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Der '''Motorsportclub Norden''' (kurz: ''MC Norden'') ist ein am 3. Juni 1949 gegründeter Motorsportclub.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Norden.pdf Beschreibung von Norden] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>
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Der '''Motorsportclub Norden''' (kurz: ''MC Norden'') ist ein am 3. Juni 1949 gegründeter Motorsportclub.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Norden.pdf Beschreibung von Norden] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Kurz nach dem Krieg gegründet, veranstaltete der Verein schon im September 1949 das erste Aschenbahnrennen auf dem [[Jahnplatz]].<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 48</ref> Als der schwedische Fußballverein ''Nybro Idrottsförening'' am 1. Januar 1951 nach Norden kam, geleitete der MC Norden die Schweden von Georgsheil mit einer feierlich geschmückten Eskorte.<ref>[https://fc-norden.de/fc_norden_geschichte/ Geschichte der Fußballsparte des FC Norden], abgerufen am 15. August 2021</ref>
==Geschichte==
Kurz nach dem Krieg gegründet, veranstaltete der Verein schon im September 1949 das erste Aschenbahnrennen auf dem [[Jahnplatz]].<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 48</ref> Als der schwedische Fußballverein ''Nybro Idrottsförening'' am 1. Januar 1951 nach Norden kam, geleitete der MC Norden die Schweden von Georgsheil mit einer feierlich geschmückten Eskorte.<ref>[https://fc-norden.de/fc_norden_geschichte/ Geschichte der Fußballsparte des FC Norden], abgerufen am 15. August 2021</ref>


Seit dem 10. Juni 1956 fanden die Rennen des Vereins auf dem Gelände des ehemaligen [[Vertriebenenlager Tidofeld]] statt, dort, wo sich heute die [[Jadestraße]] und die [[Allerstraße]] erstrecken. Der ehemalige Sportplatz wurde am 14. Januar des Jahres vom Verein erworben.<ref>50 Jahre Tidofeld. 1946 - 1996</ref> Wahrscheinlich wurde ihm der Betrieb auf dem Jahnplatz zuvor untersagt.
Seit dem 10. Juni 1956 fanden die Rennen des Vereins auf dem Gelände des ehemaligen [[Vertriebenenlager Tidofeld]] statt, dort, wo sich heute die [[Jadestraße]] und die [[Allerstraße]] erstrecken. Der ehemalige Sportplatz wurde am 14. Januar des Jahres vom Verein erworben.<ref>50 Jahre Tidofeld. 1946 - 1996</ref> Zuvor kam es zu Streitigkeiten mit den anderen Sportvereinen, da die Motorsportler die Aschenbahn durch die Rennen beschädigten, doch zogen diese so viele Zuschauer an, dass die Stadt nicht gänzlich darauf verzichten wollte. So fand man die Alternative in Tidofeld.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 14</ref>


1969 bis 1970 erbaute der Verein dann den ''Motodrom'' in Halbemond (zwischen [[Berumerfehnkanal]] und [[Nadörster Straße]]). Das Stadion gehört heute zu den größten seiner Art und wurde 1983 abermals erweitert. Im Oktober 1972 fand dort das erste große internationale Rennen mit einem Länderkampf zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion statt, im September 1983 das Speedway-Weltmeisterschaftsfinale.<ref name=":0" /> Insbesondere im Hinblick auf den Kalten Krieg war das Tournier mit der eigentlich feindlichen UdSSR ein bemerkenswerter Meilenstein für den Verein und die Region.
1969 bis 1970 erbaute der Verein dann den ''Motodrom'' in Halbemond (zwischen [[Berumerfehnkanal]] und [[Nadörster Straße]]). Das Stadion gehört heute zu den größten seiner Art und wurde 1983 abermals erweitert. Im Oktober 1972 fand dort das erste große internationale Rennen mit einem Länderkampf zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion statt, im September 1983 das Speedway-Weltmeisterschaftsfinale.<ref name=":0" /> Insbesondere im Hinblick auf den Kalten Krieg war das Tournier mit der eigentlich feindlichen UdSSR ein bemerkenswerter Meilenstein für den Verein und die Region.


1993 stellte der Verein seine Aktivitäten weitestgehend ein, was möglicherweise in einer im Juni 1992 gefloppten Veranstaltung lag. Eine Agentur und der kurzlebige Werbe- und Kulturring Norden veranstalten am und im Motodrom ein Open-Air-Festival, das zu einem finanziellen Fiasko wurde.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 100</ref> Bis heute finden nur noch vereinzelt Wettkämpfe am Motodrom statt.
1993 stellte der Verein seine Aktivitäten weitestgehend ein, was möglicherweise in einer im Juni 1992 gefloppten Veranstaltung lag. Eine Agentur und der kurzlebige Werbe- und Kulturring Norden veranstalten am und im Motodrom ein Open-Air-Festival, das zu einem finanziellen Fiasko wurde.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 100</ref> Bis heute finden nur noch vereinzelt Wettkämpfe am Motodrom statt.
==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references />
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