Gaswerk: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Gaswerk''' (auch: ''Gasanstalt'') wurde 1895 bis 1896 von der Stadt Norden errichtet. An das mittlerweile abgebrochene Gaswerk erinnert heute nur noch der Name [[Gaswerkstraße]]. | Das '''Gaswerk''' (auch: ''Gasanstalt'') wurde 1895 bis 1896 von der [[Stadt Norden]] errichtet. An das mittlerweile abgebrochene Gaswerk erinnert heute nur noch der Name [[Gaswerkstraße]], wo sich allerdings nur Nebengebäude der Anstalt befanden. Das Gelände des eigentlichen Gaswerks gehörte ursprünglich zur früher eigenständigen [[Gemeinde Westermarsch I]] und wurde ihr, ebenso wie das Gelände des benachbarten [[Schlachthof|Schlachthofs]] abgekauft, da in der [[Kernstadt]] kein Platz für derartige Bauten war. | ||
Das verwendete Gas wurde zunächst durch Vergasungsprozesse aus Kohle gewonnen. 1961 stellte man die Gasproduktion auf Spaltgas um. Hierbei diente Methan als wesentliches Grundelement. Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau einer Entgiftungsanlage begonnen, um die Giftigkeit des Gases zu unterbinden. Sie wurde wenig später fertiggestellt.<ref>Stadt Norden (1963): Kanalisation und Kläranlage der Stadt Norden, Norden, S. 51</ref> | == Geschichte == | ||
Nach kurzem Bau erfolgte die Inbetriebnahme am 5. Dezember 1896. Am Abend dieses Tages konnten bereits 80 der rund 120 [[Straßenbeleuchtung|Straßenlaternen]] durch die Gaszulieferung erleuchten. Wenige Tage später waren bereits 340 Norder Häuser an das Gasnetz angeschlossen.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 294</ref> Betrieben wurde das Werk von den [[Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden|Norder Stadtwerken]], die hier bis zum Umzug in das [[Krankenhaus Norden|alte Krankenhaus]] im Jahre 1966 auch einen Nebensitz hatten. | |||
Das verwendete Gas wurde zunächst durch Vergasungsprozesse aus Kohle gewonnen. 1961 stellte man die Gasproduktion auf ''Spaltgas'' um. Hierbei diente Methan als wesentliches Grundelement. Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau einer Entgiftungsanlage begonnen, um die Giftigkeit des Gases zu unterbinden. Sie wurde wenig später fertiggestellt.<ref>Stadt Norden (1963): Kanalisation und Kläranlage der Stadt Norden, Norden, S. 51</ref> | |||
1907 wurde das Werk um einen Anbau erweitert, da der Abnehmerkreis immer umfangreicher wurde. Anders als heute mussten damals noch alle Lampen von Hand gezündet werden. Hierfür wurden sogenannte ''Laternenanzünder'' beschäftigt. Erst kurz vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] installierte man eine Fernzündung.<ref name=":0" /> | 1907 wurde das Werk um einen Anbau erweitert, da der Abnehmerkreis immer umfangreicher wurde. Anders als heute mussten damals noch alle Lampen von Hand gezündet werden. Hierfür wurden sogenannte ''Laternenanzünder'' beschäftigt. Erst kurz vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] installierte man eine Fernzündung.<ref name=":0" /> | ||
Version vom 11. November 2021, 15:18 Uhr
Gaswerk | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1895 - 1896 | |||||||
| Erbauer | Stadt Norden | |||||||
| Bauweise | Gaswerk | |||||||
| Erhaltungszustand | nach 1967 abgebrochen | |||||||
| Genaue Lage | Schlachthausstraße 13
26506 Norden | |||||||
Das Gaswerk (auch: Gasanstalt) wurde 1895 bis 1896 von der Stadt Norden errichtet. An das mittlerweile abgebrochene Gaswerk erinnert heute nur noch der Name Gaswerkstraße, wo sich allerdings nur Nebengebäude der Anstalt befanden. Das Gelände des eigentlichen Gaswerks gehörte ursprünglich zur früher eigenständigen Gemeinde Westermarsch I und wurde ihr, ebenso wie das Gelände des benachbarten Schlachthofs abgekauft, da in der Kernstadt kein Platz für derartige Bauten war.
Geschichte
Nach kurzem Bau erfolgte die Inbetriebnahme am 5. Dezember 1896. Am Abend dieses Tages konnten bereits 80 der rund 120 Straßenlaternen durch die Gaszulieferung erleuchten. Wenige Tage später waren bereits 340 Norder Häuser an das Gasnetz angeschlossen.[1] Betrieben wurde das Werk von den Norder Stadtwerken, die hier bis zum Umzug in das alte Krankenhaus im Jahre 1966 auch einen Nebensitz hatten.
Das verwendete Gas wurde zunächst durch Vergasungsprozesse aus Kohle gewonnen. 1961 stellte man die Gasproduktion auf Spaltgas um. Hierbei diente Methan als wesentliches Grundelement. Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau einer Entgiftungsanlage begonnen, um die Giftigkeit des Gases zu unterbinden. Sie wurde wenig später fertiggestellt.[2]
1907 wurde das Werk um einen Anbau erweitert, da der Abnehmerkreis immer umfangreicher wurde. Anders als heute mussten damals noch alle Lampen von Hand gezündet werden. Hierfür wurden sogenannte Laternenanzünder beschäftigt. Erst kurz vor dem Ersten Weltkrieg installierte man eine Fernzündung.[1]
Am Standort des alten Gaswerks befindet sich heute die Sanitärfirma Detering.
Galerie
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Das Gaswerk, vermutlich in der Zeit um 1930.
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Schlachthausstraße 13 - Detering, früher Gaswerk - Aufnahme vom 18. April 2004.
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Schlachthausstraße 13 - Detering, früher Gaswerk - neuere Ansicht - Aufnahme vom 22. April 2018.