Bargebur: Unterschied zwischen den Versionen
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Bargebur ist ein Stadtteil von Norden und hat rund 450 Einwohner (Stand: 30.06.2020)<ref>[https://www.norden.de/index.php?ModID=7&FID=3170.8883.1&object=tx%7C3170.8883.1 Norden.de: Einwohnerzahl nach Ortsteilen]</ref>, die sich auf einer Fläche von 0,65 km² verteilen<ref>[https://www.norden.de/Stadtleben/Die-Stadt/Ortsteile/ Norden.de: Ortsteile der Stadt Norden]</ref> | Bargebur ist ein Stadtteil von Norden und hat rund 450 Einwohner (Stand: 30.06.2020)<ref>[https://www.norden.de/index.php?ModID=7&FID=3170.8883.1&object=tx%7C3170.8883.1 Norden.de: Einwohnerzahl nach Ortsteilen]</ref>, die sich auf einer Fläche von 0,65 km² verteilen.<ref>[https://www.norden.de/Stadtleben/Die-Stadt/Ortsteile/ Norden.de: Ortsteile der Stadt Norden]</ref> | ||
Im Norden grenzt Bargebur an [[Norden (Stadtteil)|Norden]], im Osten an [[Tidofeld]] sowie im Süden und Osten an [[Süderneuland II]]. | Im Norden grenzt Bargebur an [[Norden (Stadtteil)|Norden]], im Osten an [[Tidofeld]] sowie im Süden und Osten an [[Süderneuland II]]. | ||
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Erstmalige Erwähnung findet wird der Ort als "to Berghum" im Jahr 1436. Eine zweite Erwähnung folgt im Jahr 1433, als es zwischen den Häuptlingen [[Fokko Ukena]] und [[Ulrich Cirksena]] zu der sogenannten "[[Schlacht von Bargebur]]" im Rahmen der [[Ostfriesischen Freiheitskämpfe]] kam. | Erstmalige Erwähnung findet wird der Ort als "to Berghum" im Jahr 1436. Eine zweite Erwähnung folgt im Jahr 1433, als es zwischen den Häuptlingen [[Fokko Ukena]] und [[Ulrich Cirksena]] zu der sogenannten "[[Schlacht von Bargebur]]" im Rahmen der [[Ostfriesischen Freiheitskämpfe]] kam. | ||
Spätere Bezeichnungen waren "to Bergen in Norderlande“ (1445), "inn Bargerburhen" (1553), "Bergerbur" (1599) und "Bargerbuhr" (1787). Die heutige Schreibweise ist schließlich seit 1871 belegt. | Spätere Bezeichnungen waren "to Bergen in Norderlande“ (1445), "inn Bargerburhen" (1553), "Bergerbur" (1599) und "Bargerbuhr" (1787). Die heutige Schreibweise ist schließlich seit 1871 belegt. Für das Jahr 1848 sind 13 bewohnte Häuser mit insgesamt 82 Bewohnern belegt. | ||
Der ursprünglich eingliedrige Siedlungsname ist entweder Dativ-Plural von Berg (Anhöhe; am Hang der nach Osten sich erhebenden Geest) oder von einem nicht belegten altfriesischen Substantiv "-berg", was soviel wie "Bergung" oder "Schutz" aber auch "Scheune" bzw. "Dach für Heu und Korn" bedeutet. Der Wortbestandteil "Bur" für "Bauerschaft" wurde erst später angehängt. | Der ursprünglich eingliedrige Siedlungsname ist entweder Dativ-Plural von Berg (Anhöhe; am Hang der nach Osten sich erhebenden Geest) oder von einem nicht belegten altfriesischen Substantiv "-berg", was soviel wie "Bergung" oder "Schutz" aber auch "Scheune" bzw. "Dach für Heu und Korn" bedeutet. Der Wortbestandteil "Bur" für "Bauerschaft" wurde erst später angehängt. | ||
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Der Graf gestattete den reformierten Christen letztlich im Jahr 1680, eine Kirche auf seiner Grundherrschaft zu errichten. Der Baubeginn wird auf den 12. Juli 1680 datiert. Das für den Bau notwendige Land schenkte der Graf der Gemeinde bereits 1679. | Der Graf gestattete den reformierten Christen letztlich im Jahr 1680, eine Kirche auf seiner Grundherrschaft zu errichten. Der Baubeginn wird auf den 12. Juli 1680 datiert. Das für den Bau notwendige Land schenkte der Graf der Gemeinde bereits 1679. | ||
Die Norder Lutheraner sahen hierin eine Verletzung ihrer Privilegien und versuchten, den Bau der Kirche durch Sabotageaktionen und Überfälle zu verhindern. | Die Norder Lutheraner sahen hierin eine Verletzung ihrer Privilegien und versuchten, den Bau der Kirche durch Sabotageaktionen und Überfälle zu verhindern. Der Bau der Kirche kam dadurch gänzlich zum Erliegen. | ||
Dodo II. stand zu jener Zeit im Dienste von Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg und Herzog von Preußen, dessen Truppen seinerzeit Greetsiel besetzten. Auf Bitten von Dodo II. verlegte der Kurfürst 1684 einen Teil dieser Truppen nach Bargebur, um den Bau | Dodo II. stand zu jener Zeit im Dienste von Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg und Herzog von Preußen, dessen Truppen seinerzeit Greetsiel besetzten. Auf Bitten von Dodo II. verlegte der Kurfürst 1684 einen Teil dieser Truppen nach Bargebur, um den Bau zu schützen, sodass die [[Bargeburer Kirche]] schließlich im selben Jahr - innerhalb von nur vier Monaten - fertiggestellt werden konnte.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Bargebur.pdf Beschreibung von Bargebur] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref><ref>[https://luetetsburg-norden.reformiert.de/geschiche.html Geschichte der Reformierten in Norden], abgerufen am 18. November 2020.</ref> | ||
== Sehenswürdigkeiten == | == Sehenswürdigkeiten == | ||
* Evangelisch-reformierte [[Bargeburer Kirche]] | * Evangelisch-reformierte [[Bargeburer Kirche]] | ||