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Wie in vielen Straßen und Orten in Norden kam es in den 1930er Jahren zur Gründung einer Straßenfußballmannschaft durch die unter 14-jährigen Bewohner, da es durch die nationalsozialistische ''Gleichschaltung'' keine eigenständigen Fußballvereine mehr gab und zudem alle Kinder dieses Alters ausschließlich in der ''Hitlerjugend'' Mitglied sein durften. Die Straßenfußballmannschaft der Kirchstraße galt seinerzeit als eine der besten der Stadt und war der größte Konkurrent der Mannschaft von den ''[[Heimstätten]]''.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 3</ref> | |||
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Version vom 21. Dezember 2021, 17:52 Uhr
Kirchstraße | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Stadtteil/-viertel | Norden | |||||||
| Erschließungsjahr | vor 1235 | |||||||
| Namensgebung | vor 1235 | |||||||
| Historische Namen | keine | |||||||
Die Kirchstraße ist eine Gemeindestraße in Norden. Die Straße grenzt nordwestlich an die Pottbackerslohne und südöstlich an Am Alten Siel. Nordöstlich grenzt die Große Lohne an. Über Gehwege kann man zudem östlich zum Burggraben gelangen.
Geschichte
Herkunft des Namens
Die Straße führt direkt auf die Norder Ludgerikirche (und ehemals auch die Andreaskirche) zu, wodurch sie zu ihrem Namen kam.
Entwicklung
Die Kirchstraße war die Straße der Weber. Die Parzellen auf der Ostseite der Kirchstraße waren relativ klein, besaßen aber einen Garten. 1592 wird bei einem Verkauf von drei Warften in der Kirchstraße als östliche Grenze der Olde Dick (Alter Deich; gemeint ist wohl der Alte Süderdeich) angegeben, der vom Alten Siel kam. Die Straße wurde im Jahre 1968 mit in die Altstadtsanierung einbezogen, wodurch sie praktisch ihren gesamten nördlichen Bereich (ab der Pottbackerslohne) verloren hat.[1] Dieser Bereich gehört heute weitestgehend zum Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz.
Der Name ist spätestens seit der Grundsteuervermessung um ca. 1870 belegt.[2] Sie dürfte jedoch bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung Nordens im Jahre 1255 existiert und damit zu den ältesten Siedlungsgebieten Nordens gehören. Nach einem Stadtplan von 1882 befanden sich hier zu dieser Zeit 60, überwiegend eingeschossige Häuser.[3] Neben reinen Wohnhäusern gab es hier in dieser Zeit mehrere Kleinhändler.[4]
Gebäude und Plätze
Die Straße besteht seit der Altstadtsanierung ausschließlich aus Mehrfamilienhäusern (Wohnblocks).
Trivia
Wie in vielen Straßen und Orten in Norden kam es in den 1930er Jahren zur Gründung einer Straßenfußballmannschaft durch die unter 14-jährigen Bewohner, da es durch die nationalsozialistische Gleichschaltung keine eigenständigen Fußballvereine mehr gab und zudem alle Kinder dieses Alters ausschließlich in der Hitlerjugend Mitglied sein durften. Die Straßenfußballmannschaft der Kirchstraße galt seinerzeit als eine der besten der Stadt und war der größte Konkurrent der Mannschaft von den Heimstätten.[5]
Galerie
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Geschäft Friedrich Trabant - Aufnahme aus der Zeit um 1920.
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Aufnahme aus der Zeit um 1950.
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Aufnahme aus der Zeit um 1950.
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Mit Blick zur Ludgerikirche (um 1960).
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Blick in die Straße - Aufnahme vom 21. April 2003.
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Blick in die Straße - Aufnahme vom 21. April 2003.
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Blick in die Straße - Aufnahme vom 21. April 2003.
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Kirchstraße 27 - Aufnahme vom 16. Oktober 2003.
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Kirchstraße 31 + 32 - Aufnahme vom 25. Mai 2006.
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Kirchstraße 46 - Aufnahme vom 25. Mai 2006.
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Blick auf Parkplatz Götz - Aufnahme vom 21. Oktober 2007.
Einzelnachweise
- ↑ Schreiber, Gretje (1999): Norder Häuser. Die Bewohner der Kirchstraße (I), in: Ostfriesischer Kurier 13./14. Februar 1999, S. 33
- ↑ Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)
- ↑ Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 233
- ↑ Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 91
- ↑ Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 3