Addinggaster Grashaus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Als [[Grashaus]] bezeichnet man abseits sonstiger Siedlungen gelegene Höfe, die sinnbildlich ''im Gras'' stehen.
Der Name des Hofs verweist auf seine abgelegene ([[Grashaus]]) in der (südlichen) [[Addinggaste]]. [[Edzard II. Cirksena|Graf Edzard II.]] ließ ihn nach der [[Addinggaster Neuland|Addinggaster Neulande]] in den Jahren 1593 bis 1596 am westlichen Ende des [[Kartoffeldeich|Kartoffeldeichs]] als [[Domäne]] errichten und stattete ihn mit großzügigen Ländereien aus, die etwa 80 [[Diemat]] umfassten (ca. 460.000 Quadratmeter). Das Ackerland wird als äußerst ertragreich beschrieben.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (2011): Die Höfe in Süderneuland, in: Heim und Herd, 12. März 2011, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Nr. 4, S. 15</ref>


war ursprünglich ein seit 1787 nachgewiesener Hof am westlichen Ende des  in [[Süderneuland I]].<ref> StAA, Rep. 37, Nr. 181</ref> Es wurde wohl bereits nach der Eindeichung der [[Addinggaster Neuland|Addinggaster Neulande]] in den Jahren 1593 bis 1596 erbaut und befand sich einst im Eigentum der ostfriesischen Grafen bzw. Fürsten. So soll sich [[Edzard II. Cirksena]] hier Land zur Errichtung des Grashauses gesichert haben. Als [[Grashaus]] bezeichnet man im Allgemeinen Bauernhöfe bzw. Güter, die sich weit abseits von anderen Gebäuden befinden, also bildlich "im Gras" erbaut werden.
In der amtlichen Statistik des Königreichs Hannover wird der Hof gleichzeitig als Ortschaft innerhalb von Süderneuland I geführt. Im Jahr 1848 sollen hier sieben Personen gewohnt haben.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> 1911 wurde das alte Grashaus wegen Baufälligkeit abgerissen und an der [[Wurzeldeicher Straße]] 43 neu errichtet. Dieser Hof ist bis heute erhalten.<ref name=":0" />
 
Um 1755 gehörten zum Grashaus 91 1/2 Diemat und 40 Diemat Stücklande. Ein Diemat sind etwa 5.700 qm, somit gehörten zum Grashaus etwa 750.000 qm Land. Das Land nahm damit auch einen großen Teil der [[Addinggaste]] ein, woran heute noch der Name [[Domänenweg]] erinnert. Das Land wird als außerordentlich ertragreich beschrieben.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Die Höfe in Süderneuland, in: Heim und Herd, 12. März 2011, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Nr. 4, S. 15</ref>
 
In der amtlichen Statistik des Königreichs Hannover wird der Hof gleichzeitig als Ortschaft innerhalb von Süderneuland I geführt. Im Jahr 1848 sollen hier sieben Personen gewohnt haben.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref>
 
Um 1911 wurde das alte Grashaus wegen Baufälligkeit abgerissen und an der [[Wurzeldeicher Straße]] neu errichtet. Das Gebäude bis heute erhalten.


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 25. Oktober 2021, 10:09 Uhr

Addinggaster Grashaus

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Basisdaten
Entstehungszeit 1911 (um 1600)
Erbauer Preußisches Domänenamt
Bauweise Gulfhof
Erhaltungszustand durch einen Neubau ersetzt
Genaue Lage Wurzeldeicher Straße 43

26506 Norden

Das Addinggaster Grashaus ist ein historischer Gulfhof in Süderneuland I. Befand sich dieser anfangs nahe des Kartoffeldeichs, wurde er 1911 wegen Baufälligkeit an seinem heutigen Standort wieder errichtet.

Geschichte

Der Name des Hofs verweist auf seine abgelegene (Grashaus) in der (südlichen) Addinggaste. Graf Edzard II. ließ ihn nach der Addinggaster Neulande in den Jahren 1593 bis 1596 am westlichen Ende des Kartoffeldeichs als Domäne errichten und stattete ihn mit großzügigen Ländereien aus, die etwa 80 Diemat umfassten (ca. 460.000 Quadratmeter). Das Ackerland wird als äußerst ertragreich beschrieben.[1]

In der amtlichen Statistik des Königreichs Hannover wird der Hof gleichzeitig als Ortschaft innerhalb von Süderneuland I geführt. Im Jahr 1848 sollen hier sieben Personen gewohnt haben.[2] 1911 wurde das alte Grashaus wegen Baufälligkeit abgerissen und an der Wurzeldeicher Straße 43 neu errichtet. Dieser Hof ist bis heute erhalten.[1]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Schreiber, Gretje (2011): Die Höfe in Süderneuland, in: Heim und Herd, 12. März 2011, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Nr. 4, S. 15
  2. Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848

Siehe auch