Sparkasse Aurich-Norden: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 20: | Zeile 20: | ||
Die '''Sparkasse Aurich-Norden''' ist das älteste noch bestehende Bankinstitut in Norden. Es ging aus der 1840 gegründeten ''Stadtsparkasse Norden'' (seit 1924: ''Kreis- und Stadtsparkasse Norden'') hervor. Sie hat ihren Hauptsitz im auch als ''[[Löwenbank]]'' bezeichneten Gebäude am [[Neuer Weg|Neuen Weg]], vom Volksmund nach einem Löwen über der Eingangstür benannt, das ursprünglich Sitz der [[Norder Bank]] war. | Die '''Sparkasse Aurich-Norden''' ist das älteste noch bestehende Bankinstitut in Norden. Es ging aus der 1840 gegründeten ''Stadtsparkasse Norden'' (seit 1924: ''Kreis- und Stadtsparkasse Norden'') hervor. Sie hat ihren Hauptsitz im auch als ''[[Löwenbank]]'' bezeichneten Gebäude am [[Neuer Weg|Neuen Weg]], vom Volksmund nach einem Löwen über der Eingangstür benannt, das ursprünglich Sitz der [[Norder Bank]] war. | ||
__TOC__ | __TOC__ | ||
== Geschichte == | ==Geschichte== | ||
In Reaktion auf die großen sozialen Veränderungen der prosperierenden Industrialisierung veranlassen engagierte Norder Bürger 1840 die Gründung einer Leih- und Sparkasse in Norden.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 90</ref> Schnell entwickeln sich diese gut und übernehmen wichtige Funktionen im Wirtschaftsleben. Für viele arme Tagelöhner, die oftmals aus ärmeren Regionen Deutschlands, vor allem Westfalen stammten, waren damals die sogenannten ''Leihbanken'' von existenzieller Bedeutung, da sie hier gegen hinreichendes Pfand und mäßige Zinsen (kleinere) Geldsummen leihen konnten. So zumindest die Theorie: Zwar unterlagen die Banken seit 1787 dem preußischen Pfand- und Leihreglement, behördlich kontrolliert wurden sie jedoch kaum. Wucher und Ausbeutung waren die Folge. Es fehlte an günstigen Krediten und der Möglichkeit, kleinere Beträge anzusparen.<ref name=":0">[https://www.sparkasse-aurich-norden.de/content/dam/myif/spk-aurich-norden/work/dokumente/pdf/ihre-sparkasse/Chronik.pdf?n=true Chronik der Sparkasse Aurich-Norden], abgerufen am 2. Juni 2021</ref> | In Reaktion auf die großen sozialen Veränderungen der prosperierenden Industrialisierung veranlassen engagierte Norder Bürger 1840 die Gründung einer Leih- und Sparkasse in Norden.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 90</ref> Schnell entwickeln sich diese gut und übernehmen wichtige Funktionen im Wirtschaftsleben. Für viele arme Tagelöhner, die oftmals aus ärmeren Regionen Deutschlands, vor allem Westfalen stammten, waren damals die sogenannten ''Leihbanken'' von existenzieller Bedeutung, da sie hier gegen hinreichendes Pfand und mäßige Zinsen (kleinere) Geldsummen leihen konnten. So zumindest die Theorie: Zwar unterlagen die Banken seit 1787 dem preußischen Pfand- und Leihreglement, behördlich kontrolliert wurden sie jedoch kaum. Wucher und Ausbeutung waren die Folge. Es fehlte an günstigen Krediten und der Möglichkeit, kleinere Beträge anzusparen.<ref name=":0">[https://www.sparkasse-aurich-norden.de/content/dam/myif/spk-aurich-norden/work/dokumente/pdf/ihre-sparkasse/Chronik.pdf?n=true Chronik der Sparkasse Aurich-Norden], abgerufen am 2. Juni 2021</ref> | ||
| Zeile 45: | Zeile 45: | ||
Mit Wirkung zum 1. März 2001 schlossen sich die Kreis- und Stadtsparkasse Norden und die Kreissparkasse Aurich (Ostfriesische Sparkasse) zusammen. Mit rund vier Milliarden D-Mark Bilanzsumme wurde die ''Sparkasse Aurich-Norden'' sodann die größte Sparkasse Ostfrieslands. In dem 2009 geschaffenen ''ImmobilienForum'' mit Sitz in der [[Doornkaatlohne 14]] arbeiten Finanzierungsberater und Immobilienvermittler eng zusammen. Ihre landwirtschaftliche Kompetenz hat die Sparkasse im Agrarcenter gebündelt. Dort kümmern sich die Mitarbeiter um die Belange ihrer Kunden aus der Landwirtschaft. In ihrem ''FirmenkundenCenter'' betreut die Sparkasse ihre gewerblichen Kunden in allen finanziellen Angelegenheiten.<ref name=":0" /> | Mit Wirkung zum 1. März 2001 schlossen sich die Kreis- und Stadtsparkasse Norden und die Kreissparkasse Aurich (Ostfriesische Sparkasse) zusammen. Mit rund vier Milliarden D-Mark Bilanzsumme wurde die ''Sparkasse Aurich-Norden'' sodann die größte Sparkasse Ostfrieslands. In dem 2009 geschaffenen ''ImmobilienForum'' mit Sitz in der [[Doornkaatlohne 14]] arbeiten Finanzierungsberater und Immobilienvermittler eng zusammen. Ihre landwirtschaftliche Kompetenz hat die Sparkasse im Agrarcenter gebündelt. Dort kümmern sich die Mitarbeiter um die Belange ihrer Kunden aus der Landwirtschaft. In ihrem ''FirmenkundenCenter'' betreut die Sparkasse ihre gewerblichen Kunden in allen finanziellen Angelegenheiten.<ref name=":0" /> | ||
== Literatur == | ==Literatur== | ||
*Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S 107-110 | *Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S 107 - 110 | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||