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Das Gebiet von Leegemoor umfasste zu Beginn je nach Quelle eine Fläche von 95 [[Grasen]] bis zu 95 [[Diemat]]. Vier Grasen entsprechen etwa drei Diemat, ein Diemat wiederum sind ungefähr 5.700 Quadratmeter.<ref name=":0" /> Heute lässt sich das Gebiet kaum noch eingrenzen, im täglichen Sprachgebrauch wird das gesamte Gewerbegebiet als ''Leegemoor'' bezeichnet, wobei dieses größer ist als das ursprünglich von der Leegemoorgesellschaft ge- und verpachtete Land. Das ''heutige Leegemoor'' umfasst bereits jetzt eine Fläche von gut 160 Hektar und soll aufgrund einer ungebrochenen Nachfrage nach weiteren Gewerbeansiedlungen auch in Zukunft erweitert werden.
Das Gebiet von Leegemoor umfasste zu Beginn je nach Quelle eine Fläche von 95 [[Grasen]] bis zu 95 [[Diemat]]. Vier Grasen entsprechen etwa drei Diemat, ein Diemat wiederum sind ungefähr 5.700 Quadratmeter.<ref name=":0" /> Heute lässt sich das Gebiet kaum noch eingrenzen, im täglichen Sprachgebrauch wird das gesamte Gewerbegebiet als ''Leegemoor'' bezeichnet, wobei dieses größer ist als das ursprünglich von der Leegemoorgesellschaft ge- und verpachtete Land. Das ''heutige Leegemoor'' umfasst bereits jetzt eine Fläche von gut 160 Hektar und soll aufgrund einer ungebrochenen Nachfrage nach weiteren Gewerbeansiedlungen auch in Zukunft erweitert werden.


Die Nutzung als Gewerbegebiet wurde 1974 beschlossen.<ref name=":2">Rack, Eberhard (1982): Up Leegemoors Wohlfahrt, Norden, S. 2</ref> Der erste Abschnitt umfasste 19,32 Hektar und wurde 1977, beginnend mit der [[Stellmacherstraße]], erschlossen.<ref name=":2" /><ref name=":1">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 86</ref> Die Stadt schloss hierfür einen Pachtvertrag mit der Leegemoorgesellschaft.<ref name=":1" /> 1981 folgte ein zweiter Abschnitt von 8,7115 Hektar, der ab 1982 bebaut wurde.<ref name=":2" /> Die Stadt hatte lange ein eigenes Gewerbegebiet ersehnt. Früher war es üblich, dass Wohn- und Gewerbegebiete nicht voneinander getrennt waren, sondern sich die Industrie direkt in der Stadt befand. Dieses Denken wandelte sich jedoch im Laufe der Zeit, insbesondere im Zuge der Industrialisierung, als die rauchenden Schornsteine die Atemluft der Stadtbewohner verdreckten. Doch hatte die Stadt schlichtweg keinen Platz. Erst die niedersächsische Gemeindereform, bei der die [[Norder Umlandgemeinden]] zum 1. Juli 1972 eingemeindet wurden, standen große Freiflächen zur Verfügung. Das Leegemoor eignete sich aufgrund seiner Größe und seiner verkehrsgünstigen Anbindung an die [[Bundesstraße]] und die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] geradezu vorzüglich dafür. Zudem befand es sich südlich der Stadt in Randlage, sodass der Gewerbeverkehr nicht durch die Stadt hindurch musste.
Die Nutzung als Gewerbegebiet wurde 1974 beschlossen.<ref name=":2">Rack, Eberhard (1982): Up Leegemoors Wohlfahrt, Norden, S. 2</ref> Der erste Abschnitt umfasste 19,32 Hektar und wurde 1977, beginnend mit der [[Stellmacherstraße]], erschlossen.<ref name=":2" /><ref name=":1">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 86</ref> Die Stadt schloss hierfür einen Pachtvertrag mit der Leegemoorgesellschaft, der am 1. Oktober 1974 begann und zunächst eine Pachtfläche von 19,3 Hektar umfasste.<ref name=":1" /><ref name=":3">Rack, Eberhard (1982): Up Leegemoors Wohlfahrt, Norden, S. 33</ref> Zum 1. Oktober 1979 kamen weitere 8,8 Hektar hinzu.<ref name=":3" /> 1981 folgte ein zweiter Abschnitt von 8,7115 Hektar, der ab 1982 bebaut wurde.<ref name=":2" /> Die Stadt hatte lange ein eigenes Gewerbegebiet ersehnt. Früher war es üblich, dass Wohn- und Gewerbegebiete nicht voneinander getrennt waren, sondern sich die Industrie direkt in der Stadt befand. Dieses Denken wandelte sich jedoch im Laufe der Zeit, insbesondere im Zuge der Industrialisierung, als die rauchenden Schornsteine die Atemluft der Stadtbewohner verdreckten. Doch hatte die Stadt schlichtweg keinen Platz. Erst die niedersächsische Gemeindereform, bei der die [[Norder Umlandgemeinden]] zum 1. Juli 1972 eingemeindet wurden, standen große Freiflächen zur Verfügung. Das Leegemoor eignete sich aufgrund seiner Größe und seiner verkehrsgünstigen Anbindung an die [[Bundesstraße]] und die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] geradezu vorzüglich dafür. Zudem befand es sich südlich der Stadt in Randlage, sodass der Gewerbeverkehr nicht durch die Stadt hindurch musste.


In den Folgejahren, insbesondere seit den 1990er Jahren wuchs das Gewerbegebiet immens und ist bis heute von zentraler Bedeutung für die städtische Wirtschaft. Um die Jahrtausendwende hatten sich bereits 60 Firmen mit rund 1.800 Beschäftigten hier niedergelassen.<ref name=":1" />
In den Folgejahren, insbesondere seit den 1990er Jahren wuchs das Gewerbegebiet immens und ist bis heute von zentraler Bedeutung für die städtische Wirtschaft. Um die Jahrtausendwende hatten sich bereits 60 Firmen mit rund 1.800 Beschäftigten hier niedergelassen.<ref name=":1" />