Orgelbau hat Diepenbrock anscheinend außerhalb Ostfrieslands erlernt.<ref>Kaufmann, Walter (1968): Die Orgeln Ostfrieslands, Aurich, S. 53</ref> Im Jahr 1881 machte er sich in Norden selbstständig, wo er seine Werkstatt an der [[Osterstraße]] hatte. Aus der Familie Diepenbrock gingen mehrere Tischler und Zimmermänner hervor.<ref>Cremer, Ufke ( | Den Orgelbau hat Diepenbrock anscheinend außerhalb Ostfrieslands erlernt.<ref>Kaufmann, Walter (1968): Die Orgeln Ostfrieslands, Aurich, S. 53</ref> Im Jahr 1881 machte er sich in Norden selbstständig, wo er seine Werkstatt an der [[Osterstraße]] hatte. Aus der Familie Diepenbrock gingen mehrere Tischler und Zimmermänner hervor.<ref>Cremer, Ufke (1934): Die Einwohner der Stadt Norden im Jahre 1811, Norden, S. 17</ref><ref>[https://www.tote-punkte-ostfriesland.de/suche.php?kirchspiel=Norden Namensverzeichnis mit Erwähnung des Namens Diepenbrock], abgerufen am 21. Dezember 2021</ref> | ||
Seine Werke wurden solide ausgeführt und spiegeln die Bauweise und Klangästhetik aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wider. Während sich außerhalb Ostfriesland die pneumatische Traktur durchsetzte, baute Diepenbrock Orgeln mit mechanischer Kegellade und ohne Schwellwerk, teils hinter einem historisierenden Prospekte (so in Werdum und Hatzum), in der Regel aber im neogotischen Stil (so in Wymeer, Loga und Blomberg). Die Prospekte fertigten lokale Tischler an. Diepenbrock repräsentiert die letzte Phase eigenständiger ostfriesischer Orgelbauer vor dem industriellen Orgelbau, die bereits vom Niedergang der hochstehenden Orgelkultur gekennzeichnet war.<ref>Vogel, Harald (1995): Orgellandschaft Ostfriesland, Norden, S. 117f.</ref> | Seine Werke wurden solide ausgeführt und spiegeln die Bauweise und Klangästhetik aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wider. Während sich außerhalb Ostfriesland die pneumatische Traktur durchsetzte, baute Diepenbrock Orgeln mit mechanischer Kegellade und ohne Schwellwerk, teils hinter einem historisierenden Prospekte (so in Werdum und Hatzum), in der Regel aber im neogotischen Stil (so in Wymeer, Loga und Blomberg). Die Prospekte fertigten lokale Tischler an. Diepenbrock repräsentiert die letzte Phase eigenständiger ostfriesischer Orgelbauer vor dem industriellen Orgelbau, die bereits vom Niedergang der hochstehenden Orgelkultur gekennzeichnet war.<ref>Vogel, Harald (1995): Orgellandschaft Ostfriesland, Norden, S. 117f.</ref> | ||