Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 43: | Zeile 43: | ||
==Stromversorgung== | ==Stromversorgung== | ||
Am 10. März 1914, gerade mal vier Monate vor Beginn des Ersten Weltkriegs, erhielt Norden den Anschluss an das Stromnetz. | 1913 trat die [[Stadt Norden]], einhergehend mit dem Bau des [[Krankenhaus Norden|Norder Krankenhauses]] in Verhandlungen mit der Firma ''Siemens'', die 1909 ein Torfkraftwerk in Wiesmoor errichtete hatte, um einen Anschluss an die Elektrizitätsversorgung zu erhalten.<ref name=":0" /><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 16</ref> Die Verhandlungen waren intensiv und langwierig, letzten Endes jedoch erfolgreich. Am 10. März 1914, gerade mal vier Monate vor Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], erhielt Norden den Anschluss an das Stromnetz.<ref name=":0" /><ref name=":3">Stadtwerke Norden (2021): Zeitreise in Text und Bild. 125 Jahre Stadtwerke Norden, Norden, S. 3</ref> Am 5. Juni 1914 wurde die ''Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft'' (AEG) mit der Installation der innerstädtischen Kabel beauftragt. Die Kosten hierfür beliefen sich auf 70.320 Mark.<ref name=":3" /> Direkt zu Beginn meldeten bereits 400 Norder Haushalte einen Anschlussbedarf an.<ref name=":0" /> | ||
Zum 1. Oktober 1915 wurden durch die Stadt auch die Übergabestationen im Stadtgebiet und die Umspannwerke zum Anschluss an das Avacon Netz übernommen. 1925 übernahm man die von der Firma Siemens errichteten Transformatoren.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 295</ref> Am 1. Oktober 1943 erfolgte durch Übertragung der Verträge die Versorgung über die EWE.<ref name=":0" /> | Zum 1. Oktober 1915 wurden durch die Stadt auch die Übergabestationen im Stadtgebiet und die Umspannwerke zum Anschluss an das ''Avacon''-Netz übernommen. 1925 übernahm man die von der Firma ''Siemens'' errichteten Transformatoren.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 295</ref> Am 1. Oktober 1943 erfolgte durch Übertragung der Verträge die Versorgung über die ''EWE''.<ref name=":0" /> | ||
Das Stromnetz wurde kontinuierlich ausgebaut. Im Jahr 1983 übernahmen die Stadtwerke die Konzession und das Stromnetz für bzw. in der [[Ostermarsch]] für 2,1 Millionen DM und begannen mit der Eigenproduktion von Strom. So wurde erstmals ein Blockheizkraftwerk errichtet. Mittlerweile betreiben die Stadtwerke elf Blockheizkraftwerke im gesamten Stadtgebiet, eins davon befindet sich im [[Ocean Wave]], ein weiteres im ehemaligen Kessel- und Maschinenraum der Firma [[Doornkaat]]. Am 2. Dezember 1987 wurde der erste unter dem Namen [[Nörder Windloopers]] bekannte Windpark am [[Fledderweg]] eröffnet. Gebaut wurden fünf Windkraftanlagen zu je 55 kW für rund 1,1 Millionen DM. Der Windpark wurde Anfang 2019 nach 31 Jahren abgebaut.<ref>[https://wind-turbine.com/magazin/innovationen-aktuelles/109386/windpark-aus-nach-31-jahren.html Bericht über die Schließung des Windparks vom 21. Januar 2019], abgerufen am 13. April 2021</ref> Seit 2003 existiert jedoch ein weiterer, durch die Stadtwerke betriebener Windpark am [[Marschweg]] in [[Ostermarsch]].<ref name=":1">[https://www.stadtwerke-norden.de/ihre-stadtwerke/umwelt.html Internetseite der Stadtwerke Norden (Abschnitt "Umwelt")], abgerufen am 14. April 2021</ref> | Das Stromnetz wurde kontinuierlich ausgebaut. Im Jahr 1983 übernahmen die Stadtwerke die Konzession und das Stromnetz für bzw. in der [[Ostermarsch]] für 2,1 Millionen DM und begannen mit der Eigenproduktion von Strom. So wurde erstmals ein Blockheizkraftwerk errichtet. Mittlerweile betreiben die Stadtwerke elf Blockheizkraftwerke im gesamten Stadtgebiet, eins davon befindet sich im [[Ocean Wave]], ein weiteres im ehemaligen Kessel- und Maschinenraum der Firma [[Doornkaat]]. Am 2. Dezember 1987 wurde der erste unter dem Namen [[Nörder Windloopers]] bekannte Windpark am [[Fledderweg]] eröffnet. Gebaut wurden fünf Windkraftanlagen zu je 55 kW für rund 1,1 Millionen DM. Der Windpark wurde Anfang 2019 nach 31 Jahren abgebaut.<ref>[https://wind-turbine.com/magazin/innovationen-aktuelles/109386/windpark-aus-nach-31-jahren.html Bericht über die Schließung des Windparks vom 21. Januar 2019], abgerufen am 13. April 2021</ref> Seit 2003 existiert jedoch ein weiterer, durch die Stadtwerke betriebener Windpark am [[Marschweg]] in [[Ostermarsch]].<ref name=":1">[https://www.stadtwerke-norden.de/ihre-stadtwerke/umwelt.html Internetseite der Stadtwerke Norden (Abschnitt "Umwelt")], abgerufen am 14. April 2021</ref> | ||