Altstadt: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 9: | Zeile 9: | ||
|- | |- | ||
|Fläche | |Fläche | ||
| | |14,252 km² | ||
|- | |- | ||
|Einwohner | |Einwohner | ||
| | |17.561 <small>(31.12.2020)</small> | ||
|- | |- | ||
|Gründung | |Gründung | ||
| Zeile 18: | Zeile 18: | ||
|- | |- | ||
|Bevölkerungsdichte | |Bevölkerungsdichte | ||
| | |1.232 Einwohner/km² | ||
|- | |- | ||
| colspan="2" |[[Datei:Karte_Norden.png|zentriert|358x358px|alternativtext=]] | | colspan="2" |[[Datei:Karte_Norden.png|zentriert|358x358px|alternativtext=]] | ||
|} | |} | ||
Als '''Altstadt''' bezeichnet man die Bereiche, die bereits vor der Entstehung der [[Stadt Norden]] in ihrer heutigen Form bestanden und ursprünglich unter ''Norden'' verstanden wurden. Der Begriff steht damit in Abgrenzung zu allen Stadtteilen und der ''Kernstadt'', die neben der Altstadt auch die ehemalige [[Sandbauerschaft]] umfasst. | Als '''Altstadt''' bezeichnet man die Bereiche, die bereits vor der Entstehung der [[Stadt Norden]] in ihrer heutigen Form bestanden und ursprünglich unter ''Norden'' verstanden wurden. Der Begriff steht damit in Abgrenzung zu allen Stadtteilen und der ''Kernstadt'', die neben der Altstadt auch die ehemalige [[Sandbauerschaft]] umfasst. | ||
__TOC__ | |||
== Entstehung == | ==Entstehung== | ||
*siehe auch: [[Stadt Norden#Geschichte|Geschichte der Stadt Norden]] | |||
[[Datei:Stadtgebiet Stadt Norden Grenzen bis 1893 01.JPG|mini|242x242px|Die Norder Stadtgrenzen bis 1893.]] | [[Datei:Stadtgebiet Stadt Norden Grenzen bis 1893 01.JPG|mini|242x242px|Die Norder Stadtgrenzen bis 1893.]] | ||
===bis 1919=== | |||
=== bis 1919 === | |||
Die Größe der Stadt war bis in das 20. Jahrhundert sehr gering und wuchs erst durch Eingemeindung der [[Norder Umlandgemeinden]] beträchtlich. Die Altstadt wurde durch das [[Dominikanerkloster]], das [[Benediktinerkloster]], die [[Osterburg]], das [[Altes Siel|Alte Siel]] und den [[Burggraben]] begrenzt. Eine geschlossene Bebauung fand anfangs gar nur [[Am Markt]] und an der [[Osterstraße|Oster]]- und [[Westerstraße]] statt.<ref name=":0">Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 39</ref> Noch bis zur Eingemeindung der [[Sandbauerschaft]] zum 1. April 1919 umfasste das Stadtgebiet daher kaum mehr als 90 Hektar. Zwar kaufte die Stadt zu ihrer eigenen Erweiterung schon vorher immer wieder Land von der Sandbauerschaft, etwa im Bereich des späteren [[Gaswerk|Gaswerks]] und des [[Neuer Friedhof|Neuen Friedhofs]] doch waren diese Landkäufe sehr gering. | Die Größe der Stadt war bis in das 20. Jahrhundert sehr gering und wuchs erst durch Eingemeindung der [[Norder Umlandgemeinden]] beträchtlich. Die Altstadt wurde durch das [[Dominikanerkloster]], das [[Benediktinerkloster]], die [[Osterburg]], das [[Altes Siel|Alte Siel]] und den [[Burggraben]] begrenzt. Eine geschlossene Bebauung fand anfangs gar nur [[Am Markt]] und an der [[Osterstraße|Oster]]- und [[Westerstraße]] statt.<ref name=":0">Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 39</ref> Noch bis zur Eingemeindung der [[Sandbauerschaft]] zum 1. April 1919 umfasste das Stadtgebiet daher kaum mehr als 90 Hektar. Zwar kaufte die Stadt zu ihrer eigenen Erweiterung schon vorher immer wieder Land von der Sandbauerschaft, etwa im Bereich des späteren [[Gaswerk|Gaswerks]] und des [[Neuer Friedhof|Neuen Friedhofs]] doch waren diese Landkäufe sehr gering. | ||
| Zeile 34: | Zeile 34: | ||
Im 15. und 16. Jahrhundert erweiterte sich die Stadt in Richtung des südlichen [[Neuer Weg]] sowie im Umfeld des [[Dominikanerkloster|Dominikanerklosters]] und südlich der [[Westerstraße]].<ref name=":0" /> In den nächsten Jahrhunderten folgten die umliegenden Bereiche. Insbesondere im 18. Jahrhundert weite sich das Stadtgebiet in östliche und westliche Richtung aus.<ref>Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 42</ref> | Im 15. und 16. Jahrhundert erweiterte sich die Stadt in Richtung des südlichen [[Neuer Weg]] sowie im Umfeld des [[Dominikanerkloster|Dominikanerklosters]] und südlich der [[Westerstraße]].<ref name=":0" /> In den nächsten Jahrhunderten folgten die umliegenden Bereiche. Insbesondere im 18. Jahrhundert weite sich das Stadtgebiet in östliche und westliche Richtung aus.<ref>Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 42</ref> | ||
=== 1919 bis 1972 === | ===1919 bis 1972=== | ||
1952 kam [[Tidofeld]], bedingt durch Aufnahme zahlreicher Flüchtlinge und Vertriebene im [[Vertriebenenlager Tidofeld]] und der damit einhergehenden Überlastung der Gemeindeverwaltung von Lütetsburg, zu Norden. Ein eigenständiger Stadtteil wurde der Ort jedoch erst 1996, als das Baugebiet nördlich der [[Heerstraße]] erschlossen wurde. Bis dahin wurde er unmittelbar zur Kernstadt gezählt. In diese Zeit fällt auch der Beginn einer massiven Ausweitung des Stadtgebiets. Viele Neubürger zogen fort, insbesondere in das Ruhrgebiet, aber nicht wenige blieben, sodass die Bevölkerungszahl exponentiell stieg. Insbesondere zwischen 1950 und 1980 entstanden zahlreiche neue Straßen in alle Himmelsrichtungen und die Stadt wuchs mit den [[Norder Umlandgemeinden]] immer weiter zusammen. | 1952 kam [[Tidofeld]], bedingt durch Aufnahme zahlreicher Flüchtlinge und Vertriebene im [[Vertriebenenlager Tidofeld]] und der damit einhergehenden Überlastung der Gemeindeverwaltung von Lütetsburg, zu Norden. Ein eigenständiger Stadtteil wurde der Ort jedoch erst 1996, als das Baugebiet nördlich der [[Heerstraße]] erschlossen wurde. Bis dahin wurde er unmittelbar zur Kernstadt gezählt. In diese Zeit fällt auch der Beginn einer massiven Ausweitung des Stadtgebiets. Viele Neubürger zogen fort, insbesondere in das Ruhrgebiet, aber nicht wenige blieben, sodass die Bevölkerungszahl exponentiell stieg. Insbesondere zwischen 1950 und 1980 entstanden zahlreiche neue Straßen in alle Himmelsrichtungen und die Stadt wuchs mit den [[Norder Umlandgemeinden]] immer weiter zusammen. | ||
| Zeile 41: | Zeile 41: | ||
Anders als die Sandbauerschaft, deren Name heute weitestgehend aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden ist, wurden die 1972 eingemeindeten Orte (und später auch Tidofeld) zu administrativen Stadtteilen. Im Falle der Sandbauerschaft haben sich jedoch zumindest die Namen ihrer ehemaligen Ortschaften ([[Ekel]], [[Westgaste]], ...) im allgemeinen Sprachgebrauch erhalten, wenngleich sie weder eine administrative Bedeutung noch definierte Grenzen haben. | Anders als die Sandbauerschaft, deren Name heute weitestgehend aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden ist, wurden die 1972 eingemeindeten Orte (und später auch Tidofeld) zu administrativen Stadtteilen. Im Falle der Sandbauerschaft haben sich jedoch zumindest die Namen ihrer ehemaligen Ortschaften ([[Ekel]], [[Westgaste]], ...) im allgemeinen Sprachgebrauch erhalten, wenngleich sie weder eine administrative Bedeutung noch definierte Grenzen haben. | ||
== Einzelnachweise == | ==Einzelnachweise== | ||
<references /> | <references /> | ||
== Siehe auch == | ==Siehe auch== | ||
* [[Stadt Norden]] | * [[Stadt Norden]] | ||
[[Kategorie:Stadtteile von Norden]] | [[Kategorie:Stadtteile von Norden]] | ||
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]] | [[Kategorie:Norden (Stadtteil)]] | ||