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Bis Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die Hooge Riege noch zum Burggraben. Die Bewohner des Burggrabens waren mit Auflagen behaftet und so hieß es im Hypothekenbuch: "Sämtliche Einwohner bey der Burggrafte (= Burggraben) sind schuldig zu laufen, wohin der Amtsverwalter zu Norden die zu senden nötig findet. Was über zwei Meilen ist, wird ihnen bezahlet, als wenn etwa einer nach Wittmund zu schicken wäre, so wird ihm wegen der dritten Meile das Botenlohn gegeben".<ref>Schreiber, Gretje (1999): Norder Häuser, Bewohner Burggraben, Hooge Riege, Mennonitenlohne (I), in: Ostfriesischer Kurier 1. August 1999, S. 7</ref>
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die Hooge Riege noch zum Burggraben. Die Bewohner des Burggrabens waren mit Auflagen behaftet und so hieß es im Hypothekenbuch: "Sämtliche Einwohner bey der Burggrafte (= Burggraben) sind schuldig zu laufen, wohin der Amtsverwalter zu Norden die zu senden nötig findet. Was über zwei Meilen ist, wird ihnen bezahlet, als wenn etwa einer nach Wittmund zu schicken wäre, so wird ihm wegen der dritten Meile das Botenlohn gegeben".<ref>Schreiber, Gretje (1999): Norder Häuser, Bewohner Burggraben, Hooge Riege, Mennonitenlohne (I), in: Ostfriesischer Kurier 1. August 1999, S. 7</ref>


Die "Hoge Riege" dürfte auf der eingeebneten stadtseitigen Nordseite der Befestigung entstanden sein. Diese Burg haben sich wohl die [[Itzinga]] dann im Außengelände zwischen Stadtkern und Sielhafen erbaut.<ref>van Lengen, Hajo (2009): Friesische Landes- und Stadtgemeinde im Mittelalter. Der Fall Norden/Ostfriesland, in: Bünde - Städte - Gemeinden, hrsg. von Werner Freitag und Peter Johanek, Köln Weimar Wien, S. 184</ref>
Die "Hoge Riege" dürfte auf der eingeebneten stadtseitigen Nordseite der Befestigung entstanden sein. [[Olde Borg | Diese Burg]] haben sich wohl die [[Idzinga]] dann im Außengelände zwischen Stadtkern und Sielhafen erbaut.<ref>van Lengen, Hajo (2009): Friesische Landes- und Stadtgemeinde im Mittelalter. Der Fall Norden/Ostfriesland, in: Bünde - Städte - Gemeinden, hrsg. von Werner Freitag und Peter Johanek, Köln Weimar Wien, S. 184</ref>


Die Straße gehört zu den ältesten im Stadtgebiet. Auf der preußischen Grundkarte von etwa 1895 ist erkennbar, dass der Straßenverlauf sich seit dieser Zeit nicht geändert hat, wobei der westliche Arm (ab der Molkereilohne) noch als nicht befestigt dargestellt wird.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref>
Die Straße gehört zu den ältesten im Stadtgebiet. Auf der preußischen Grundkarte von etwa 1895 ist erkennbar, dass der Straßenverlauf sich seit dieser Zeit nicht geändert hat, wobei der westliche Arm (ab der Molkereilohne) noch als nicht befestigt dargestellt wird.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref>