Weißes Haus: Unterschied zwischen den Versionen
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| | |vor 1830 | ||
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|Bauweise | |Bauweise | ||
| | |1999 abgebrochen | ||
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|Erhaltungszustand | |Erhaltungszustand | ||
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Das '''Weiße Haus''' war eine Gaststätte am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] 79 | Das '''Weiße Haus''' war eine Gaststätte am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] 79, die 1999 für Neubauten der [[Sparkasse Aurich-Norden]] abgebrochen wurde. | ||
== Geschichte == | |||
Das Weiße Haus dürfte zu den ältesten Gaststätten in Norden gehört haben. Bis um 1830 trug die Gaststätte noch den Namen ''Zum güldenen Hasen''. Der neue Gastwirt [[Jakob Friedrichs|Jakob N. Friedrichs]] benannte die Gaststätte um. Über die Namenherkunft des Hauses gibt es folgende Erklärung: Während alle anderen Norder Gaststätten bei Einbruch der Dunkelheit schlossen, war das ''Weiße Haus'' auch zur Nachtzeit noch bereit, Reisende aufzunehmen. Um für die Ortsunkundigen besser erkennbar zu sein, strich man es weiß. Auch in anderen Orten in Ostfriesland gab es ein ''Weißes Haus'', weshalb diese Erklärung sehr plausibel erscheint.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 136</ref> | |||
1919 erwarb der Gastwirt [[Hermann Heeren]] das Gebäude, der noch bis in die 1920er Jahre die für eine Ausspannwirtschaft typischen Pferdestallungen vorhielt, ehe diese im Zuge des aufkommenden Kraftfahrzeugverkehrs verschwanden. Wegen der großen Stallungen, die seinerzeit die größten in Ostfriesland waren, war die Gastwirtschaft besonders auch bei den Bauern des Umlandes beliebt, da sie genug Platz bot, um die Pferde und Kutschen unterzustellen. Der Haupttag war stets der zweite Tag des [[Pfingstmarkt|Pfingstmarktes]]. In den Aufzeichnungen Heerens wurden an diesem Tag im Jahre 1919 insgesamt 102 Pferde gezählt. Durch die zunehmende Motorisierung verringerte sich diese Zahl jedoch im Laufe der Jahre und sank bis 1929 auf 16, bis 1937 schließlich kein Pferd mehr untergestellt wurde.<ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 46</ref> | |||
Bis 1926 war die Gastwirtschaft zugleich auch eine [[Posthalterschaft|Posthalterei]].<ref name=":0" /> In dieser Zeit erhielt sie den Namen ''Jever-Faß'' und verlor nachfolgend wohl auch ihre weiße Fassade durch einen neuen Anstrich.<ref name=":1" /> Bis zu ihrem Abbruch hatte die Gaststätte den Namen ''Akropolis'' und war ein griechisches Restaurant.<ref name=":0" /> Dies blieb so bis das Gebäude in den Besitz der [[Sparkasse Aurich-Norden]] kam. Diese ließ das Gebäude 1999 abbrechen und von 2000 bis 2001 durch einen Neubau ersetzen.<ref name=":1">Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 39</ref> Hier befindet sich seitdem eine auf den Immobilienmarkt spezialisierte Außenstelle der Sparkasse, zu der auch die Anschriften Neuer Weg 79 A und B zählen. | |||
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